BVB-Trainerbeben: Dortmund schmeißt Marco Rose raus

Dortmund - Das ist ein absoluter Hammer: Borussia Dortmund hat die Reißleine gezogen und Trainer Marco Rose (45) nach nur einer Saison bei den Schwarz-Gelben gefeuert.

Marco Rose muss nach nur einer Saison in Dortmund gehen.
Marco Rose muss nach nur einer Saison in Dortmund gehen.  © dpa/Matthias Balk

"Borussia Dortmund und Trainer Marco Rose beenden ihre Zusammenarbeit. Dies ist das Ergebnis einer intensiven Saisonanalyse am Donnerstag, an der neben Rose auch Hans-Joachim Watzke, Michael Zorc, Sebastian Kehl und Matthias Sammer teilgenommen haben", teilte der Verein auf Twitter mit.

Auf der Homepage des Vereins kam auch der entlassene Rose ausführlicher zu Wort.

"Trotz einer schwierigen Saison mit vielen Unwägbarkeiten war ich von unserem Weg überzeugt. Während unseres Gespräches ist in mir der Eindruck gereift, dass die hundertprozentige Überzeugung aller Verantwortlichen nicht mehr vorhanden ist. Letztlich haben wir uns deshalb gemeinsam entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden", sagt der Trainer.

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"Dieser Tag ist kein einfacher für uns alle, denn die gegenseitige Wertschätzung untereinander war, ist und bleibt groß. Nach einer Saison, die aus unterschiedlichen Gründen unbefriedigend war, mussten wir feststellen, dass wir in vielen Teilbereichen nicht das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt haben", fügte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (62) an.

Wird Edin Terzic jetzt erneut Chefcoach?

Laut Informationen der WAZ soll Edin Terzic nun die Mannschaft als fester Chefcoach übernehmen. Der 39-Jährige hatte den BVB bereits in der Rückrunde 2020/21 nach der Beurlaubung von Lucien Favre übernommen und mit den Schwarz-Gelben den Pokalsieg gefeiert.

Nach der Verpflichtung von Rose wurde er zum Technischen Direktor des Klubs ernannt. Zuvor war er bereits zahlreiche Jahr im Nachwuchs des BVB und von 2018 bis 2020 als Co-Trainer des Profi-Teams tätig.

Neben Marco Rose gehen auch Zickler, Maric und Eibenberger

Marco Rose (45) und die Wege von Borussia Dortmund trennen sich nach nur einem Jahr wieder.
Marco Rose (45) und die Wege von Borussia Dortmund trennen sich nach nur einem Jahr wieder.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Nicht nur Rose trifft es, sondern fast den ganzen Trainerstab. So werden auch Co-Trainer Alexander Zickler (48) und René Maric (29) sowie der Athletiktrainer Patrick Eibenberger (34) nicht mehr für den BVB tätig sein.

Offenbar bleibt nur Torwarttrainer Matthias Kleinsteiber (44) im Amt.

Dortmund hatte die Bundesliga-Saison auf dem zweiten Platz hinter Meister FC Bayern München abgeschlossen, war im DFB-Pokal-Achtelfinale an Zweitligist FC St. Pauli früh gescheitert und vor allem gleich in der Gruppenphase der Champions League ausgeschieden.

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In der Europa League war gegen den späteren Finalisten Glasgow Rangers schon in der Zwischenrunde Endstation.

Die Kritik an Rose nahm im Laufe der Spielzeit immer mehr zu, das Fell des gebürtigen Leipzigers hingegen wurde immer dünner.

Erst im Sommer 2021 war Rose von Borussia Mönchengladbach nach Dortmund gekommen und hatte ursprünglich einen Vertrag bis Ende Juni 2024 unterschrieben.

Bei den Transfers liegt Borussia Dortmund weit vorn, doch plötzlich muss ein neuer Trainer her

Niklas Süle (26) ist einer der BVB-Neuzugänge für die kommende Saison.
Niklas Süle (26) ist einer der BVB-Neuzugänge für die kommende Saison.  © Sven Hoppe/dpa

In Sachen Transfers hat der BVB in den vergangenen Wochen schon ordentlich zugeschlagen. Niklas Süle (26, FC Bayern München), Nico Schlotterbeck (22, SC Freiburg) und Karim Adeyemi (20, RB Salzburg) stehen als Neuzugänge bereits fest.

Zudem unterschrieb Mega-Talent Cole Campbell (16) einen Vertrag, wird zunächst in der U23 auflaufen. Auch an Top-Stürmer Sébastien Haller (27) von Ajax Amsterdam soll der BVB als Ersatz für den zu ManCity abwandernden Erling Haaland (21) sein.

Und auch mit Youssoufa Moukoko (17) will der BVB jetzt doch verlängern, auch wenn sogar Champions-League-Finalist Real Madrid das Ausnahmetalent jagt. Moukoko könnte auch ein Streitpunkt zwischen Rose und dem BVB gewesen sein. Denn der Coach hatte ihm kaum Spielzeit verschafft. Auf ihm ruhten jedoch große Hoffnungen.

Nach dem überraschenden Abgang vom zweiten Torhüter Marwin Hitz (34) soll die Borussia zudem kurz vor der Verpflichtung von Keeper Alexander Meyer (31) von Zweitligist SSV Jahn Regensburg stehen.

Und auch die beiden Linksverteidiger Ian Maatsen (20, FC Chelsea) und Ramy Bensebaini (27, Borussia Mönchengladbach) stehen auf der Wunschliste von Sportchef Sebastian Kehl (42).

Doch erstmal muss nun ein neues Trainerteam gefunden werden, das dann aus dem zukünftigen Kader mehr rausholt, als es Rose und seine Assistenten in der vergangenen Saison geschafft haben.

Titelfoto: dpa/Matthias Balk

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