BVB-Pleite in Augsburg zu schlechtem Zeitpunkt: Top-Duell mit dem FC Bayern steht an!

Augsburg - Diese Niederlage kam überraschend! Borussia Dortmund verlor am Samstag mit 0:2 beim FC Augsburg, weil man bei dem kampfstarken, disziplinierten und effektiven Gegner keine kreativen Lösungen in der Offensive fand.

Erling Haaland (20) blieb gegen den FC Augsburg wirkungslos. Das soll und muss sich gegen den FC Bayern München ändern, wenn der BVB eine Chance haben will.
Erling Haaland (20) blieb gegen den FC Augsburg wirkungslos. Das soll und muss sich gegen den FC Bayern München ändern, wenn der BVB eine Chance haben will.  © Matthias Balk/dpa

Das sah auch BVB-Coach Lucien Favre so, der sich über die vermeidbare Pleite ärgerte: "Wir sind sehr enttäuscht. Es ist schwer, diese Niederlage zu akzeptieren. Wir haben das Spiel fast komplett dominiert, wir hatten fast 80 Prozent Ballbesitz, aber manchmal bringt das nicht viel."

Eine Erklärung lieferte der Schweizer Trainer gleich mit. Man sei "nicht präzise" genug gewesen und habe "überhastet gespielt". Beides traf zu. 

Denn Dortmunds Ansatz war offenbar nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für die Akteure auf dem Rasen ermüdend, die die Geduld verloren.

Denn mit ihren Mitteln und dem ständigen Ballgeschiebe kamen sie gegen den hervorragend eingestellten FCA nicht durch. Die fehlende Genauigkeit und das wenig eingebundene Flügelspiel führten dann dazu, dass die Borussia nur wenige echte Torchancen hatte.

Diese wurden allesamt vom stark aufgelegten FCA-Keeper Rafal Gikiewicz vereitelt. Dazu konterten die Fuggerstädter - angetrieben vom überragenden Ex-Schalker Daniel Caligiuri - immer wieder gefährlich und zwangen die Dortmunder zur defensiven Wachsamkeit.

Denn Fehler bestraften die Augsburger eiskalt, weshalb die BVB-Pleite nicht einmal unverdient war. Die Hausherren agierten nämlich als echte Einheit, liefen und kämpften füreinander, pushten sich lautstark und haben in dieser Saison auch eine individuelle Klasse, die offenbar selbst für Top-Teams, die keinen guten Tag erwischen, gefährlich ist.

Borussia Dortmund trifft am Mittwoch im Supercup-Finale auf den FC Bayern München

BVB-Coach Lucien Favre (62) muss seine Mannschaft nach der bitteren Niederlage vor dem Duell mit dem FC Bayern München wieder aufrichten.
BVB-Coach Lucien Favre (62) muss seine Mannschaft nach der bitteren Niederlage vor dem Duell mit dem FC Bayern München wieder aufrichten.  © Matthias Balk/dpa

Aus Dortmunder Sicht kommt die Pleite so kurz nach dem geglückten Saisonstart (3:0 gegen Borussia Mönchengladbach in der Liga und 5:0 im DFB-Pokal gegen den MSV Duisburg) zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Schließlich steht bereits am Mittwoch (20.30 Uhr) das Supercup-Finale gegen den FC Bayern München an.

Hier kommt es für die vielen jungen Spieler nun zu einer echten Feuertaufe mit der aktuell besten Mannschaft der Welt. 

Der BVB muss und will beweisen, dass er mit dem Team von Trainer Hansi Flick mithalten kann. Dafür muss allerdings eine klare Leistungssteigerung her, ansonsten wird man keine Chance gegen eine so außergewöhnliche Truppe haben.

Gelingt es Favre und seiner Mannschaft allerdings, die Niederlage abzuschütteln und schnell aus ihr zu lernen, dann könnte es durchaus ein interessantes Duell der beiden besten deutschen Teams der Vorsaison werden.

Denn erreichen hoch veranlagte Akteure wie Erling Haaland (20), Jadon Sancho (20), Giovanni Reyna (17) und Jude Bellingham (17) ihre Top-Form, dann werden sie auch den Münchnern, die eine englische Woche nach der anderen haben, einige Probleme bereiten.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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