BVB trumpft beim SC Paderborn in Hälfte 2 auf, obwohl Favre in Kabine "nur einen Satz" sagte!

Paderborn/Dortmund - Wer hätte dieses Endergebnis nach der torlosen ersten Halbzeit voraussehen können? Borussia Dortmund gewann am Sonntagabend mit 6:1 (0:0) beim SC Paderborn 07 und festigte mit diesem deutlichen Erfolg Platz zwei.

Jadon Sancho (l.) erzielt in der Nachspielzeit das 6:1 für den BVB.
Jadon Sancho (l.) erzielt in der Nachspielzeit das 6:1 für den BVB.  © Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa

Dabei hatte Dortmund lange Zeit erkennbar Umstellungsprobleme. 

Denn der einzige gelernte Mittelstürmer Erling Haaland fehlte mit Knieproblemen und wurde wie erwartet von Thorgan Hazard ersetzt. 

Der Belgier ist aber kein gelernter Strafraumstürmer, sondern eine "falsche Neun". So fehlte dem BVB lange Zeit die Anspielstation im und am gegnerischen Sechzehner.

Dazu wurden die wenigen Chancen im ersten Durchgang teilweise kläglich vergeben. All das beunruhigte Trainer Lucien Favre allerdings nicht.

Er erklärte in seiner ihm eigenen Art am "Sky-"Mikrofon, dass er in der Kabine "fast nichts gesagt" habe, "nur einen Satz."

Das war sogar noch übertrieben. Denn der Schweizer Coach erklärte - ganz transparent - dass er nur "weiter so" in den Raum geworfen habe.

Denn er habe gewusst, dass die intensive Spielweise des Tabellenletzten seiner Mannschaft irgendwann Freiräume geben würde.

Borussia Dortmund feierte beim SC Paderborn 07 einen sehr deutlichen Erfolg

BVB-Coach Lucien Favre plante den Kräfteverschleiß des SC Paderborn 07 mit ein.
BVB-Coach Lucien Favre plante den Kräfteverschleiß des SC Paderborn 07 mit ein.  © Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa

Und so war es dann auch. Am Ende lief der SCP sogar ins offene Messer und kassierte eine unnötig hohe Klatsche, weil die Mannen von Steffen Baumgart auch noch in der Nachspielzeit beim Stand von 1:5 mit fast der gesamten Mannschaft nach vorne liefen.

So ein Bild wird es gegen andere Kontrahenten wohl nicht geben.

Favre erklärte das Erfolgsrezept seines Teams kurz und knapp: "Wir haben gepresst und wollten keine Konter kriegen." Das hat im zweiten Abschnitt gut funktioniert.

Darüber hinaus lobte er auch Marcel Schmelzer, der endlich mal wieder traf: "Super", meinte Favre und fügte hinzu: "Er ist gut im Training und auf dem Platz - perfekt!"

Trotz dieses Kantersiegs blickte der Schweizer Coach schon voraus: "Nächstes Spiel ist Berlin, sie sind sehr gut drauf". 

Gegen seinen früheren Verein wird Favre unbedingt gewinnen wollen. Doch unter Bruno Labbadia ist Hertha BSC noch ungeschlagen (drei Siege, ein Unentschieden).

Titelfoto: Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa

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