BVB-Verantwortliche stinksauer wegen VAR-Entscheidung: "Ein klares Tor"!

Dortmund/Düsseldorf - Lucien Favre (62) und Michael Zorc (57) waren nach dem 1:0-Duselsieg von Borussia Dortmund bei Fortuna Düsseldorf mächtig angefressen.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc ärgerte sich ein weiteres Mal über eine Schiedsrichter-Entscheidung. (Archivbild)
BVB-Sportdirektor Michael Zorc ärgerte sich ein weiteres Mal über eine Schiedsrichter-Entscheidung. (Archivbild)  © Bernd Thissen/dpa

Der Coach und der Sportdirektor des BVB ärgerten sich über das nicht gegebene Tor von Raphael Guerreiro. Der hatte in der 65. Minute das vermeintliche 1:0 für Dortmund erzielt.

Doch Schiedsrichter Sascha Stegemann und Video-Assistent Deniz Aytekin hatten ein Handspiel des portugiesischen Nationalspielers gesehen. 

Das war eine äußerst zweifelhafte Entscheidung, weil Guerreiro sich weggedreht hatte und keine aktive Bewegung zum Ball hin gemacht hatte, diesen den TV-Bildern zufolge auch eher mit der Schulter, als mit dem Oberarm berührt hatte.

Favre sagte zu dieser Szene nach dem Spiel: "Es ist schwer, das zu akzeptieren. Man kann nicht sagen, dass es kein Tor ist. Es ist klares Tor. Man kann das nicht annullieren."

Zorc ging sogar noch eine Stufe weiter und ordnete diese Entscheidung in letzten Wochen ein: "Wir hatten jetzt mehrere Szenen, die alle gegen uns gepfiffen wurden. In der Summe kann ich das nicht mehr nachvollziehen."

Er verdeutlichte: "Ich habe überhaupt kein Handspiel gesehen, gucke mir das aber gerne noch 20 Mal an."

Borussia Dortmund zeigte bei Fortuna Düsseldorf eine äußerst schwache Leistung

Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre hatte "ein klares Tor" gesehen.
Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre hatte "ein klares Tor" gesehen.  © Bernd Thissen/dpa

Schon beim 0:1 gegen den FC Bayern München und dem 1:0-Sieg gegen Hertha BSC bekam der BVB in klareren Situationen keinen Handelfmeter zugesprochen, diesmal einen Treffer aberkannt.

Der Frust der Verantwortlichen ist daher nachvollziehbar. Allerdings sollten sie sich intern nicht davon ablenken lassen und vergessen, wie schlecht der BVB in Düsseldorf gespielt hatte.

So gab Torwart Roman Bürki zu: "Ist schon ein bisschen glücklich, dass wir als Sieger vom Platz gehen."

Denn Dortmund hatte außer der Guerreiro-Szene und dem entscheidenden Tor von Erling Haaland nur eine weitere gute Chance im gesamten Spiel - und das bei einem Abstiegskandidaten!

Der hatte durch die Schalker Leihgabe Steven Skrzybski zwei Großchancen, doch der Angreifer traf zweimal nur den Pfosten (82./90.). Der BVB bekam hingegen kein Tempo in seine Aktionen, agierte behäbig, war unkonzentriert und im letzten Drittel ließen die Akteure die Präzision vermissen. Auch die Tagesform vieler Kicker war nicht gerade die beste.

Die vergangenen Wochen haben mental offenbar viel Kraft gekostet. Doch Zeit, um die Akkus aufzuladen, bleibt nicht wirklich. Schon am Mittwoch (20.30 Uhr) geht es mit dem Heimspiel gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten 1. FSV Mainz 05 weiter.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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