BVB-Juwel Moukoko übel beleidigt: Nun meldet sich der Youngster selbst zu Wort!

Gelsenkirchen - Nach dem 3:2-Derby-Sieg der U19 von Borussia Dortmund beim Rivalen FC Schalke 04, gerät das Ergebnis und die Leistung der Talente völlig in den Hintergrund. Und gerade einer, der mit seinem Dreierpack ein Maximum an Aufmerksamkeit bekommen sollte, ist BVB-Juwel Youssoufa Moukoko (15). Doch viel mehr als über seine Leistung, wird über teils rassistische Beleidigungen ihm gegenüber diskutiert. Nun meldet er sich selbst zu Wort.

Youssouffa Moukoko (15). Er gilt als eines der größten deutschen Sturmtalente.
Youssouffa Moukoko (15). Er gilt als eines der größten deutschen Sturmtalente.  © Peter Ludewig/dpa

"Ich brech' dir alle Knochen!", "Leg dich ins Grab!", "Verpiss dich, du Hurensohn!". Diese Anfeindungen musste das Mega-Talent nach dem Sieg der Dortmunder und seiner Drei-Tore-Show über sich ergehen lassen (TAG24 berichtete).

Das waren nicht die einzigen Schimpfworte, die fielen. Auch Häme und Beleidigungen wegen seiner Hautfarbe, musste der gerade einmal 15 Jahre junge gebürtige Kameruner über sich ergehen lassen.

Nun hat er sein Schweigen gebrochen. 

Via Instagram meldete sich der Youngster nun zu Wort. Mit einer klaren Haltung und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Denn trotz aller Brisanz und Emotionalität im Derby "sollte der Sport uns verbinden und Spaß machen und keine Grenzen zwischen uns setzen."

Dass ein 15-Jähriger überhaupt zu solch einem Statement mehr oder weniger gezwungen wird, sollte bereits nachdenklich genug machen. Und der Stürmer führt fort: "Das sind keine Fußballfans, sondern Menschen, die Hass verbreiten wollen." 

Klare Ansage an Chaoten, Moukoko gibt sich selbstbewusst

Für Moukoko ist klar, dass er sich den Spaß am Spiel nicht nehmen lassen will und seine Antworten weiterhin auf dem Platz geben möchte: "Ich stehe weiterhin mit einem Lachen auf dem Platz, ich mache weiterhin mein Ding, das ist meine Leidenschaft, das ist, was mir Spaß macht, egal, was jemand sagt, das macht mich nur stärker. Ihr könnt mich hassen und beleidigen, aber ihr werdet mich niemals unterkriegen, denn was ich liebe, werde ich immer tun, und das ist Fußball spielen und Tore schießen."

Zum Ende seins Posts geht er auch noch auf die Black-Lives-Matter-Bewegung ein, welche nach dem Tod von George Floyd den gesamten Globis erreichte: "Wir sagen NEIN zu Rassismus, es gibt genug Hass in der Welt, lasst uns zusammenhalten. Black lives matter!"

Moukoko selbst steht indes wohl kurz vor seinem Debüt als Bundesliga-Spieler.

Am 20. November wird Moukoko nämlich 16 Jahre alt und darf dann (endlich) für die erste Mannschaft der Schwarz-Gelben ran. Es scheint also nur eine Frage der Zeit, bis ihm BVB-Coach Lucien Favre (62) die ersten Bundesliga-Minuten sammeln lässt.

Titelfoto: Peter Ludewig/dpa

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