BVB ganz routiniert! Dortmund holt dank Guerreiro und Hakimi Dreier in Wolfsburg

Wolfsburg - Der Favorit hat sich mit Mühe durchgesetzt! Borussia Dortmund hat am 27. Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga mit 2:0 beim VfL Wolfsburg gewonnen. 

Einst Teamkollegen bei Red Bull Salzburg, nun Gegenspieler in der 1. Bundesliga: BVB-Stürmer Erling Haaland (r.) und Wolfsburgs Mittelfeldmann Xaver Schlager.
Einst Teamkollegen bei Red Bull Salzburg, nun Gegenspieler in der 1. Bundesliga: BVB-Stürmer Erling Haaland (r.) und Wolfsburgs Mittelfeldmann Xaver Schlager.  © Michael Sohn/AP-Pool/dpa

Die Tore in der Volkswagen Arena erzielten Raphael Guerreiro zum 1:0 für Dortmund (32.) und Achraf Hakimi zum 2:0 (78.).

VfL-Coach Oliver Glasner setzte etwas überraschend auf eine wuchtige Doppelspitze. Neben Wout Weghorst kam auch der beim BVB ausgebildete Daniel Ginczek zum Einsatz.

Dortmund agierte nach dem klaren 4:0-Derbyerfolg gegen den FC Schalke 04 hingegen unverändert.

Der Spielbeginn war aber alles andere als stürmisch. Die "Wölfe" überließen Dortmund die Kontrolle, doch der Favorit konnte sich nicht entscheidend in Szene setzen.

So entwickelte sich eine lange Zeit schleppende Partie ohne Highlights. Doch in der 31. Minute schlug das Fußballherz zumindest mal für ein paar Sekunden höher.

Denn da ging der BVB nach einer erstklassigen Kombination und mit der ersten Chance überhaupt in dieser Begegnung direkt in Führung.

Der frühere Wolfsburger Jugendspieler Julian Brandt spielte Achraf Hakimi auf der rechten Seite frei, der in die Gasse auf Thorgan Hazard durchsteckte. Der belgische Nationalspieler wollte in der Mitte Erling Haaland bedienen, der aber am Ball vorbei trat. Doch im Rückraum stand der eingerückte Guerreiro frei und konnte aus sechs Metern problemlos einschieben - 1:0 für Dortmund!

Aufstellung von Borussia Dortmund beim VfL Wolfsburg

Aufstellung des VfL Wolfsburg gegen den BVB

Renato Steffen trifft mit der ersten Großchance des VfL Wolfsburg nur die Latte

Achraf Hakimi (oben) traf für Borussia Dortmund zum 2:0.
Achraf Hakimi (oben) traf für Borussia Dortmund zum 2:0.  © Michael Sohn/AP-Pool/dpa

Anschließend verflachte die Partie wieder. 

Wolfsburg fand trotz der durchaus offensiven Ausrichtung überhaupt kein Mittel gegen die sattelfeste BVB-Defensive, während die Gäste geduldig nach Lücken suchten, im ersten Durchgang aber keine weiteren mehr fanden.

Nachdem Wolfsburg im ereignisarmen ersten Abschnitt nur eine Aktion überhaupt (!) im gegnerischen Strafraum hatte, bekamen die Hausherren kurz nach Wiederanpfiff direkt einen Riesen auf dem Präsentierteller serviert.

Renato Steffen tauchte nach starkem Steckpass von Ginczek frei vorm Dortmunder Torwart Roman Bürki auf, traf aber nur die Latte (48.)!

Zu diesem Zeitpunkt musste sich die BVB-Verteidigung gerade neu sortieren, denn Abwehrchef Mats Hummels blieb leicht angeschlagen (Probleme am Fuß) in der Kabine, Emre Can ersetzte ihn.

Allerdings hatte sich Dortmund bald wieder geordnet. So hatte Steffen erst vierzehn Minuten später mit einem Volleykracher aus 20 Metern, den Bürki entschärfte, die nächste Möglichkeit. 

Achraf Hakimi trifft für Borussia Dortmund, Felix Klaus fliegt mit Rot vom Platz

Raphael Guerreiro (Dritter von links) bejubelt mit seinen Mitspielern seinen 1:0-Führungstreffer für den BVB.
Raphael Guerreiro (Dritter von links) bejubelt mit seinen Mitspielern seinen 1:0-Führungstreffer für den BVB.  © Michael Sohn/AP-Pool/dpa

Dann sorgten die Schwarz-Gelben für die Vorentscheidung. 

Der eingewechselte Mahmoud Dahoud erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball, bediente den ebenfalls neu gekommenen Jadon Sancho, der Hakimi im genau richtigen Moment halbrechts im Sechzehner bediente, sodass der marokkanische Nationalspieler VfL-Keeper Koen Casteels aus spitzem Winkel und acht Metern Torentfernung mit einem platzierten Schuss in die lange Ecke überwinden konnte - 2:0 (78.)!

Wenig später kam es dann sogar noch dicker für die Hausherren. 

Denn Felix Klaus trat Manuel Akanji unglücklich bei einem Zweikampf im Mittelfeld und klar erkennbar in dem Willen, an den Ball zu kommen, auf den Unterschenkel.

Während Schiedsrichter Robert Hartmann weiterlaufen ließ, wurde er von Video-Assistent Guido Winkmann darauf hingewiesen, sich die Szene erneut anzusehen. Anschließend zückte der Unparteiische die durchaus nachvollziehbare Rote Karte (82.). 

Spätestens jetzt war die Begegnung endgültig entschieden. Für den BVB geht es am Dienstag (18.30 Uhr) mit dem Spitzenspiel gegen den FC Bayern München weiter, während der VfL am selben Tag (20.30 Uhr) bei Bayer 04 Leverkusen antritt.

Titelfoto: Michael Sohn/AP-Pool/dpa

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