Energiekrise trifft den BVB hart: So wollen die Schwarz-Gelben sparen

Dortmund - Das wird teuer! Die Energiekrise ereilt nicht nur den Otto Normalverbraucher, auch große Fußballklubs wie Borussia Dortmund müssen genauer auf die Verbrauchsanzeige schauen.

Die Fans von Borussia Dortmund werden sich im Winter wohl warm hüpfen müssen.
Die Fans von Borussia Dortmund werden sich im Winter wohl warm hüpfen müssen.  © Bernd Thissen/dpa

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung rechnen die Schwarz-Gelben aufgrund der Preissteigerungen nämlich mit Mehrkosten von über sechs Millionen Euro.

Das ist selbst für den Titelanwärter aus der 1. Bundesliga eine Menge Holz, weshalb der BVB demnach auch schon Gegenmaßnahmen eingeleitet hat.

"Unser Ziel ist es, den Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten in allen Liegenschaften um 15 bis 20 Prozent zu reduzieren", erklärte Vorstandsmitglied Carsten Cramer (53).

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Besonders der Signal Iduna Park steht im Verruf, ein echter Energiefresser zu sein und musste somit gedrosselt werden.

Inzwischen wird das größte Stadion Deutschlands in der Nacht nicht mehr angestrahlt, auch das BVB-Logo an der Fan-Welt bleibt zu später Stunde aus.

Darüber hinaus läuft die Flutlichtanlage nur noch, wenn es zwingend erforderlich ist. Selbiges gilt für die Videowand, die lediglich bei Spielen angeknipst wird. Außerdem verrichten Rasenheizung und -beleuchtung ihr Werk inzwischen mit eingeschränkter Leistung.

Weiterhin gibt es sogar Vorkehrungen, die den Stadiongänger direkt betreffen. So wird in der Arena mit einer Kapazität von 81.365 Zuschauerplätzen nur noch reduziert geheizt. Die BVB-Anhänger sollten also besser schon mal die Winterjacke aus dem Schrank kramen.

DFL und DFB beschäftigen sich mit der Energiekrise

DFB-Präsident Bernd Neuendorf (61) möchte einen energiebedingten Lockdown unbedingt vermeiden.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf (61) möchte einen energiebedingten Lockdown unbedingt vermeiden.  © Marco Steinbrenner/dpa

Die Maßnahmen kommen dabei nicht von ungefähr. Bereits Anfang September hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) den Vereinen der ersten beiden Spielklassen ein Energieprogramm mit dem Einsparziel in Höhe von 15 bis 20 Prozent für die laufende Saison ans Herz gelegt.

Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) blickt mit Sorge auf die anstehenden Monate.

"Ein Lockdown ist etwas, was wir uns auf gar keinen Fall wünschen können. Wir können die Plätze nicht einen dritten Winter in Folge geschlossen halten", erklärte DFB-Präsident Bernd Neuendorf (61) laut NDR am Rande des Workshops Amateurfußball.

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Und weiter: "Deshalb befürworten wir mit Blick auf Energiefragen Entlastungen für Vereine. Der Sport ist da gemeinsam energisch unterwegs."

Mittlerweile haben beispielsweise auch der FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach verschiedenste Maßnahmen in die Wege geleitet, doch nicht jeder Verein kann so leicht nachziehen.

Einige Klubs wie Eintracht Frankfurt oder der 1. FC Köln sind lediglich Stadion-Mieter, andere wie Werder Bremen und der VfB Stuttgart nur Miteigentümer.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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