Ex-BVB-Co-Trainer Uwe Neuhaus vor Duell mit Dortmund über seinen "Quantensprung"

Dortmund - Für Uwe Neuhaus (60) ist es das Duell mit seinem Ex-Klub! Der Trainer von Arminia Bielefeld war knapp sieben Jahre bei Borussia Dortmund (1998 bis 2005) tätig. Nun trifft er als Bundesliga-Coach auf den BVB.

BVB-Coach Lucien Favre (62) hält Arminia Bielefeld für ein Team, dass "sehr, sehr schwer zu bespielen" sei.
BVB-Coach Lucien Favre (62) hält Arminia Bielefeld für ein Team, dass "sehr, sehr schwer zu bespielen" sei.  © Bernd Thissen/dpa

Die damalige Zeit hat er noch gut in Erinnerung: "Für mich war es ein Quantensprung." Mit dem Oberligisten VfB Hüls hielt er damals gerade so die Klasse und wurde dann Co-Trainer der Schwarz-Gelben in der Bundesliga

Er meint rückblickend: "Es war eine gewaltige Aufgabe", die man gut gemeistert hätte. Deshalb könne der frühere Übungsleiter von Dynamo Dresden und dem 1. FC Union Berlin mit "großer Zufriedenheit und großem Stolz" auf diese Jahre zurückblicken.

Andersherum wird das genauso gesehen. BVB- Sportdirektor Michael Zorc sagte über Neuhaus, dass er "einen "hervorragenden Weg bis in die 1. Liga" gegangen sei. "Das freut mich sehr für ihn. Uwe ist einfach auch ein super Typ!"

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Der will Dortmund mit seiner Mannschaft wenn möglich ein Bein stellen. Durch die Champions-League-Begegnung gegen Zenit St. Petersburg (2:0) habe sich der Eindruck der Spielweise der Borussia verfestigt.

Tiefstehende Truppen würden es den Schwarz-Gelben richtig schwer machen, doch das sei keine Erfolgsgarantie. Schließlich habe das Team von Trainer Lucien Favre die Partie am Ende doch noch gewonnen. 

Pressekonferenz von Borussia Dortmund vor dem Bundesliga-Spiel bei Arminia Bielefeld

Arminia Bielefelds Pressekonferenz mit Uwe Neuhaus vor dem Duell gegen den BVB

BVB-Coach Lucien Favre will gegen Arminia Bielefeld die Rotationsmaschine anwerfen

DSC-Coach Uwe Neuhaus (60) trifft mit Arminia Bielefeld auf seinen Ex-Verein Borussia Dortmund.
DSC-Coach Uwe Neuhaus (60) trifft mit Arminia Bielefeld auf seinen Ex-Verein Borussia Dortmund.  © Arne Dedert/dpa

Der Schweizer Coach hingegen meinte zum Gegner: "Sie sind sehr, sehr schwer zu bespielen."

Um eine möglichst frische Elf auf dem Rasen zu haben, erklärte Favre ganz offen: "Natürlich werden wir rotieren." Denn das sei "logisch und nötig." Er wisse allerdings noch nicht, wie sehr er seine Mannschaft verändern wird.

Einiges dürfte er spontan entscheiden, je nachdem, welche Spieler besonders fit wirken. Schließlich steht am kommenden Mittwoch (21 Uhr) direkt die nächste Partie in der Königsklasse beim FC Brügge an. Bielefeld dürfte versuchen, die Räume eng zu machen, aber öfter Nadelstiche zu setzen, als es Zenit am Mittwoch vorgemacht hat. 

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In der Defensive wird dabei viel Arbeit auf Amos Pieper zukommen, der beim BVB ausgebildet wurde, im Profikader aber keine echte Chance erhielt. Er zählt zu den stabilsten Akteuren des Aufsteigers. 

In der Offensive sollen die schnellen Außen Ritsu Doan und vermutlich Sergio Cordova für Betrieb sorgen, im Mittelsturm will Sturmtank Fabian Klos an seinen Ketten zerren. 

Er dürfte dabei besonders motiviert sein, schließlich gab er vor kurzem zu, BVB-Abwehrchef Mats Hummels bei der WM 2014 "richtig abgefeiert" zu haben. Diese Herausforderung, sich mit ihm zu messen, dürfte ihn zusätzlich anspornen. Und welcher Zeitpunkt wäre besser, um das erste Bundesliga-Tor seiner Karriere zu erzielen?

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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