BVB vor Transferkracher? Kommt Niederlande-Star als Nachfolger für Sancho?

Dortmund - Kommt ein echter Star mit Strahlkraft zu Borussia Dortmund? Für den Fall, dass Jadon Sancho (20) den BVB doch noch verlassen und nach England wechseln sollte, haben die Schwarz-Gelben wohl schon einen Nachfolger ins Auge gefasst.

Memphis Depay (26) ist Kapitän, Torjäger und Leistungsträger von Olympique Lyon.
Memphis Depay (26) ist Kapitän, Torjäger und Leistungsträger von Olympique Lyon.  © Picture Point / Sven Sonntag

Laut der französischen Zeitung "L'Equipe" handelt es sich hierbei um niemand anderen als Memphis Depay (26) von Spitzenklub Olympique Lyon.

Die Dortmunder Verantwortlichen sollen den 51-fachen niederländischen Nationalspieler (19 Tore) bereits kontaktiert haben. Das ist nur folgerichtig. 

Der schussgewaltige, schnelle und durchsetzungsstarke Angreifer ist nämlich variabel  einsetzbar, kann als Linksaußen, hängende Spitze, im offensiven Mittelfeld und im Mittelsturm auf hohem Niveau agieren, ist außerdem erfahren und dennoch im besten Fußballeralter.

Es spräche also einiges dafür, ihn in die Bundesliga zu holen. Ein weiterer Vorteil: sein Vertrag in Frankreich läuft im kommenden Sommer aus. Wenn Lyon noch eine gute Ablösesumme für ihn kassieren will, dann ist das wohl nur noch in dieser Transferperiode möglich. Mit den möglichen Sancho-Millionen dürfte das für den BVB kein Problem sein.

Wenn er dabei eine ähnlich gute Quote wie bei Olympique hinlegt, dann wäre er für die Borussia ein großer Gewinn. 

Denn für die Franzosen schoss er in 135 Einsätzen 53 Tore und gab 43 Vorlagen - eine exzellente Bilanz! 

Highlight-Video von Memphis Depay

Memphis Depay trifft und bereitet gerne Tore gegen Deutschland und Bundesligisten vor

Memphis Depay (l.) traf in den letzten Jahren gerne gegen Deutschland.
Memphis Depay (l.) traf in den letzten Jahren gerne gegen Deutschland.  © Christian Charisius/dpa

Auch in Deutschland ist er bereits bestens bekannt. In dieser Saison führte er Lyon zum 2:0-Auswärtssieg in der Champions League bei RB Leipzig und war mit seinem Treffer im Rückspiel zum Endstand auch entscheidend mit dafür verantwortlich, dass die Roten Bullen hier nur zu einem 2:2 kamen.

Gegen die deutsche Nationalmannschaft ist er ebenfalls gerne an Toren beteiligt. Beim 3:0-Erfolg der Niederlande am 13. Oktober 2018 in der Nations League sorgte er mit seinem Treffer zum 2:0 kurz vor Schluss für die Vorentscheidung.

Er trug auch zu einem der besten DFB-Spiele nach der verkorksten WM 2018 bei. Denn als die Niederlande am 24. März 2019 in der EM-Qualifikation mit 0:2 gegen Deutschland zurücklagen, sorgte Depay mit einem Tor und einer Vorlage dafür, dass die "Elftal" ausgleichen konnte. 

Am Ende verloren sie dennoch mit 2:3 gegen die großartig aufspielende Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw.

Im Rückspiel, das am 6. September 2019 stattfand, war er einer der besten Spieler auf dem Feld und hatte mit zwei Assists großen Anteil am 4:2-Auswärtssieg der Niederlande in Hamburg gegen die DFB-Elf.

Memphis Depay ist nach einem Kreuzbandriss wieder auf dem Weg zu alter Klasse

Memphis Depay für die Niederlande im Einsatz (M.) im Duell mit Deutschlands Toni Kroos (l.).
Memphis Depay für die Niederlande im Einsatz (M.) im Duell mit Deutschlands Toni Kroos (l.).  © Christian Charisius/dpa

Diese Beispiele belegen, welch große Klasse Depay hat. Diese war schon in der Jugend offensichtlich. Nach Stationen beim VV Moordrecht (2000 bis 2003) und bei Sparta Rotterdam (2003 bis 2006) zog es ihn in die Jugend der PSV Eindhoven, wo er es bis in die Profimannschaft schaffte.

Fred Rutten verhalf ihm im Alter von 18 Jahren und 13 Tagen am 26. Februar 2012 beim 3:2-Sieg gegen Feyenoord Rotterdam zu seinem Debüt. Es kamen noch 123 Einsätze hinzu, in denen er mit 50 Treffern und 29 Vorlagen glänzte. 

Anschließend ging es für ihn erstmals ins Ausland. Für die stolze Ablösesumme von 34 Millionen Euro kaufte ihn Manchester United im Sommer 2015. Es war dieselbe Transferperiode, in der auch Bastian Schweinsteiger zu den Red Devils und Trainer Louis van Gaal kam.

Die beiden Stars konnten sich dort aber nicht entfalten. Depay kam zwar auf 53 Spiele, schoss aber nur sieben Tore und gab lediglich sechs Vorlagen. Für einen Akteur seiner Qualität erstaunlich wenig. Deshalb wuchs die Kritik an ihm in England. Als Neu-Trainer José Mourinho in der Folgesaison überhaupt nicht mehr auf ihn setzte, wechselte er im Winter für 16 Millionen Euro Ablöse nach Lyon, wo er wieder zu alter Form fand.

Nachdem er Mitte Dezember 2019 einen Kreuzbandriss erlitt, hat er nun, im französischen Pokalfinale gegen den FC Paris Saint-Germain (5:6 nach Elfmeterschießen), sein Comeback gefeiert und 80 Minuten durchgehalten. Am heutigen Freitag (21 Uhr) soll er seinem Team nun helfen, Juventus Turin und Cristiano Ronaldo aus der Champions League zu werfen und ins Viertelfinale einzuziehen.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

Mehr zum Thema Borussia Dortmund:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0