BVB-Youngster Knauff mit Tacheles über Rassismus und seine Zukunft: "Lust auf mehr"

Dortmund - Klare Haltung des erst 19-Jährigen! Borussia Dortmunds Ansgar Knauff erlebte in den vergangenen Wochen eine wahre Achterbahn der Gefühle. Zwischen Champions-League-Startelf und Regionalliga-Derby, Vergangenheit und Zukunftsplänen. Auch Themen abseits des Sportes behält er im Fokus.

Der gebürtige Göttinger Ansgar Knauff (19) hat sich in dieser Saison die ersten Sporen auf dem großen Fußball-Parkett verdient.
Der gebürtige Göttinger Ansgar Knauff (19) hat sich in dieser Saison die ersten Sporen auf dem großen Fußball-Parkett verdient.  © Tom Weller/dpa

Der Youngster hat sich in den vergangenen Monaten in den Fokus gespielt. Aus einem jungen Talent in der Regionalliga wurde einer, den man im deutschen Profifußball bereits kennt.

Nun spricht er in der Öffentlichkeit über seine Zukunft - und auch das Thema Rassismus. "Rassismus ist nicht weg, wir dürfen Rassismus nicht ignorieren." Klare Kante von Ansgar Knauff.

Nach der fragwürdigen WhatsApp-Entgleisung von Jens Lehmann (51, "Quotenschwarzer") ist das eigentlich Indiskutable wieder einmal Thema.

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Auch wenn er selbst noch nicht von Fremdenfeindlichkeit betroffen war, war Knauff stumpfem Hass schon deutlich näher als erwünscht. Im Gespräch mit der WAZ bezog der 19-Jährige Stellung. Nachdem sein Kumpel und Teamkollege Youssoufa Moukoko (16) einst "übel beleidigt" wurde, war für ihn die Betroffenheit groß.

Der Weg sei noch nicht zu Ende, allerdings - und das merkte der gebürtige Göttinger an - sei es rund ums Thema Diskriminierung schon besser geworden.

Abseits des traurigen Themas sprach er zudem über seine Achterbahn-Saison und seine Zukunft.

Der April war der Monat des Ansgar Knauff: Liegt die Zukunft auch bei Schwarz-Gelb?

Knauff (r.) mit seinem Trainer und Förderer Edin Terzic (38, l.).
Knauff (r.) mit seinem Trainer und Förderer Edin Terzic (38, l.).  © Bernd Thissen/dpa

Nach drei Einsätzen in der Bundesliga sowie zwei Champions-League-Spielen Ende März und Anfang April schien der nächste Shootingstar seinen Weg in die BVB-Elf zu finden.

Zuletzt wurde es dann jedoch wieder etwas ruhiger um den Jungspund; nach seiner Ansicht kein Grund zur Panik.

Er sei ein "junger Spieler, und da ist es normal, dass ich nicht immer spiele" und merkte an, dass es durchaus "ein wenig gedauert" habe, "die letzten Wochen zu verarbeiten".

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Die gewonnenen Eindrücke nimmt er mit in die Zukunft - als Leitfaden und Ansporn. Dass er es beim achtmaligen Deutschen Meister packen kann, auf Dauer eine Größe zu werden, daran zweifelt er nicht.

"Ansonsten würde ich nicht bei Borussia Dortmund spielen. Die letzten Wochen machen Lust auf mehr", so der 19-Jährige angriffslustig. Sein Plan ist klar definiert: "Ich bin hier glücklich. Ich möchte in der nächsten Saison so viel wie möglich spielen", alles andere werde man sehen.

"Dann muss ich schauen, wie es läuft. Im Optimalfall bleibe ich lange im Verein", so Knauff weiter.

Ansgar Knauff zwischen den Welten: 31 Pflichtspiele in U19, U23 und bei den Profis

Ansgar Knauff (r.) jubelt mit Erling Haaland (20) über einen Siegtreffer gegen den VfB Stuttgart am 10. April 2021.
Ansgar Knauff (r.) jubelt mit Erling Haaland (20) über einen Siegtreffer gegen den VfB Stuttgart am 10. April 2021.  © Tom Weller/dpa

In dieser Saison blickt der Offensivmann auf insgesamt 31 Pflichtspieleinsätze in der Dortmunder U19, U23 und bei den Profis zurück.

Dabei gelangen ihm neun Treffer und sieben Vorlagen.

Am meisten im Kopf bleibt ihm höchstwahrscheinlich sein erstes Bundesliga-Tor am 10. April gegen den VfB Stuttgart, welches gleichzeitig der Siegtreffer beim 3:2-Erfolg über die Schwaben gewesen ist.

Knauffs Kontrakt beim BVB läuft noch bis zum 30. Juni 2023.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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