BVB verleiht talentiertes Eigengewächs an Bundesliga-Absteiger!

Dortmund - Abgang bei Borussia Dortmund! Der deutsche Vizemeister hat Chris Führich (22) an den SC Paderborn 07 ausgeliehen. Das gaben beide Vereine am Mittwoch bekannt.

Chris Führich (hinten, 2.v.l.) durfte in Testspielen auch für die BVB-Profis ran.
Chris Führich (hinten, 2.v.l.) durfte in Testspielen auch für die BVB-Profis ran.  © Friso Gentsch/dpa

Der Bundesliga-Absteiger konnte sich darüber hinaus auch noch eine Kaufoption für den Linksaußen sichern, der zuvor laut der Mitteilung auf der BVB-Website einen Profivertrag bis zum 30. Juni 2022 in Dortmund unterschrieb.

Beim SCP freute man sich über den Coup: "Chris passt optimal zu unserer Spielweise und bringt wertvolle Erfahrung im Männerbereich mit nach Paderborn. Er ist technisch stark und wendig, so dass er auch enge Räume gut auflösen kann. Zudem verfügt er über starke Dribblings, bei denen er gerne den direkten Weg zum Tor sucht. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm", erklärte Geschäftsführer Sport Fabian Wohlgemuth die Vorzüge des Neuzugangs auf der Paderborner Homepage.

Führich war in der vergangenen Saison Leistungsträger in der schwarz-gelben U23. Dort wusste er mit acht Toren und sechs direkten Vorlagen in 24 Einsätzen nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen und rückte so auch ins Blickfeld von Profitrainer Lucien Favre.

Im Endspurt stand er fünf Mal im Erstliga-Spieltagskader, kam aber nicht zum Einsatz. Dennoch verfügt Führich bereits über Bundesliga-Erfahrung.

SC Paderborn 07 stellt BVB-Leihgabe Chris Führich als Neuzugang vor

Borussia Dortmund verkündet den Abgang von Chris Führich

Chris Führich gab sein Bundesliga-Debüt für den 1. FC Köln beim FC Bayern München

Chris Führich (r., 22) im Training des BVB im Duell mit Giovanni Reyna.
Chris Führich (r., 22) im Training des BVB im Duell mit Giovanni Reyna.  © David Inderlied/dpa

Der in Castrop-Rauxel geborene Außenbahnspieler, der aber auch im Mittelfeldzentrum agieren kann, feierte am  13. Dezember 2017 im Alter von 19 Jahren, elf Monaten und vier Tagen für seinen damaligen Klub, den 1. FC Köln, sein Debüt in Deutschlands höchster Spielklasse. 

Bei der 0:1-Niederlage beim FC Bayern München wurde er vor 75.000 Zuschauern 24 Minuten vor Schluss für Tim Handwerker eingewechselt, was auch an den großen Verletzungssorgen des "Effzeh" lag.

Nur drei Tage später stand er das erste Mal in der Startaufstellung der Geißböcke, die mit 1:0 gegen den VfL Wolfsburg gewannen. Weitere drei Tage später spielte er noch einmal im DFB-Pokal (0:1 beim FC Schalke 04), anschließend stand er gar nicht mehr im Kölner Kader.

Doch nicht nur aus dieser Zeit kennt Führich die Schnelllebigkeit des Fußballgeschäfts. Auch im Jugendbereich hatte er es nicht immer leicht. Nach ersten Schritten bei der SG Suderwich wechselte er 2006 in die "Knappenschmiede" der Schalker, wo er bis 2013 blieb, ehe er sich für eineinhalb Jahre dem BVB anschloss.

Dort konnte er sich in der U17 aber nicht durchsetzen und ging im Januar 2015 zum VfL Bochum, ehe er nur ein halbes Jahr später zu Rot-Weiß Oberhausen wechselte, weil er auch beim VfL nicht regelmäßig spielte. Nach zwei Jahren zog es ihn zu den Kölnern, wo er sich bei den Profis wie geschrieben auf Dauer nicht behaupten konnte. Nun kann er seine Fähigkeiten in Paderborn unter Beweis stellen.

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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