BVB nach Malen-Transfer noch nicht fertig? Kehl über Zugänge, Abgänge und die Sancho-Millionen

Dortmund - Es soll wieder Edelmetall in den Trophäenschrank - und dafür rüstet sich der amtierende DFB-Pokal-Sieger Borussia Dortmund für die kommende Spielzeit. Der Leiter der Lizenzspielerabteilung, Sebastian Kehl (41), bezieht nun Stellung. Was passiert noch beim BVB?

Donyell Malen (22, l.) neben BVB-Coach Marco Rose (44, r.).
Donyell Malen (22, l.) neben BVB-Coach Marco Rose (44, r.).  © David Inderlied/dpa

Knapp 30 Millionen Euro hat man auf das Konto von PSV Eindhoven investiert. Donyell Malen (22) soll (zumindest in Ansätzen) den 85-Millionen-Abgang Jadon Sancho (21) egalisieren.

Ob die Borussia trotz der für deutsche Klubs zu Corona-Zeiten stattlichen Ablösesumme noch einmal auf dem Transfermarkt tätig wird, ließ Sebastian Kehl nun offen.

Gegenüber der Bild verriet er, dass es zwar keine exorbitanten Ausgaben mehr geben werde, es jedoch sowohl auf der Zugangs- als auch der Abgangsseite noch etwas passieren könne.

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Gerade die Innenverteidigerposition rückt dabei immer wieder in den Fokus. Man warte ab, so Kehl, wie sich die "Personalsituation entwickelt" und fügte an: "Wir beobachten den Markt und sind auf alle Szenarien vorbereitet."

Tatsächlich ist es trotz des Sancho-Wechsels zu Manchester United eher die Defensive, die Kopfzerbrechen bereiten könne. Das weiß der 41-Jährige nur zu gut.

"Dan-Axel Zagadou und Soumaïla Coulibaly könnten im Herbst zurückkommen, Emre Can ist jetzt wieder da. Wir müssen schauen, wie weit Mats Hummels ist." Scheinbar zu viel Konjunktiv bei den Schwarz-Gelben.

Merih Demiral von Juventus Turin zu Borussia Dortmund? Für Sebastian Kehl nicht stemmbar - "Stand jetzt"

Leistet sich der BVB mit Merih Demiral (23) doch noch einen teuren Neuzugang?
Leistet sich der BVB mit Merih Demiral (23) doch noch einen teuren Neuzugang?  © Marco Alpozzi/Lapresse via ZUMA Press/dpa

Ein Name der schon häufiger fiel, ist der des Türken Merih Demiral (23) von Juventus Turin.

Der hoch veranlagte Innenverteidiger könnte ein Baustein sein, um den FC Bayern München vielleicht in dieser Bundesliga-Saison entscheidend zu stören.

Der BVB soll ein Angebot vorbereiten, hieß es zuletzt.

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Doch 40 Millionen Euro sind ein Haufen Geld. Ein zu großer Haufen?

Kehl werde zwar "keine Namen kommentieren, aber einen Transfer in dieser Größenordnung werden wir in diesem Jahr – Stand jetzt – nicht mehr stemmen".

Ein Demiral-Veto klingt irgendwie anders. Bei der Hintertür "Stand jetzt" dürfte bei eingefleischten Bundesliga-Fans spätestens seit Niko Kovač (49) alle Alarmglocken klingen. Der Ex-Bayern-Coach versicherte einst den Verbleib bei Eintracht Frankfurt mit dem Zusatz "Stand jetzt". Wenige Wochen später wurde sein Wechsel zum Rekordmeister bekannt.

Abgangskandidaten gibt es zudem nach wie vor. Bereits erwähnter Dan-Axel Zagadou (22) hat nur noch ein Jahr Vertrag. Von Verkauf in diesem Jahr, über ablösefreier Wechsel im kommenden Sommer und Vertragsverlängerung scheint alles offen.

Erling Haaland soll bleiben, 85-Millionen-Paket für Jadon Sancho klingt süßer als es ist

Sebastian Kehl (41) lässt sich auf dem Transfermarkt noch einiges offen. Was passiert noch bei der Borussia aus Dortmund?
Sebastian Kehl (41) lässt sich auf dem Transfermarkt noch einiges offen. Was passiert noch bei der Borussia aus Dortmund?  © Andreas Gebert/Reuters/Pool/dpa

Jedoch könnte aufgrund seiner Verletzung ein Verkauf in diesem Sommer am unwahrscheinlichsten sein.

Auch Gerüchte um Julian Brandt (25) lassen nicht unbedingt nach. Sollte ein passendes Angebot eintrudeln, würde man sich mit Sicherheit damit beschäftigen.

EM-Teilnehmer Thomas Meunier (29) ist nach seiner Debütsaison nicht unumstritten.

Unumstritten ist hingegen Erling Haaland (21). Hier wird man vonseiten der Klubbosse nicht müde zu erwähnen, dass ein Wechsel in diesem Sommer nicht infrage komme. "Wir haben uns klar positioniert und mehrfach betont, dass wir Erling in diesem Sommer nicht verkaufen", so Kehl.

Im Hinblick auf die Sancho-Millionen äußerte sich Kehl zudem recht ernüchternd. Die Ablöse klinge zwar "immer sehr plakativ, aber das ist ja bei Weitem nicht die Summe, die bei uns hängen bleibt".

Neben Verbindlichkeiten müssen dazu auch noch Corona-Löcher gestopft werden.

Dennoch: Der BVB und der Transfersommer 2021 - es scheint noch alles möglich.

Titelfoto: Marco Alpozzi/Lapresse via ZUMA Press/dpa, Andreas Gebert/Reuters/Pool/dpa

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