BVB-Spieler protestieren gegen Rassismus und den Mord an George Floyd!

Dortmund - Sie setzten gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus, Vorurteile und den Mord an George Floyd! Die Spieler von Borussia Dortmund und Hertha BSC (1:0) knieten aus Protest vor der Partie zusammen.

Vor der Partie knieten die Spieler vom BVB und Hertha BSC aus Protest gegen Rassismus und den Mord an George Floyd gemeinsam.
Vor der Partie knieten die Spieler vom BVB und Hertha BSC aus Protest gegen Rassismus und den Mord an George Floyd gemeinsam.  © Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa

Die Schwarz-Gelben trugen beim Aufwärmen zudem noch T-Shirts mit der Aufschrift: "Black, White, Yellow" und "Red". 

Diese Begriffe waren allesamt durchgestrichen. Ein Zeichen dafür, dass die Hautfarbe einer Person überhaupt keine Rolle spielt. 

Das verdeutlicht auch das Wort, das als einziges nicht durchgestrichen ist: "Human" (Mensch).

Auf einem weiteren Shirt, das unter anderem Thorgan Hazard trug, prangte in weißen Lettern auf schwarzem Grund: "United Together" (zusammen vereint).

Dieses Gemeinschaftsgefühl und dieser Teamspirit waren auch in dem umkämpften Spiel zu sehen und anschließend bei den Interviews. 

Denn dort sagte Emre Can am "Sky"-Mikrofon über seinen Coach Lucien Favre, der immer wieder in der Kritik steht: "Er ist ein großartiger Trainer. Er passt zu 100 Prozent hier zum BVB."

Favre wird bekanntlich regelmäßig mit Argusaugen beäugt, vieles wird negativ gesehen. Ist er also die ideale Trainerbesetzung für Dortmund? Für Can stellt sich diese Frage gar nicht erst: "Ich hoffe, dass ich noch mehrere Jahre mit ihm arbeiten kann", so der deutsche Nationalspieler.

Borussia Dortmunds Spieler zeigten klare Kante

Die BVB-Spieler mit Protest gegen den Tod von George Floyd und Rassismus: Die Worte "Black, White, Yellow" und "Red" sind durchgestrichen. Das Wort "Human" (Mensch) steht als Schlussfolgerung da. Auf dem Shirt von Thorgan Hazard (M.) steht noch "United Together" (zusammen vereint).
Die BVB-Spieler mit Protest gegen den Tod von George Floyd und Rassismus: Die Worte "Black, White, Yellow" und "Red" sind durchgestrichen. Das Wort "Human" (Mensch) steht als Schlussfolgerung da. Auf dem Shirt von Thorgan Hazard (M.) steht noch "United Together" (zusammen vereint).  © Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa

Borussia Dortmund hat die Champions-League-Qualifikation fast sicher

BVB-Coach Lucien Favre wurde von Emre Can gelobt.
BVB-Coach Lucien Favre wurde von Emre Can gelobt.  © Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa

Der Winterneuzugang von Juventus Turin verdeutlichte, wie erfolgreich die Borussia in der Rückrunde in der Bundesliga spielt. 

Das überraschende Pokalaus beim SV Werder Bremen und das unnötige Ausscheiden in der Champions League gegen den FC Paris Saint-Germain verschwieg er aber.

Dennoch hat Can im Kern recht. Denn Dortmund holte in diesem Jahr 33 von 39 möglichen Punkten, verlor nur gegen den FC Bayern München (0:1) und bei Bayer 04 Leverkusen (3:4).

Davon abgesehen wurden alle Spiele gewonnen - auch jenes gegen Hertha. 

Hierfür wird der BVB mit Sicherheit keinen Schönheitspreis bekommen, doch wo das Team in der Hinrunde vielleicht noch größere Probleme bekommen- und nicht gewonnen hätte, war eine neue Reife zu erkennen.

Die Schwarz-Gelben hielten, ohne den gesperrten Abwehrchef Mats Hummels, aber angeführt von Can, die Null und ließen defensiv gegen durchaus gut aufgelegte Berliner fast nichts zu.

So kassierte die "Alte Dame" gegen den BVB die erste Niederlage unter Neu-Coach Bruno Labbadia, war aber ein harter Prüfstein für Dortmund, das aber stolz auf den Arbeitssieg und den abgesicherten zweiten Platz sein konnte. Denn die Borussia hat nun sieben Punkte Vorsprung bei nur noch vier auszutragenden Begegnungen auf Platz fünf. Die vorzeitige Champions-League-Qualifikation ist also greifbar nah!

Titelfoto: Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa

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