BVB zeigt gegen Schalke sein anderes Gesicht: "Fußball kann auch Spaß machen"

Dortmund - Die Körpersprache war eine ganz andere! Nach dem schwachen und enttäuschenden Champions-League-Auftritt von Borussia Dortmund gegen Lazio Rom (1:3) zeigte die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gegen den FC Schalke 04 (3:0) eine ganz andere Leistung.

BVB-Angreifer Julian Brandt (l.) schirmt den Ball vor Schalkes Kapitän Omar Mascarell ab. Der deutsche Nationalspieler sprühte vor Spielfreude.
BVB-Angreifer Julian Brandt (l.) schirmt den Ball vor Schalkes Kapitän Omar Mascarell ab. Der deutsche Nationalspieler sprühte vor Spielfreude.  © Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Darüber erkennbar glücklich war Abwehrchef Mats Hummels (31), der eine starke Leistung gezeigt - und sein allererstes Derbytor im 19. Einsatz erzielt hatte.  

Er verdeutlichte am Sky-Mikrofon: "Es waren wirklich große Emotionen. Das Derbytor war etwas, das mir gefehlt hat. Das war etwas, was ich ganz oben auf meiner Bucketlist hatte."

Ins selbe Horn stieß auch ein lächelnder Julian Brandt (24): "Ich bin sehr zufrieden mit dem Sieg. Das steht über allem." Denn: "Es war ein wichtiges Spiel für uns gewesen."

In diesem hatte er auch zwei Kabinettstückchen mit der Hacke gezeigt, zu denen er schmunzelnd erklärte: "Fußball kann auch Spaß machen."

Damit erlebten nicht nur die Fans, sondern auch die Akteure selbst eine Achterbahnfahrt der Gefühle: "Wir wussten, dass das Spiel am Dienstag nicht unseren Ansprüchen entsprochen hat." Es sei für die Fans "nicht schön anzusehen" gewesen. 

Deshalb zeigten sich Brandt und auch Hummels mit der Reaktion darauf zufrieden und lobten ebenso den letztlich chancenlosen Gegner: "Die Schalker haben mit Mann und Maus verteidigt", sagte Brandt, "Schalke hat es defensiv gut gemacht", meinte Hummels.

Mats Hummels (M.) traf per Kopf zum 3:0 für Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04. Es war sein erstes Derbytor im 19. Einsatz.
Mats Hummels (M.) traf per Kopf zum 3:0 für Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04. Es war sein erstes Derbytor im 19. Einsatz.  © Leon Kuegeler/Reuters-Pool/dpa
Alles Kopfsache! Stürmer Erling Haaland (r.) legte für den BVB das 2:0 nach.
Alles Kopfsache! Stürmer Erling Haaland (r.) legte für den BVB das 2:0 nach.  © Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Borussia Dortmunds Mats Hummels: "Manchmal muss man diese Teams einfach knacken"

BVB-Innenverteidiger Manuel Akanji (hinten) brach den Bann und erzielte gegen den FC Schalke 04 das 1:0.
BVB-Innenverteidiger Manuel Akanji (hinten) brach den Bann und erzielte gegen den FC Schalke 04 das 1:0.  © Leon Kuegeler/Reuters-Pool/dpa

1:0-Torschütze Manuel Akanji (25) fügte hinzu: "Sie waren sehr aggressiv und haben versucht, über die Zweikämpfe zu kommen." 

Dennoch erklärte der Schweizer Nationalspieler, der nach seiner Corona-Erkrankung laut eigener Aussage wieder bei 100 Prozent ist: "Ich habe nicht daran gezweifelt, dass wir diese drei Punkte mitnehmen werden." Denn man habe "vorne geduldig gespielt" und "hinten nichts zugelassen."

Er hatte eine "sehr gute Leistung" seines BVB gesehen. Denn die Schwarz-Gelben spielten trotz des torlosen Remis zur Pause geduldig weiter. Hummels erklärte die Marschroute: "Manchmal muss man diese Teams dann einfach knacken."

Das sei auch dank des Gegenpressings gelungen, das gegen die Knappen "herausragend" gewesen sei, wie der Weltmeister von 2014 hinzufügte.

Lucien Favre (62) gab sich hingegen gewohnt wortkarg, einsilbig und meinte. "Ich bin zufrieden." Das konnte er auch sein. Denn in der zweiten Halbzeit hatte Schalke nur noch vier (!) Ballkontakte im Dortmunder Strafraum und keinen einzigen Torabschluss mehr!

Stattdessen kamen die deutlich höhere individuelle Klasse, das größere Selbstverständnis und die Spielstärke des BVB immer mehr zum Tragen, weshalb er am Ende hochverdient mit 3:0 gewann.

Titelfoto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

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