BVB-Manager Zorc schlägt Corona-Alarm: Platzen jetzt alle Sommer-Transfers? 

Dortmund - Über Jahre hinweg entwickelten sich die Summen im Spitzenfußball stetig immer weiter nach oben. Ablösesummen hörten sich an wie bei Monopoly. Doch in diesem "Corona-Sommer" wird es wohl ganz anders kommen. Das weiß auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Platzen jetzt etwa auch die beinahe sicher geglaubten Transfers der Dortmunder

Kommt er nun doch nicht zum BVB? Thomas Meunier (28).
Kommt er nun doch nicht zum BVB? Thomas Meunier (28).  © Bruno Fahy/BELGA/dpa

Rechtsverteidiger Thomas Meunier (28) und Youngster Jude Bellingham (16). Gerade diese beiden Namen werden bei Borussia Dortmund aktuell mehr als heiß gehandelt.

Der Ruf der Schwarz-Gelben, insbesondere für junge Talente, eilt ihnen in den letzten Jahren deutlich voraus. 

Nicht zuletzt auch deshalb befasst man sich vonseiten des englischen Mega-Talents Jude Belligham auch intensiv mit dem BVB.

Thomas Meunier hingegen würde mit seinen 28 Jahren eher als Sofortverstärkung zählen. Einer mit Erfahrung, der im Sommer sogar ablösefrei wäre.

Doch die Frage, die man sich nicht nur beim BVB stellt: Welche Auswirkungen wird die Corona-Krise zumindest auf das kommende Transferfenster haben?

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Michael Zorc (57) blickt in eine ungewisse Zukunft.
Michael Zorc (57) blickt in eine ungewisse Zukunft.  © Bernd Thissen/dpa

Im konkreten Falle der Dortmunder ist eines auch Sportdirektor Michael Zorc klar: "Dieser Sommer wird unlustig", so der 57-Jährige gegenüber dem Kicker.

"Bei allen Klubs herrscht eine große Unsicherheit. Wir müssen erst einmal diese Krisensituation managen", weist er auf die derzeitige Ungewissheit hin.

Transfers müssen da in den nächsten Wochen und Monaten hintanstehen. 

Selbst der "Null-Tarif-Wechsel" von Meunier wird plötzlich wieder zur Hängepartie. Und das, obwohl der Wechsel wohl schon so gut wie in trockenen Tüchern gewesen ist.

Zorc baut schon einmal vor, nimmt allen, die spektakuläre Verpflichtungen im Sommer erwarten, schon einmal den Wind aus den Segeln: "Drei Transfers in drei Tagen wird es in diesem Jahr nicht geben."

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Auch Mainz-Sportdirektor Rouven Schröder (44) sind in der Kaderplanung aktuell die Hände gebunden.
Auch Mainz-Sportdirektor Rouven Schröder (44) sind in der Kaderplanung aktuell die Hände gebunden.  © Timm Schamberger/dpa

Und nicht nur Zorc sieht das Ganze so. Auch der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder blies schon ins selbe Horn: "Wir haben aktuell keine Möglichkeit zu sehen, wie unser Budget für die kommende Saison aussieht und wie es weitergeht. Das tut uns ins der Planung sehr weh."

Aktuell könne man "keine Verträge verlängern und keine neuen Spieler verpflichten", konstatierte er am Freitag im Kicker.

Auch wenn es beispielsweise dem FC Bayern finanziell deutlich besser geht als dem Rest der Liga. 

Ob das viel zitierte Festgeldkonto im Sommer für Transfervolumina im dreistelligen Millionenbereich für Spieler wie Kai Havertz und/oder Leroy Sane tatsächlich noch ausgelegt ist, dürfte ebenfalls nicht in Stein gemeißelt sein.

Fakt ist: Corona hat auch den Fußball im Schwitzkasten. Ob und wie er sich lösen kann, wird sich zeigen.

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Titelfoto: Bruno Fahy/BELGA/dpa ; Bernd Thissen/dpa

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