Hudson-Odoi und BVB wohl einig! Jetzt hängt's nur noch am FC Chelsea

Dortmund - Es wäre eine schallende Ohrfeige für den deutschen Rekordmeister! Callum Hudson-Odoi (20) bestimmte über mehrere Transferperioden die Schlagzeilen beim FC Bayern München. Geklappt hat es jedoch nie, den Offensivspieler an die Isar zu lotsen. Aufgrund fehlender Perspektive steht der englische Nationalspieler vom FC Chelsea erneut vor dem Absprung - diesmal etwa zu Borussia Dortmund?

Callum Hudson-Odoi (20) hat beim FC Chelsea einen schweren Stand. Geht es nun zum BVB?
Callum Hudson-Odoi (20) hat beim FC Chelsea einen schweren Stand. Geht es nun zum BVB?  © Tim Keeton/PA Wire/dpa

Die Bundesliga soll scheinbar das Transferziel Nummer eins des 20-Jährigen sein.

Erneut wird der Youngster vom amtierenden Champions-League-Sieger im deutschen Oberhaus gehandelt. Doch anders als in den vergangenen Transferperioden nicht mit dem FC Bayern, sondern mit Borussia Dortmund!

Der Grund: sein Landsmann Jadon Sancho (22).

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Borussia Dortmund Gelungener Champions-League-Auftakt für den BVB: Dortmunder besiegen Besiktas

Der Ex-Borusse, der in diesem Sommer nach vier Spielzeiten bei den Schwarz-Gelben zu Manchester United gewechselt war, entwickelte sich prächtig in Dortmund und reifte zum Nationalspieler und schließlich zum 85-Millionen-Einkauf der "Red Devils" heran.

Der Schritt nach Deutschland also auch der passende für Hudson-Odoi?

Thomas Tuchel: "Er leidet unter der sportlichen Situation"

Thomas Tuchel (48, l.) kann Hudson-Odoi (r.) nur ermutigen dran zu bleiben. Doch reicht das dem Youngster?
Thomas Tuchel (48, l.) kann Hudson-Odoi (r.) nur ermutigen dran zu bleiben. Doch reicht das dem Youngster?  © Mike Hewitt/Pool Getty/AP/dpa

Fakt ist: Beim FC Chelsea kommt er erneut wenig zum Zug. In dieser Saison stehen bislang lediglich 82 Minuten im UEFA Supercup zu Buche.

Ansonsten vertraut Trainer Thomas Tuchel (48) mehr auf Offensiv-Akteure wie Eigengewächs Mason Mount (22), Hakim Ziyech (28) sowie Nationalspieler Kai Havertz (22) und Ex-Dortmunder Christian Pulisic (22).

Daraus macht der gebürtige Krumbacher auch keinen Hehl. Es sei durchaus "schwer für ihn", so der 48-Jährige am Freitag.

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"Aber wir müssen kein Mitleid mit ihm haben. Sobald die Tür ein wenig offen ist, verlangen wir, dass er seinen Fuß hineinsteckt und sich profiliert", so die Ansage des Coaches.

Also lieber durchbeißen als abhauen? Für Tuchel ist klar: "Er leidet unter der sportlichen Situation", wenngleich er nicht das Gefühl habe, dass sich sein Schützling hängen ließe. "Er ist ein absolut positiver Typ mit positiver Energie in jeder einzelnen Trainingseinheit", lobte er den 20-Jährigen.

Wie Sky berichtet, könnte es dennoch zu einem Wechsel noch vor Transferschluss kommen. Auch der Guardian berichtet über ein gesteigertes Interesse des amtierenden DFB-Pokal-Siegers.

BVB-Wechsel wäre wohl auch für Hasan Salihamidžić eine Niederlage

Für Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidžić (44) könnte ein Dortmund-Wechsel Hudson-Odois durchaus ein Schlag ins Gesicht sein.
Für Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidžić (44) könnte ein Dortmund-Wechsel Hudson-Odois durchaus ein Schlag ins Gesicht sein.  © Sven Hoppe/dpa

Der Marktwert des Rechtsfußes liegt bei etwa 32 Millionen Euro. Sein Kontrakt läuft noch bis zum 30. Juni 2024.

Trotz Corona ist der BVB, gerade auch durch die Sancho-Millionen, finanziell etwas besser gestellt als der FC Bayern München. Auch dieser würde sich über eine qualitativ hochwertige Alternative für die Außenbahnen freuen.

In Ablösesphären, in welche man für "CHO" vordringen müsste, wird man den Rekordmeister allerdings nicht vorfinden können in diesem Sommer.

Sollte der gebürtige Londoner nach Jahren vergebener Mühe von Hasan Salihamidžić (44) nun jedoch ausgerechnet zum BVB gehen, wäre es wohl auch für Bayerns Sportvorstand eine sichtliche Niederlage.

Update, 30. August, 14.25 Uhr: BVB und Hudson-Odoi haben bereits Einigung erzielt

Wie Sky nun am Montagnachmittag berichtet, haben sowohl Borussia Dortmund als auch die Seite des Spielers Einigung über einen Transfer erzielt.

Allerdings scheint der Wechsel noch lange nicht in trockenen Tüchern zu sein. Der Grund: Der FC Chelsea!

Dieser will entsprechenden Ersatz, sollte der 20-Jährige den Klub verlassen. Dabei wird vor allem Saúl Ñíguez (26) von Atlético Madrid gehandelt. Zwar wäre der 26-Jährige kein klassisches 1-zu-1-Pendent zum Engländer, jedoch würde ein offensiver Neuzugang den "CHO"-Abgang deutlich erleichtern.

Bei dem Geschäft mit dem BVB würde es sich, so Sky weiter, zunächst um einen Leih-Deal handeln.

Titelfoto: Tim Keeton/PA Wire/dpa

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