BVB-Star Jude Bellingham droht Ärger: Polizei bestätigt Anzeige

Dortmund - Bei der Anzeige eines Schiedsrichter-Beobachters gegen Jude Bellingham (18) von Borussia Dortmund und den früheren Spitzenschiedsrichter Manuel Gräfe (48) handelt es sich dessen Aussagen zufolge um eine private Aktion.

Jude Bellingham (18, r.) war nach der Pleite gegen den FC Bayern München unzufrieden mit der Leistung des Schiedsrichtergespanns.
Jude Bellingham (18, r.) war nach der Pleite gegen den FC Bayern München unzufrieden mit der Leistung des Schiedsrichtergespanns.  © Bernd Thissen/dpa

Die Dortmunder Polizei bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Montag den Eingang der Anzeige, sie sei zur Prüfung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden.

Das 18-jährige Riesentalent hatte nach der 2:3-Niederlage des BVB am Samstag im Topspiel gegen Spitzenreiter FC Bayern München harsche Kritik an Schiedsrichter Felix Zwayer (40) geübt.

Marco Haase (50) erstattete Berichten des Spiegel und des Portals az-online.de zufolge als Privatperson Anzeige in Dortmund und Berlin.

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Der DFB besitzt davon bislang keine Kenntnis. Der Kontrollausschuss hat allerdings ein Ermittlungsverfahren gegen Bellingham eingeleitet. Er wurde zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert, teilte der Verband am Montag mit.

Konkret gehe es um den Satz: "Du gibst einem Schiedsrichter, der schon vorher mal Spiele geschoben hat, das größte Spiel in Deutschland. Was erwartest du?"

Nach der Auswertung werde der Kontrollausschuss über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden.

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Manuel Gräfe soll Borussia-Dortmund-Star Jude Bellingham beeinflusst haben

Manuel Gräfe (48) während seines letzten Auftritts in der Bundesliga am 34. Spieltag der vergangenen Saison beim Spiel von Borussia Dortmund gegen Bayer 04 Leverkusen.
Manuel Gräfe (48) während seines letzten Auftritts in der Bundesliga am 34. Spieltag der vergangenen Saison beim Spiel von Borussia Dortmund gegen Bayer 04 Leverkusen.  © Friedemann Vogel/EPA-Pool/dpa

Der englische Nationalspieler hatte Zwayer unter anderem wegen des umstrittenen Handelfmeters, den Robert Lewandowski (33) zum Bayern-Sieg nutzte, verbal attackiert.

"Diese Aussagen treffen alle Unparteiischen bis zur Basis auf Kreisebene, die Woche für Woche unterwegs sind und dafür sorgen, dass der Spielbetrieb aufrechterhalten wird und es fair auf unseren Sportplätzen zugeht", sagte Haase az-online.de.

Gräfe kommentierte die Szene am Samstagabend in Dortmund für das ZDF. Sein erneut "genauso unterirdischer wie unsolidarischer Auftritt", würde den Verdacht laut Haase unterstützen.

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Der aus Altersgründen nicht mehr als Referee tätige Ex-Schiri hatte Zwayer aufgrund von dessen Verwicklungen in den 2005 aufgedeckten Wettskandal um Robert Hoyzer (42) kritisiert.

"Wer einmal Geld angenommen und Hoyzers Manipulation ein halbes Jahr verschwiegen hat, sollte keinen Profifußball pfeifen", hatte Gräfe vor Monaten im Zeit Magazin gesagt.

Aus Haases Sicht habe Bellingham auf dieser Grundlage sein Interview geführt, da der Edeltechniker "diese Äußerung aus Lebenserfahrung nicht getan haben kann".

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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