BVB-Neuzugang Meunier tritt erneut nach: Eskaliert nun der Streit mit PSG?

Dortmund - Thomas Meunier (28), Neuzugang von Borussia Dortmund, und der französische Serienmeister Paris Saint-Germain: Diese Ehe endet mehr und mehr in einer schmutzigen Schlammschlacht.

Thomas Meunier (28, 2.v.r.) spielte vier Jahre bei Paris Saint-Germain. Sein Abschied aus der Stadt der Liebe ist wenig geräuschlos.
Thomas Meunier (28, 2.v.r.) spielte vier Jahre bei Paris Saint-Germain. Sein Abschied aus der Stadt der Liebe ist wenig geräuschlos.  © Bruno Fahy/BELGA/dpa

"Selbst wenn wir im Viertelfinale ausscheiden sollten: Ich möchte bei der Gruppe sein, meine letzten Momente so intensiv wie möglich erleben und mit PSG in der Champions League und den beiden Cups spielen."

Das sollen die Worte des Belgiers gegenüber dem PSG-Sportdirektor Leonardo (50) gewesen sein.

Doch es kam anders. Während der Sportchef intern davon sprach, eine "Lösung zu finden", erfuhr Meunier über die Presse von seiner Ausbootung und allen voran, dass er selber derjenige gewesen sei, der seinen Vertrag nicht verlängern wollen würde. 

Das bekräftigte er nun gegenüber dem belgischen TV-Sender "RTBF".

Für den Außenverteidiger ein Schlag ins Gesicht. "Das war etwas undankbar in Sachen Kommunikation."

Meunier selbst wäre "in Dortmund zusammen mit meinem Berater fast auf die Knie gegangen, um die Zustimmung zu bekommen, die Saison in der Champions League mit PSG zu beenden."

Meunier nennt PSG-Sportdirektor Leonardo "feige"

Inzwischen ist er beim BVB und freut sich auf die neue Herausforderung bei der Borussia.
Inzwischen ist er beim BVB und freut sich auf die neue Herausforderung bei der Borussia.  © Alexandre Simoes/BVB/Borussia Dortmund/dpa

Doch für Leonardo war die Sache abgehakt. 

Er schob dem Spieler den schwarzen Peter zu: "Die Tatsache, dass Paris und Dortmund keine Einigung erzielt haben, bedeutete nicht, dass ich die Verlängerung ablehnte", so der 40-fache belgische Nationalkicker.

Dann eskalierte die Situation. Das Management des 28-Jährigen bekam in der Folge Post vom Anwalt, in welcher stand, dass dem Spieler jeglicher Umgang mit seinen Teamkameraden untersagt sei und das Trainingsgelände ihm nicht mehr zur Verfügung stünde. "Ich musste meine Koffer packen!"

Für den Spieler selbst, der nach eigener Aussage nicht einen Anruf bekam, ein Unding. Vielmehr wurde er kalt erwischt: "Das fand ich unglaublich. Mein Berater rief mich an und erzählte mir, dass er eine E-Mail aus Paris erhalten hat. Ziemlich feige."

Das Tischtuch zwischen dem Spieler und PSG, zumindest aber zwischen Meunier und Leonardo scheint unwideruflich zerschnitten.

Die Enttäuschung über sein Aus in der Stadt der Liebe ist indes wohl noch immer nicht verdaut.

Am Montag geht es für den schwarz-gelben Neuzugang dann mit dem BVB erst einmal ins Trainingslager nach Bad Ragaz. Vielleicht kommt der Belgier ja in der Schweiz auf andere Gedanken. 

Titelfoto: Bruno Fahy/BELGA/dpa ; Alexandre Simoes/BVB/Borussia Dortmund/dpa

Mehr zum Thema Borussia Dortmund:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0