BVB erarbeitet Konzept zur Rückkehr von Fans ins Stadion: Hürden sind hoch

Dortmund - Jedes Detail muss bedacht werden! Borussia Dortmund arbeitet an einem Konzept, das die Rückkehr von Fans in den Signal Iduna Park ermöglicht. 

Wann es wohl die nächste volle Südtribüne und Fan-Choreografie in Dortmund geben wird?
Wann es wohl die nächste volle Südtribüne und Fan-Choreografie in Dortmund geben wird?  © Bernd Thissen/dpa

Das berichten die "Ruhr Nachrichten". Dem Artikel zufolge gehe der BVB den 41-seitigen Leitfaden der Deutschen Fußball Liga (DFL) genau durch, um einige Tausend Anhänger trotz der Corona-Pandemie wieder ins Stadion lassen zu können.

Doch die Schwarz-Gelben stehen dabei - wie jeder andere Verein - vor großen Herausforderungen. Das geht schon beim Essen und Trinken los, das nur noch am eigenen Platz erlaubt ist. 

Daher plane Dortmund, Bier und Bratwurst dorthin "liefern" zu lassen. Das Angebot an Speisen und Getränken soll für eine schnelle Abwicklung gekürzt werden. 

Das ist jedoch nur eine von vielen Sachen, die be- und durchdacht werden will. Die An- und Abreise sorgt da beispielsweise für viel mehr Kopfzerbrechen und einige organisatorische Probleme. Staus und vor allem Menschenansammlungen sollen nämlich verhindert werden. Für einzelne Blöcke gebe es daher einzelne Zeitfenster, innerhalb derer die Zuschauer ihre Plätze einnehmen müssen.

Im schlimmsten Fall müssten einige Fans dann schon eine Stunde vor Anpfiff vor Ort sein und noch eine Stunde nach Abpfiff hier verharren.

12.000 bis 15.000 Zuschauer dürften bei Borussia Dortmund wohl wieder ins Stadion

Einen ausverkauften Signal Iduna Park wird es in absehbarer Zukunft nicht geben. Aber zumindest einige Tausend Fans könnten bald wieder ins Dortmunder Stadion zurückkehren.
Einen ausverkauften Signal Iduna Park wird es in absehbarer Zukunft nicht geben. Aber zumindest einige Tausend Fans könnten bald wieder ins Dortmunder Stadion zurückkehren.  © Friso Gentsch/dpa

Dazu wird - wie in den Kinos - ein neues Platzsystem entwickelt, durch das ganze Reihen vor und hinter belegten Sitzplätzen leer bleiben sollen.

An Durchgangsorten wie Treppen dürften ebenfalls kein Zuschauer Platz nehmen. Außerdem müsse jede Person einen Mund- und Nasenschutz tragen.

Trotz dieses großen Aufwands werden vermutlich nur 12.000 oder 15.000 Anhänger ins ehemalige Westfalenstadion dürfen, wie Geschäftsführer Carsten Cramer im Interview mit dem "Tagesspiegel" erklärte.

Dort gab er auch an, dass der BVB pro Geister-Heimspiel zusammengerechnet um die vier Millionen Euro verliert. Auch finanziell ist eine Rückkehr der Fans also wichtig.

Das jedoch stellt die Borussia allerdings schon wieder vor das nächste Problem: in die riesige Arena passen 81.000 Zuschauer - und von denen haben 55.000 eine Dauerkarte!

So entscheiden die Dortmunder in enger Abstimmung mit den Fan-Vertretern, wer am Ende zu den Glücklichen zählen wird. Bis das Konzept ausgearbeitet ist, wird bei all den Kleinigkeiten, die zu beachten sind, noch einige Zeit vergehen.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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