BVB sucht Verstärkung für die ausgedünnte Verteidigung! Kommt ungarische EM-Stammkraft?

Dortmund - Der BVB soll bereits ein schriftliches Gebot in Höhe von zwölf Millionen Euro abgegeben haben! Borussia Dortmund hat laut einem Medienbericht Interesse an Attila Szalai (23) von Fenerbahce Istanbul.

Der ungarische Innenverteidiger Attila Szalai (23, 2.v.r.) war bei der EM unumstrittener Stammspieler und Leistungsträger. Hier versucht er, Frankreichs Superstar Kylian Mbappe (22, 3.v.l.) am Schuss zu hindern.
Der ungarische Innenverteidiger Attila Szalai (23, 2.v.r.) war bei der EM unumstrittener Stammspieler und Leistungsträger. Hier versucht er, Frankreichs Superstar Kylian Mbappe (22, 3.v.l.) am Schuss zu hindern.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Einem Artikel des türkischen Nachrichtensenders "TGRT Haber" zufolge sei der ungarische Innenverteidiger durch seine starken Auftritte bei der Europameisterschaft in den Fokus der Schwarz-Gelben gerückt.

Das erste Angebot habe Fener aber abgelehnt. Der Traditionsverein, bei dem unter anderem Mesut Özil (32), Serdar Dursun (29) und Luiz Gustavo (34) spielen, will Szalai für nicht weniger als 20 Millionen Euro ziehen lassen und lehne alle Angebote unter dieser Summe ab, heißt es.

Damit verlangt Fener den zehnfachen Betrag für die 1,92 Meter große Abwehrkante als man vor knapp sieben Monaten selbst bezahlt hat. Erst im Januar 2021 verpflichtete man den Defensivspezialisten von Apollon Limassol (Zypern) für vergleichsweise schmale zwei Millionen Euro.

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In Istanbul avancierte er dann auf Anhieb zum Stammspieler und Leistungsträger, kam in 22 Einsätzen zudem noch auf drei Tore. Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass Fenerbahce Szalai gerne behalten würde.

Doch bei der EM deutete er an, dass er mittlerweile schon reif für eine große Liga sein könnte.

Attila Szalai spielte bei der Europameisterschaft in allen drei Spielen für Ungarn durch

BVB-Abwehrchef Mats Hummels (32, v.) hat mit Problemen an der Patellasehne zu kämpfen und ist nach der EM noch nicht wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, sondern dreht seit Dienstag individuell seine Runden.
BVB-Abwehrchef Mats Hummels (32, v.) hat mit Problemen an der Patellasehne zu kämpfen und ist nach der EM noch nicht wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, sondern dreht seit Dienstag individuell seine Runden.  © dpa/Marius Becker

Dort trat er mit den Ungarn in der vermeintlichen "Todesgruppe" F mit Deutschland, Frankreich und Portugal an. Nachdem man gegen die Iberer lange mithielt, aber am Ende einbrach und mit 0:3 verlor, knöpfte man der Equipe Tricolore beim 1:1 sensationell einen Punkt ab und hatte dann die DFB-Elf am Rande einer Niederlage, schied nach großem Kampf und einem 2:2 aber unglücklich aus.

Szalai stand in allen drei Begegnungen die gesamten 90 Minuten über auf dem Platz und hatte entscheidenden Anteil daran, dass Ungarn defensiv Beton anrührte und den Favoriten das Leben richtig schwer machte.

Könnte er auch beim BVB eine ähnliche Rolle einnehmen? Die Schwarz-Gelben haben aufgrund vieler Verletzungen in der Vorbereitung sogar auf die beiden U23-Abwehrspieler Lennard Maloney (21) und Antonios Papadopoulos (21) setzen müssen, weshalb es nur folgerichtig wäre, wenn Dortmund hier nachjustieren würde.

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Ein weiterer Vorteil von Szalai: Er spricht bereits Deutsch, weil er von Anfang Januar 2012 bis Mitte Juli 2017 bei Rapid Wien ausgebildet wurde. Daher würde es keine sprachlichen Barrieren geben, was seinen Einstieg erheblich erleichtern würde.

Daher darf man gespannt sein, ob an diesem Transfergerücht mehr dran ist und die Borussia vielleicht sogar bald Vollzug meldet.

Titelfoto: dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

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