BVB-Verteidiger Nico Schulz vor Abflug! Spitzenklub will den Ex-Nationalspieler holen

Dortmund - Verlässt Nico Schulz (29) den BVB? Der frühere deutsche Nationalspieler soll beim italienischen Spitzenverein Lazio Rom auf dem Zettel stehen.

Nico Schulz (29) bestritt für Deutschland zwölf Länderspiele, in denen er zwei Tore erzielte.
Nico Schulz (29) bestritt für Deutschland zwölf Länderspiele, in denen er zwei Tore erzielte.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das berichtet die für gewöhnlich gut informierte Fachzeitung "Gazzetta Dello Sport". Dem Artikel zufolge sei der Linksverteidiger von Borussia Dortmund eine von drei Optionen des Tabellenfünften der Serie A.

Emerson Palmieri (27) wird als Wunschspieler genannt, doch die Verpflichtung des Nationalkickers der Squadra Azzurra sei schwer. Er hatte bei Olympique Lyon eine gute Saison und kehrt nun zum FC Chelsea zurück, wo er sich im Training für Einsätze bei den Blues empfehlen will.

Neben Schulz ist deshalb auch noch Javi Galan (27) von Celta Vigo im Gespräch. Dort war er auf der linken Defensivseite unumstrittene Stammkraft und Leistungsträger, lief insgesamt 39-mal für seinen Klub auf und gab drei Vorlagen.

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Er würde dem Vernehmen nach eine Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro kosten. Schulz wäre angeblich für die Hälfte zu haben. Allgemein ist bekannt, dass sich die Schwarz-Gelben jedes Angebot für den Flügelflitzer anhören würden.

Denn zwischen dem BVB und Schulz hat es nie wirklich gepasst. Der gebürtige Berliner kostete im Sommer 2019 satte 25,5 Millionen Euro Ablöse, kam in den vergangenen drei Jahren zu nur 61 Einsätzen (ein Tor, drei Vorlagen) für die Borussia, davon lediglich 26 über die volle Distanz und verlor seinen Platz in der Nationalmannschaft.

Für Nico Schulz, Borussia Dortmund und Lazio Rom wäre ein Wechsel durchaus sinnvoll

Nico Schulz (29, r.) konnte die Erwartungen bei Borussia Dortmund nicht erfüllen.
Nico Schulz (29, r.) konnte die Erwartungen bei Borussia Dortmund nicht erfüllen.  © dpa/Swen Pförtner

Oft spielte er auch nur wegen der Dreifachbelastung und verletzter oder angeschlagener Konkurrenten, konnte sich aber eigentlich nie für weitere Partien empfehlen und streute immer wieder Fehler ein, die man aus seiner Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim (71 Spiele, vier Treffer, 13 Assists) nicht (mehr) gewohnt war.

Allerdings hat sich Schulz schon zu Beginn seiner Karriere zu oft auf seine enorme Schnelligkeit verlassen und stagnierte bei Hertha BSC (98 Partien, zwei Tore, acht Vorlagen) trotz guter Anlagen irgendwann in seiner Entwicklung - wohlgemerkt auf Erstliga-Niveau.

Bei den Schwarz-Gelben schien er sich nun sogar zurückzuentwickeln, weshalb ihm eine Luftveränderung vermutlich guttun würde. Durchaus möglich, dass er bei Lazio wieder zu alter Form und Spielfreude zurückfindet.

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Wenn er seine Qualitäten einbringen, viele intensive Sprints anziehen, Vorstöße wagen und Flanken schlagen kann, wäre er für viele Mannschaften trotz seiner Schwächen im Defensivzweikampf (auf hohem Level) eine Verstärkung.

Ein Schulz in Topform ist sogar nur schwer zu verteidigen, weshalb er es damals auch in die Nationalelf geschafft hat. So wäre ein Wechsel nach Rom möglicherweise für alle Seiten eine gute Lösung.

Titelfoto: dpa/Swen Pförtner

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