BVB "gibt eine Menge für Berater aus": Guardiola lästert und spricht über Haaland-Kauf!

Manchester - Es ist soweit! Borussia Dortmund tritt am Dienstagabend (21 Uhr) beim übermächtig wirkenden Premier-League-Spitzenreiter Manchester City an. Kein Wunder, dass ManCity-Coach und Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola (50) das nach der Wochenend-Heimniederlage angeschlagene BVB-Team im Vorfeld mit Spitzen attackierte...

Geld stinkt nicht, oder? Pep Guardiola (50) rückte die Berater-Millionen des BVB vor dem Champions-League-Spiel in den Fokus.
Geld stinkt nicht, oder? Pep Guardiola (50) rückte die Berater-Millionen des BVB vor dem Champions-League-Spiel in den Fokus.  © Marton Monus/dpa

Wenn einer in Manchester den BVB kenne, "dann ich", ließ der stolze Katalane am Montag bei der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Hinspiel im Viertelfinale gegen die Schwarz-Gelben verlauten.

Man möge dem Welt-Trainer nur ungern widersprechen, wenngleich er allerdings mit Ilkay Gündogan (30) einen im Kader hat, der das anders sehen könnte.

Dennoch sollte er die Borussen aus seiner Münchner Zeit wirklich sehr gut kennen, waren sie doch seinerzeit immer der ärgste Widersacher der Bayern.

Nun also das Viertelfinale in der Königsklasse. Während der 50-Jährige "nicht einen einzigen Spieler ohne Qualität bei Borussia Dortmund finden" könne, ging er dann ein wenig in die Tiefe und ließ durchblicken, was er von den Geschäftspraktiken der BVB-Bosse hält.

"Sie geben eine Menge Geld aus und bezahlen viel Geld an Berater, damit sie diese Spieler ranholen, die eine unglaubliche Qualität haben", so Guardiola insbesondere im Hinblick auf einen Dortmunder, welcher eine City-Vergangenheit hat: Jadon Sancho (21).

City gab seit Peps Amtsantritt fast eine Milliarde Euro für Spieler aus

Jadon Sancho (21) wechselte 2017 aus der City-Jugend zum BVB.
Jadon Sancho (21) wechselte 2017 aus der City-Jugend zum BVB.  © Martin Meissner/POOL AP/dpa

Dass der BVB tatsächlich überdurchschnittlich viel in Berater investiert, entspricht zwar der Wahrheit. Doch klingt so etwas ausgerechnet aus dem Mund eines von Scheich-Milliarden genährten Vereins schon fast ein wenig nach Hohn.

Guardiola hat sein Amt 2016 bei den Skyblues angetreten. Seither wurde fast eine Milliarde in neues Spielerpersonal investiert (948 Millionen Euro). Das Transferminus beträgt satte 631 Millionen Euro.

Im selben Zeitraum erwirtschaftete der aktuell Tabellenfünfte der Bundesliga ein Plus von etwa 107,5 Millionen Euro und gab mit 518 Millionen Euro immerhin auch etwa die Hälfte für Spieler aus.

Auffällig jedoch: Laut der Liga zahlten die Borussen allein in der vorangegangenen Saison knapp 44,5 Millionen Euro an Berater - ein im Vergleich zu Spielerausgaben und Investitionen der anderen Bundesliga-Klubs fast schon exorbitanter Wert.

Jedoch konnte man so in der Vergangenheit eben Spieler wie Sancho, oder - aktuell mehr im Fokus denn je - Erling Haaland (20) verpflichten.

Erling Haaland zu Manchester City? Guardiola mit klarer Meinung - Problem Raiola?

Erling Haaland (20): Kommt ein Wechsel zu Manchester City infrage?
Erling Haaland (20): Kommt ein Wechsel zu Manchester City infrage?  © Bernd Thissen/dpa-POOL/dpa

Ebenjener spielte sich in die Notizblöcke absoluter Top-Klubs, nahezu jeder Verein mit Geld und Namen will die Dienste des Norwegers.

Außer einer: Pep Guardiola. Das versuchte er zumindest glaubhaft zu versichern.

"Mit diesen Preisen ist das unmöglich", so der Spanier.

Haaland sei nicht nur mit der kolportierten dreistelligen Millionen-Ablöse, sondern wohl auch beim Thema Gehalt (und beim Berater-Honorar) selbst für die reichen Scheichs aktuell nicht stemmbar.

Besonders der Punkt mit dem Berater ist wohl ein heikler. So soll seit Guardiolas Barcelona-Zeit zwischen Mino Raiola (53, Agent von Haaland) und ihm Eiszeit herrschen. Grund war einst das Zerwürfnis zwischen Trainer und Spieler Zlatan Ibrahimovic (39).

Die Gräben sind sogar so tief, dass kein Spieler, den Guardiola zu City holte, vom Italiener vertreten wird.

City und Haaland? Es scheint also tatsächlich kaum vorstellbar zu sein...

Titelfoto: Marton Monus/dpa, Bernd Thissen/dpa-POOL/dpa

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