BVB erstaunt: ManUnited wollte Spieler am Deadline Day ausleihen - es war nicht Sancho!

Dortmund - Das konnten die BVB-Verantwortlichen nicht glauben! Am Deadline Day kam es offenbar zu einer kuriosen Situation zwischen Borussia Dortmunds Entscheidungsträgern und denen von Manchester United.

Nico Schulz (27, r.) kam für Deutschland im Testspiel gegen die Türkei zum Einsatz.
Nico Schulz (27, r.) kam für Deutschland im Testspiel gegen die Türkei zum Einsatz.  © Federico Gambarini/dpa

Die Red Devils wollten ausgerechnet Nico Schulz (27) für eine Saison ausleihen, waren sogar bereit, eine Leihgebühr in Höhe von einer Million Euro zu bezahlen und sein volles Gehalt zu übernehmen. 

Das berichtet ESPN, bestätigt wird der Artikel von transfermarkt.de. Bei den Schwarz-Gelben war man auch deshalb so verwundert, weil Manchester mit Luke Shaw (25) und Brandon Williams (20) bereits zwei Linksverteidiger im Kader hatte und wenig später auch noch Alex Telles (27) vom FC Porto holte, der ebenfalls auf dieser Position beheimatet ist.

Dem Vernehmen nach sollen die Dortmunder Bosse an den Verhandlungs- und Scoutingmethoden von United gezweifelt haben. Sie lehnten das gute Angebot auch mit Blick auf die angespannte Personalsituation in der Defensive ab.

Schließlich fällt beim BVB aktuell Marcel Schmelzer (32) nach einer Knieoperation noch einige Zeit aus. So ist Schulz der einzige gelernte Linksverteidiger im Kader, denn Raphael Guerreiro (26) hat sich hier zwar festgespielt, ist aber eigentlich offensiver ausgerichtet als der dynamische und pfeilschnelle Schulz.

Notfalls könnte hier auch noch Eigengewächs Felix Passlack (22) agieren, der die Vorbereitung geschickt für sich genutzt hat und zu einer echten Alternative herangewachsen ist.

Nico Schulz kommt nach seiner Verletzung langsam wieder in seinen Rhythmus

Nico Schulz (27, 2.v.r.) muss sich beim BVB nach seiner Verletzung wieder an die erste Elf herankämpfen.
Nico Schulz (27, 2.v.r.) muss sich beim BVB nach seiner Verletzung wieder an die erste Elf herankämpfen.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Was Schulz von der Last-Minute-Anfrage gehalten hat, ist nicht bekannt. 

Klar ist, dass der deutsche Nationalspieler erst einmal wieder richtig fit werden und sich bei der Borussia durchsetzen muss, bevor er zu einem großen englischen Klub wechselt.

Der gebürtige Berliner war verletzungsbedingt lange ausgefallen und kommt erst jetzt wieder langsam in seinen Rhythmus. Trainer Lucien Favre wechselte ihn zuletzt immerhin zweimal ein. 

In seiner zweiten Saison in Dortmund muss Schulz nun beweisen, dass er wie bei Hertha BSC (98 Einsätze, zwei Tore, acht Vorlagen), TSG 1899 Hoffenheim (71 Spiele, vier Treffer, 13 Assists) und Borussia Mönchengladbach (18 Partien, eine Bude, eine Vorlage) in die erste Elf gehört.

Die Anlagen hat er dank seiner Laufstärke, Dynamik und guten Flanken allemal. Wenn er defensiv noch weiter zulegt, dann dürfte er seine Einsatzzeiten in den vielen Englischen Wochen auf jeden Fall bekommen.

Und spielt er sich beim BVB darüber in die erste Elf, wird auch Bundestrainer Joachim Löw vermutlich wieder regelmäßig auf ihn setzen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

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