BVB-Fans nach schwachem Auftritt bei Union sauer: "Wie peinlich!"

Berlin/Dortmund - Die BVB-Fans sind genervt! Borussia Dortmunds enttäuschender Auftritt und die 0:2-Niederlage beim 1. FC Union Berlin haben dazu geführt, dass sich die Anhänger in den sozialen Medien nicht mit Kritik zurückhielten.

BVB-Leader Mats Hummels (33) hatte die wiederkehrenden Dortmunder Schwächen unter der Woche klar angesprochen. Besserung stellte sich in Berlin aber nicht ein. Dementsprechend geknickt war der Weltmeister von 2014.
BVB-Leader Mats Hummels (33) hatte die wiederkehrenden Dortmunder Schwächen unter der Woche klar angesprochen. Besserung stellte sich in Berlin aber nicht ein. Dementsprechend geknickt war der Weltmeister von 2014.  © Tobias SCHWARZ/AFP

Unter dem Ergebnispost bei Facebook hieß es etwa: "Wie peinlich! ALLE Tugenden vermissen lassen", "Schämen sollte sich die ganze Mannschaft", "Katastrophe" oder auch ein nachdenkliches "Ich wünsche mir die Zeiten zurück, als der BVB noch für Kampf und Leidenschaft stand."

Man stimmte überein, dass Union "eine Nummer zu groß" gewesen sei. Viele beglückwünschten die Eisernen auch, weil sie die Eigenschaften an den Tag legten, die den Schwarz-Gelben (mal wieder) abgingen.

So muss die Borussia zum gefühlt hundertsten Mal in den vergangenen Jahren die endlose und nervige Diskussion um die richtige Einstellung bzw. Mentalität über sich ergehen lassen. Denn erneut ließ man sich von einem fightenden, kompakt stehenden, diszipliniert agierenden und als echte Einheit auftretenden Gegner den Schneid abkaufen.

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Obwohl die Kräfte der Köpenicker in der Schlussphase erkennbar nachließen, gelang Dortmund kein Comeback mehr.

Wenig verwunderlich, dass Coach Edin Terzic (39) nach der Begegnung am Mikrofon von DAZN sagte: "Das ist brutal ärgerlich und enttäuschend."

Die Borussen-Fans kritisierten ihre Mannschaft in den sozialen Netzwerken für den ernüchternden Auftritt im Stadion An der Alten Försterei.
Die Borussen-Fans kritisierten ihre Mannschaft in den sozialen Netzwerken für den ernüchternden Auftritt im Stadion An der Alten Försterei.  © dpa/Andreas Gora

Borussia Dortmunds Keeper Gregor Kobel nimmt die Niederlage auf seine Kappe

Gregor Kobel (24, l.) war nach dem Schlusspfiff, der Niederlage und seinem unglücklichen Ausrutschen vor dem 0:1 sichtlich bedient.
Gregor Kobel (24, l.) war nach dem Schlusspfiff, der Niederlage und seinem unglücklichen Ausrutschen vor dem 0:1 sichtlich bedient.  © dpa/Andreas Gora

Der Trainer führte weiter aus: "Im Endeffekt war es dann einfach zu wenig." Das lag nicht nur laut Terzic natürlich auch am Gegner, der immerhin Tabellenführer der Bundesliga ist: "Jeder hat mitbekommen, wie gut Union Berlin performt. Wenn man 0:2 zurückliegt, ist es brutal schwer, hier noch mal zurückzukommen."

Stammkeeper Gregor Kobel (24) gab sich immerhin selbstkritisch und sagte zu seiner Slapstick-Aktion vor dem 0:1: "Das war eine super unglückliche Situation."

Der Schweizer Schlussmann führte weiter aus: "Wenn man da schon mit 0:1 startet, wird es ein schwieriges Spiel." Der sonst so sichere Torhüter erklärte deshalb: "Ich würde das heute gerne auf mich nehmen."

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Doch er war nicht der alleinige Schuldige an der BVB-Pleite, die mal wieder Fragen aufwirft. Denn Konstanz auf höchstem Niveau mag sich in Dortmund seit Jahren nicht einstellen, weshalb es verständlich ist, dass die Fans von diesen wiederkehrenden Problemen genervt sind und sich wie in einer redundanten Zeitschleife fühlen, aus der es kein Entkommen gibt.

Viel Zeit zum Analysieren bleibt Terzic und seinen Mannen aber nicht. Bereits am Mittwoch (18 Uhr) geht es mit dem DFB-Pokal-Auswärtsspiel beim formstarken Zweitligisten Hannover 96 weiter.

Titelfoto: Tobias SCHWARZ/AFP

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