BVB-Kämpfer Can: Darum ist Straßenfußball "zu 100 Prozent" die beste Schule!

Dortmund - Gewachsen auf Beton! Borussia Dortmunds Star Emre Can (26) hat seiner Meinung nach schon als Vierjähriger beim Spielen zwischen Mülltonnen in der Frankfurter Nordweststadt eine wichtige Prägung für seine Karriere erhalten. 

Emre Can (r.) weiß sich in Zweikämpfen durchzusetzen. Das bekommt hier Leipzigs Christopher Nkunku zu spüren.
Emre Can (r.) weiß sich in Zweikämpfen durchzusetzen. Das bekommt hier Leipzigs Christopher Nkunku zu spüren.  © Picture Point / Roger Petzsche

Auf die Frage, ob der Straßenfußball immer noch die beste Schule sei, sagte Can in einem Interview auf der BVB-Homepage: "Zu einhundert Prozent ist das so." 

Dann ergänzte er lachend: "Wenn ich mal Vater bin, schicke ich meinen Jungen auch auf die Straße. Er soll lernen, wie es ist, sich dort durchzusetzen."

Er habe viel mitgenommen, weil er schnell mit und gegen Älteren gekickt habe. "Ich wollte nur Fußball spielen und habe mir darüber nie Gedanken gemacht", sagte der 25-fache deutsche Nationalspieler: "Die waren ein, zwei Köpfe größer. Den Respekt muss man sich da erarbeiten."

Es sei ein "hartes Pflaster", aber: "Man lernt, stark zu werden; man lernt Respekt, bei allem, was man macht; man lernt zu teilen; und man lernt, den richtigen Weg zu gehen - oder den falschen", sagte der Can, der schon für den FC Bayern München, den FC Liverpool oder Juventus Turin gespielt hat.

"Ich habe zum Glück den richtigen Weg gewählt. Aber ich habe erlebt, wie andere Jugendliche, wie Schulfreunde, zu Drogen gegriffen haben. Ich habe an den Stellen meine Familie und die richtigen Freunde gehabt", erinnerte Can. 

Er werde nie vergessen, was seine Eltern, die auf einer Baustelle und in einer Reinigungsfirma arbeiteten, für ihn getan haben, versicherte der Profi. "Diese Erfahrungen halten mich immer auf dem Boden."

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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