BVB quält sich gegen Zenit zum Sieg: Sancho und Haaland erlösen Dortmund!

Dortmund - Der BVB quälte sich zum wichtigen Heimsieg! Borussia Dortmund bezwang Zenit St. Petersburg am 2. Spieltag der Champions-League-Gruppenphase dank Jadon Sanchos Elfmetertor (78. Minute) und Erling Haalands Treffer (90.+1) letztlich verdient mit 2:0 (0:0). Der Auftritt der Schwarz-Gelben ließ dennoch viele Wünsche offen.

BVB-Coach Lucien Favre (62) forderte seine Elf von draußen immer wieder auf, über die Außen zu spielen. Die Spieler konnten diese Vorgabe aber nicht umsetzen.
BVB-Coach Lucien Favre (62) forderte seine Elf von draußen immer wieder auf, über die Außen zu spielen. Die Spieler konnten diese Vorgabe aber nicht umsetzen.  © Bernd Thissen/dpa

Die Begegnung kam nur sehr schleppend in Fahrt. Zenit stand hinten sicher und rührte Beton an, den der BVB bis zur 15. Minute nicht aufbrechen konnte.

Dann jedoch legte Erling Haaland den Ball klasse ab, Giovanni Reyna kam deshalb frei aus 17 Metern zentraler Position zum Schuss, verfehlte das von Mikhail Kerzhakov gehütete Gehäuse aber um wenige Zentimeter und verpasste den Führungstreffer! 

Ansonsten musste Kerzhakov nur noch bei einem Freistoß von Marco Reus aus 20 Metern und einem Schuss des BVB-Kapitäns aus spitzem Winkel eingreifen und diese ablenken (26./39.). 

Bis auf diese beiden Situationen fehlte dem Dortmunder Offensivspiel jedoch das Tempo, die Präzision und auch die Kreativität, weshalb sich eine äußerst zähe und langweilige Partie entwickelte.

Regelmäßig wollten die Schwarz-Gelben sich mit Doppelpässen durch die Mitte kombinieren, machten dabei aber oft einen Schlenker zu viel gegen die routinierte St. Petersburger Abwehrreihe. 

Borussen-Coach Lucien Favre rief von außen hörbar rein, dass mehr über die Flügel gespielt werden solle. Doch seine Elf konnte die Vorgabe auch weiterhin nicht umsetzen und agierte viel zu kompliziert.

Anfangself von Borussia Dortmund gegen Zenit St. Petersburg

Zenit St. Petersburgs Startformation gegen Borussia Dortmund

Borussia Dortmund und Zenit St. Petersburg sorgen für große Langeweile

BVB-Sechser Axel Witsel (r.), hier im Duell mit Wendel, konnte gegen seinen Ex-Klub keine entscheidenden Akzente setzen.
BVB-Sechser Axel Witsel (r.), hier im Duell mit Wendel, konnte gegen seinen Ex-Klub keine entscheidenden Akzente setzen.  © Bernd Thissen/dpa

Auf der anderen Seite tat sich aber auch nicht viel. Zenit hatte erst in der 35. Minute die erste Möglichkeit, als Roman Bürki sich verschätzte und Sebastian Driussi zum Kopfball kam, aber zu hoch zielte. 

Danach prallten die beiden zusammen, konnten aber wenige Sekunden später weiterspielen.

Kurz vor der Pause hatte Haaland dann nach starkem Pass von Jadon Sancho die erste Gelegenheit, schoss freistehend aber zwei Meter am langen Eck vorbei (42.).

Das war die letzte nennenswerte Szene in diesem schwachen Durchgang. Es ging zu Recht mit einem torlosen Remis in die Kabinen. Am tristen Bild änderte sich auch im zweiten Abschnitt zunächst nichts.

St. Petersburg wollte sich den einen Punkt aber auch nur ermauern und sorgte so entscheidend mit dafür, dass es eine unansehnliche, mitunter gar quälend anzusehende Begegnung war.

Jadon Sancho brach mit seinem Elfmetertor den Bann. Damit brachte er Borussia Dortmund auf die Siegerstraße.
Jadon Sancho brach mit seinem Elfmetertor den Bann. Damit brachte er Borussia Dortmund auf die Siegerstraße.  © Martin Meissner/POOL AP/dpa

Jadon Sancho und Erling Haaland erlösen Borussia Dortmund gegen Zenit St. Petersburg

Zenits Verteidiger Vyacheslav Karavaev (r.) riss den eingewechselten Thorgan Hazard zu Boden - Elfmeter!
Zenits Verteidiger Vyacheslav Karavaev (r.) riss den eingewechselten Thorgan Hazard zu Boden - Elfmeter!  © Bernd Thissen/dpa

Erst in der 66. Minute hatte Dortmund den nächsten Abschluss - bezeichnenderweise aus der Distanz. Mahmoud Dahoud zog ab, aber Kerzhakov war zur Stelle und fischte die Kugel aus der linken Ecke.

Davon abgesehen hatte diese Partie mit Champions-League-Niveau aber rein gar nichts zu tun.

Bis Zenit mithalf. Vyacheslav Karavaev zog den eingewechselten Thorgan Hazard völlig unnötig im Strafraum zu Boden, weshalb es völlig zu Recht Elfmeter für die Hausherren gab (77.). Diesen verwandelte Sancho zum 1:0 für Dortmund und brach endlich den Bann (78.)!

In der Nachspielzeit erhöhte Haaland dann noch auf 2:0 (90.+1). Bürki schlug das Leder lang nach vorne, der neu gekommene Jude Bellingham verlängerte in den Lauf des norwegischen Nationalstürmers, der schneller als Yaroslav Rakitsky sowie Dejan Lovren war und frei vor Kerzhakov die Nerven vehielt.

Dabei blieb es am Ende. Für den BVB geht es am Samstag (15.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld weiter, während Zenit am Sonntag (12 Uhr) beim FK Chimki antritt.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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