BVB-Streichliste: Dürfen diese vier Profis bei einem entsprechenden Angebot gehen?

Dortmund - Der Personaletat soll nach der Corona-Krise gekürzt werden! Borussia Dortmund will seinen Kader offenbar weiter ausmisten. Auf der aktuellen Streichliste stehen vier namhafte Profis. Der "Sport Bild" zufolge handelt es sich hierbei um Manuel Akanji, Nico Schulz, Mahmoud Dahoud und Thomas Delaney. 

Manuel Akanji (r.) soll Borussia Dortmund bei einem guten Angebot verlassen dürfen.
Manuel Akanji (r.) soll Borussia Dortmund bei einem guten Angebot verlassen dürfen.  © Uwe Anspach/dpa

Der BVB wolle seine Ausgaben für den Kader von jährlich 150 Millionen Euro auf 140 Millionen Euro herunterschrauben. Deshalb könnten auch diese Akteure, die regelmäßig spielten oder zumindest oft wichtige Alternativen waren, gehen.

Schulz, dessen jüngerer Bruder Gian-Luca ab der kommenden Saison ebenfalls Profi ist und in der 3. Liga für den FC Hansa Rostock spielen wird (TAG24 berichtete), konnte seine Qualitäten bei den Schwarz-Gelben auch aus Verletzungsgründen nicht unter Beweis stellen. 

Der gebürtige Berliner kam auf lediglich 18 Einsätzen (ein Tor) und spielte unter Trainer Lucien Favre nur eine untergeordnete Rolle. Der zehnfache deutsche Nationalspieler war erst im Sommer 2019 für 25 Millionen Euro von der TSG 1899 Hoffenheim geholt worden (TAG24 berichtete).

Nun werden ihm wohl keine Steine in den Weg gelegt, wenn sich ein Abnehmer für den pfeilschnellen Linksverteidiger findet.

Ebenfalls gehen kann wohl Akanji, der zwar zu 39 Einsätzen in der gerade zu Ende gegangenen Saison kam, aber immer wieder individuelle Aussetzer in sein Spiel einstreute, womit er die BVB-Fans phasenweise zur Verzweiflung brachte.

Manuel Akanji und Thomas Delaney dürften Borussia Dortmund wohl auch verlassen

Thomas Delaney werden angeblich auch keine Steine in den Weg gelegt.
Thomas Delaney werden angeblich auch keine Steine in den Weg gelegt.  © Bernd Thissen/dpa

Er war im Januar 2018 für 21,5 Millionen Euro Ablöse vom FC Basel nach Dortmund gekommen und hat seitdem 81 Partien für die Borussia absolviert. Dennoch ist auch der 22-fache schweizer Nationalspieler nicht (mehr) unumstritten.

Selbiges gilt für Thomas Delaney, der vor der Saison 2018/19 für 20 Millionen Euro vom SV Werder Bremen in den Ruhrpott gewechselt war. Der starke Zweikämpfer überzeugte eigentlich immer, wenn er eingesetzt wurde.

2019/20 hatte der 43-fache dänische Nationalspieler jedoch aus Verletzungsgründen nur 14 Mal auf dem Rasen gestanden. Für seine Position im zentralen Mittelfeld will Dortmund ohnehin das englische Supertalent Jude Bellingham holen (TAG24 berichtete), was seine zukünftigen Einsatzchancen weiter verschlechtert.

Zu guter Letzt kann sich wohl auch Delaneys Positionskonkurrent Mahmoud Dahoud auf die Suche nach einem neuen Klub machen. Das überrascht hingegen trotz seines zwischenzeitlichen Hochs in dieser Saison nicht.

Denn so herausragend seine Technik und sein Spielverständnis sind, die Konstanz des 22-fachen deutschen U21-Nationalspielers lässt auch im Alter von 24 Jahren noch immer zu wünschen übrig. Seit er im Sommer 2017 für zwölf Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach kam, stand er zwar 70 Mal für den BVB auf dem Feld, konnte sich aber nicht nachhaltig durchsetzen.

Mahmoud Dahoud konnte sich bei Borussia Dortmund nie nachhaltig durchsetzen

Mahmoud Dahoud (l.) und Nico Schulz stehen wohl ebenfalls auf der Streichliste von Borussia Dortmund.
Mahmoud Dahoud (l.) und Nico Schulz stehen wohl ebenfalls auf der Streichliste von Borussia Dortmund.  © Matthias Balk/Tom Weller/dpa

Deshalb wäre es nach drei Jahren nur folgerichtig, wenn er sich eine neue Herausforderung suchen würde. Denn an Emre Can, Axel Witsel, Julian Brandt und Bellingham kommt er auf Dauer wohl nicht mehr vorbei.

Neben diesen vier Spielern sollen vor allem die vielen Leihgaben endgültig abgegeben werden. André Schürrle, der Vorlagengeber des Weltmeistertores 2014, darf nach seiner durchwachsenen Leihe nach Russland zu Spartak Moskau laut der "Bild" für gerade mal zwei Millionen Euro wechseln.

Auch Marius Wolf (zurück nach Leihe zu Hertha BSC), Dzenis Burnic (zurück nach Leihe zu Dynamo Dresden), Felix Passlack (zurück nach Leihe zu Fortuna Sittard) und Sergi Gomez (kehrt am 21. Juli nach Leihe von der SD Huesca zurück) haben wohl keine Perspektive mehr in Dortmund. 

Jeremy Toljan, der bis Sommer 2021 an US Sassuolo Calcio nach Italien ausgeliehen wurde, ist schon dauerhaft weg. Die Italiener zogen nach dem erfolgreichen ersten Jahr die Kaufoption über fünf Millionen Euro. Auch Ömer Toprak ist nach Bremens Klassenerhalt für die festgeschriebene Ablöse von 3,5 Millionen Euro abgegeben worden. 

Dazu wurde der Vertrag von Mario Götze, also der eines Spitzenverdieners, bekanntlich nicht verlängert (TAG24 berichtete). Gleiches gilt für Ersatzkeeper Eric Oelschlägel. Wirklich weh tut nur der Verlust von Achraf Hakimi, den es zu Inter Mailand zog (TAG24 berichtete). Es wird sich wohl auch in den kommenden Wochen noch einiges im BVB-Kader tun.

Titelfoto: Matthias Balk/Tom Weller/dpa

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