BVB-Youngster Bellingham beeindruckt bei seinem Debüt nachhaltig!

Dortmund - Er stach in der ersten Halbzeit heraus! Borussia Dortmunds Neuzugang Jude Bellingham wurde von seinen Mitspielern trotz seiner gerade mal 17 Jahre im Mittelfeldzentrum stets gesucht.

Jude Bellingham (r.) setzt sich gegen Altachs Aljaz Casar durch. Für seine Gegenspieler war er nur schwer zu stoppen.
Jude Bellingham (r.) setzt sich gegen Altachs Aljaz Casar durch. Für seine Gegenspieler war er nur schwer zu stoppen.  © David Inderlied/dpa

Kein Wunder, denn der englische Junioren-Nationalspieler zeigte beim 6:0-Testspielsieg am späten Mittwochnachmittag gegen den österreichischen Erstligisten SC Rheindorf Altach überhaupt keine Anpassungsschwierigkeiten.

Im Gegenteil. Er drückte der Partie seinen Stempel auf. Auf dem Platz entscheidet bekanntlich nur die Qualität darüber, ob man von seinen Kollegen gesucht und gefunden wird. Das Alter spielt keine Rolle und das zeigte sich auch im Fall Bellingham, der das in ihn gesetzte Vertrauen auf beeindruckende Art und Weise rechtfertigte.

Er war körperlich stets präsent, forderte das Leder und lief sich immer wieder geschickt frei. Trotz seiner sehr jungen Jahre übernahm er an der Seite von Thomas Delaney auf der Doppelsechs bereits viel Verantwortung und war der eindeutig spielstärkere Part.

Bellingham bewies mehrfach mit einigen starken Pässen auch seine Übersicht, antizipierte und unterband darüber hinaus auch gegnerische Angriffe geschickt und stach vor allem mit seiner Zweikampfhärte hervor. 

Die hat er sich bei Birmingham City in der harten zweiten englischen Liga früh angeeignet. Anders kann man sich in dieser intensiven Spielklasse auf Dauer auch nicht behaupten.

Jude Bellinghams Ballgewinn leitete Borussia Dortmunds Führung ein

Jude Bellingham feierte ein starkes Testspieldebüt beim BVB. Er deutete an, warum sich Dortmund seine Dienste 25 Millionen Euro kosten ließ.
Jude Bellingham feierte ein starkes Testspieldebüt beim BVB. Er deutete an, warum sich Dortmund seine Dienste 25 Millionen Euro kosten ließ.  © David Inderlied/dpa

Diese große Stärke demonstrierte er in einer wichtigen Szene in besonderem Maße: er gewann das Spielgerät tief in der gegnerischen Hälfte, als er aggressiv presste und energisch dazwischenging. 

Dieser Ballgewinn hatte den 1:0-Führungstreffer zur Folge. Denn Bellingham bediente Doppelpacker Erling Haaland, der auf Giovanni Reyna weiterleitete. Und der verwandelte sicher.

Auch davon abgesehen deutete er mehr als deutlich an, warum die Borussen-Verantwortlichen auch in Zeiten der Corona-Krise 25 Millionen Euro für ihn zahlten.

Denn dieser erste Auftritt war vielversprechend, ja, auch wenn der Gegner komplett chancenlos war und froh sein konnte, nicht zweistellig untergegangen zu sein.

Sein Trainer Lucien Favre lobte Bellingham in den "Ruhr Nachrichten" ebenfalls: "Er war gut, muss als Nummer sechs oder Nummer acht vor der Abwehr spielen - das ist nicht einfach, wenn man 17 ist. Jude war an fast allen Toren beteiligt, ist im richtigen Moment nach vorne gegangen. Es ist wichtig, dass wir Mittelfeldspieler haben, die das Spiel beschleunigen und den letzten Pass spielen können - da haben wir zu wenig", hält der Schweizer offenbar große Stücke auf seinen Neuzugang.

Als er zur zweiten Halbzeit durchwechselte, merkte man, dass dem BVB-Spiel diese Qualität fehlt. Wenn Bellingham so weitermacht, könnte er in Dortmund schnell zu einer festen Größe aufsteigen!

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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