BVB-Coach Favre zu Rudelbildung bei Gladbach: "Wir müssen die Nerven kontrollieren"!

Mönchengladbach -  Kein Spektakel, sondern ein Kampfspiel! Borussia Dortmund rang Borussia Mönchengladbach mit 2:1 (1:0) nieder und demonstrierte dabei neue Qualitäten. 

Mats Hummels (r.) konnte den 1:1-Ausgleich von Lars Stindl auch nicht verhindern.
Mats Hummels (r.) konnte den 1:1-Ausgleich von Lars Stindl auch nicht verhindern.  © dpa/Bernd Thissen

Mats Hummels sagte dazu am Mikrofon bei Sky: "Wir haben einfach eine andere Herangehensweise." 

Das stimmt. Denn dieses enge Spiel hätte Dortmund in einer anderen Phase der Saison vielleicht noch verloren. Doch nun habe die Mannschaft einen "Spirit" entwickelt, den man sich hart erarbeitet habe.

"Zu dem Emre und Erling viel beitragen", sagte der BVB-Abwehrchef. "Jetzt haben wir die richtige Balance aus Künstlern und Arbeitern - oder Leuten, die beides können", wie Hummels verdeutlichte.

Obwohl Haaland diesmal nicht traf, lobte ihn sein erfahrener Mitspieler: "Er hat wie immer alles gegeben für die Mannschaft."

Sein Coach Lucien Favre, früher gut viereinhalb Jahre Coach bei den Fohlen, rannte einmal zum Schlichten auf den Platz und sagte zu der Rudelbildung in der 76. Minute: "Es bringt nichts, sich so zu ärgern. Wir müssen die Nerven kontrollieren."

Doch davon abgesehen machte er seiner Mannschaft ein großes Kompliment, denn es sei ein "sehr schweres Spiel" gewesen. "Gladbach ist sehr gut und sehr gefährlich. Wir haben das Spiel ziemlich gut kontrolliert."

Yann Sommer verhinderte Thorgan Hazards "vielleicht erstes Tor mit dem Kopf"

Thorgan Hazard (vorne-links) schoss den BVB gegen seinen Ex-Klub mit 1:0 in Führung.
Thorgan Hazard (vorne-links) schoss den BVB gegen seinen Ex-Klub mit 1:0 in Führung.  © dpa/Marcel Kusch

Das sagte auch der frühere Gladbacher Thorgan Hazard: "Gladbach ist sehr gut in dieser Saison. Es ist immer schwer hier zu gewinnen. Manchmal musst du einfach viel arbeiten. Heute war das so."

Der belgische Nationalspieler ärgerte sich über die grandiose Parade von BMG-Keeper Yann Sommer, der "vielleicht das erste Tor in meinem Leben mit dem Kopf" verhindert habe.

Nicht so angetan war der Trainer von der ersten Halbzeit, die er "nicht so gut" fand. 

Gladbachs Trainer Marco Rose meinte sogar: "Wir haben Dortmund klar bestimmt. Wir waren richtig stark in der ersten Halbzeit."

Zweifelsfrei war sein Team gut, aber klare Torchancen blieben auch hier bis auf wenige Ausnahmen Mangelware. 

Deshalb gab Rose auch zu: "Es gibt entscheidende Momente in dem Spiel, die Dortmund mit den zwei Toren dann für sich entschieden hat."

Mats Hummels: "Ich bin ein Kämpfer"!

BVB-Coach Lucien Favre war nach dem "sehr schwer" erkämpften Sieg erleichtert.
BVB-Coach Lucien Favre war nach dem "sehr schwer" erkämpften Sieg erleichtert.  © dpa/Marcel Kusch

Seiner Elf fehle noch ein Tick, um die großen Teams zu schlagen. Er schlussfolgerte: "Wir haben uns hier heute mehr gewünscht und sind deshalb schwer enttäuscht."

Favre hingegen lobte seine Mannen: "Nach dem 1:1 haben wir mit Tempo und viel Ballbesitz gespielt. Man habe "richtig gut gespielt und Torchancen kreiert."

Deshalb war der Schweizer sichtlich erleichtert, dass der BVB am Ende mit drei Punkten nach Hause fuhr: "Es war sehr wichtig hier zu gewinnen. Es war sehr, sehr schwer, aber verdient.

Das war es in der Tat. Denn die Begegnung war überraschend oft von Nickligkeiten und Fouls geprägt. Insgesamt gab es satte zehn Gelbe Karten! 

Angesprochen auf diesen nickligen Spielverlauf sagte Hummels: "Ich bin ein Kämpfer, spiele aber auch gerne Fußball. Hauptaufgabe ist immer, Zweikämpfe zu gewinnen."

Auch verbal sendete er eine Spitze in Richtung München: "Wir müssen die nächsten drei Spiele gewinnen." Man wolle im Heimspiel gegen Bayern am 4. April angreifen.

Da war ordentlich Feuer drinnen. 
Da war ordentlich Feuer drinnen.   © Bernd Thissen/dpa

Titelfoto: dpa/Marcel Kusch

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