BVB mit starker Reaktion bei RB Leipzig nach "Spannungsabfall": Hummels zaubert!

Dortmund/Leipzig - Das war die erhoffte Reaktion! Borussia Dortmund zeigte beim 2:0-Auswärtssieg im direkten Duell um Platz zwei mit RB Leipzig eine starke Leistung.

Julian Brandt (r.) zeigte sich auch nach dem Sieg bei RB Leipzig selbstkritisch.
Julian Brandt (r.) zeigte sich auch nach dem Sieg bei RB Leipzig selbstkritisch.  © Picture Point / Roger Petzsche

Damit war nach den schwachen Auftritten gegen den 1. FSV Mainz 05 (0:2) und Fortuna Düsseldorf (1:0) nicht zu rechnen gewesen.

Hoffen durfte man auf eine andere Einstellung im Spitzenspiel um die Vizemeisterschaft, mehr aber auch nicht. Es wurde jedoch mehr. 

Warum die letzten Partien aus BVB-Sicht so enttäuschend verliefen, erklärte der gegen RB groß aufspielende Mats Hummels nach der Begegnung am "Sky"-Mikrofon: "Wir hatten am Mittwoch schon einen Spannungsabfall, nachdem seit Dienstag klar war, dass wir gar keine Chance mehr auf den ersten Platz haben."

Nun habe sich die Mannschaft aber wieder gefangen: "Wir wollten heute eine Reaktion zeigen, das haben wir gemacht. Wir haben ein absolutes Top-Spiel hingelegt, einen der besten Auftritte der Saison."

Daran hatte der Dortmunder Abwehrchef entscheidenden Anteil. So ließ er beispielsweise vor dem 1:0-Führungstor von Erling Haaland gleich drei Gegenspieler ins Leere laufen: "Dass ich Situationen versuche, spielerisch zu lösen, weiß man ja. Das geht auch manchmal schief, da muss ich dafür Kritik einstecken. Wenn es gut geht, gibt es Lob. 

Auch mit den letzten knapp sechs Monaten im Jahr 2020 ist der frühere deutsche Nationalspieler zufrieden: "Wir haben in der Hinrunde ziemlich viel liegen lassen, aber unsere Rückrunde ist ziemlich beeindruckend. Bayern hat einfach eine noch bessere gespielt." 

Titel als Ziel: BVB-Star Mats Hummels will in der neuen Saison "einen nach oben rutschen"

Mats Hummels (r.) verdammte nicht nur Deutschlands Nationalstürmer zur Wirkungslosigkeit, er leitete auch noch den BVB-Führungstreffer brasilianisch vor.
Mats Hummels (r.) verdammte nicht nur Deutschlands Nationalstürmer zur Wirkungslosigkeit, er leitete auch noch den BVB-Führungstreffer brasilianisch vor.  © Jens Meyer/AP-Pool/dpa

Er blickte auch schon auf die Saison 2020/21 voraus und setzte sich und dem Verein ambitionierte Ziele: "Einen nach oben rutschen und in den Pokalwettbewerben länger dabei sein. Der Titel muss immer das Ziel sein, wenn man so eine Mannschaft hat."

Das ist mal eine Ansage! Dieser mochte sich der zurückhaltende Julian Brandt, der sich deutlich formverbessert präsentiert hatte, nicht anschließen.

Stattdessen analysierte er das Spiel nüchtern: "In der ersten Halbzeit waren wir durchaus überlegen. In der zweiten haben wir ganz gut angefangen, aber dann auf einmal dem Druck von Leipzig nicht richtig Stand halten können, dann viele Fehler gemacht. Da sind sie noch mal gekommen."

Mit den Auftritten zuvor war der aktuelle deutsche Nationalspieler überhaupt nicht zufrieden: "Die letzten Spiele waren definitiv nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Das fing schon in Paderborn an, in Düsseldorf war es auch nicht besser und gegen Mainz vor allem. Da wollten wir eine Reaktion zeigen und zumindest den zweiten Platz sichern, das ist uns gelungen."

Nach der spielerisch und defensivstarken Leistung war dieser Erfolg am Ende auch verdient und ist es über die gesamte Saison gesehen ebenfalls. Nun freuen sich die Spieler auf die wohlverdiente Sommerpause. Brandt ist über diese "froh": "Körperlich ist das eine, aber mental, nicht nur für uns Fußballer." 

Titelfoto: Jens Meyer/AP-Pool/dpa

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