Ex-BVB-Talent Bruun Larsen verlässt die Bundesliga!

Sinsheim - Er kam im Kraichgau überhaupt nicht zum Zug! Die TSG 1899 Hoffenheim hat Jacob Bruun Larsen (22) bis Saisonende an den RSC Anderlecht ausgeliehen.

Jacob Bruun Larsen (22, l.) rannte bei der TSG 1899 Hoffenheim oft nur hinterher und konnte sich im Kraichgau bislang nicht durchsetzen.
Jacob Bruun Larsen (22, l.) rannte bei der TSG 1899 Hoffenheim oft nur hinterher und konnte sich im Kraichgau bislang nicht durchsetzen.  © Markus Gilliar/GES/Pool/ Picture Point

Beim belgischen Traditionsverein soll das ehemals große Talent von Borussia Dortmund die dringend benötigte Spielpraxis sammeln. Die bekam er bei den Kraichgauern in der laufenden Saison nämlich nicht.

In seiner Statistik stehen lediglich drei Kurzeinsätze, seit dem 25. Oktober 2020 stand er aber überhaupt nicht mehr auf dem Rasen. Das war zwar teilweise auch einer Coronavirus-Infektion geschuldet, doch bereits zuvor war er unter TSG-Coach Sebastian Hoeneß (38) hinten dran.

Das war allerdings schon in der vorherigen Spielzeit nicht anders. Dort kam der torgefährliche Flügelspieler zwar zu zwölf Einsätzen, durfte aber nicht ein einziges Mal durchspielen. Die herausragende Klasse, die er in der Jugend beim BVB zeigte, konnte er im Männerbereich noch nicht abrufen.

Hier fehlt ihm noch erkennbar die Konstanz, hat er mit der höheren Intensität und Schnelligkeit im Profifußball zu kämpfen. Dabei überragte er gerade in der A-Jugend der Schwarz-Gelben. Dort kam er in 62 Einsätzen auf satte 36 Tore und 31 Vorlagen - was für eine geniale Quote!

Bruun Larsen wurde an der Seite vieler heutiger Profis wie Felix Passlack (22), Amos Pieper (23, Arminia Bielefeld), Janni Serra (22, Holstein Kiel), Dzenis Burnic (22, 1. FC Heidenheim 1846), Orel Mangala (22, VfB Stuttgart) und Luca Killian (21, 1. FSV Mainz 05) zwei Mal Deutscher U19-Meister (2016 und 2017) und gewann denselben Titel auch in der B-Jugend (2015).

TSG 1899 Hoffenheim verleiht Jacob Bruun Larsen an den RSC Anderlecht

RSC Anderlecht präsentiert Jacob Bruun Larsen als Neuzugang

Jacob Bruun Larsen deutete bei Borussia Dortmund seine Klasse an, schaffte den Durchbruch aber nicht!

Jacob Bruun Larsen (22, l.) wird hier von Paco Alcacer (27) umarmt. Obwohl er seine Klasse mehrfach andeutete, konnte er sich in Dortmund keinen Stammplatz erkämpfen.
Jacob Bruun Larsen (22, l.) wird hier von Paco Alcacer (27) umarmt. Obwohl er seine Klasse mehrfach andeutete, konnte er sich in Dortmund keinen Stammplatz erkämpfen.  © Federico Gambarini/dpa

Der damalige Dortmunder Coach Thomas Tuchel (47) verhalf ihm schon am 26. Oktober 2016 zu seinem Profi-Debüt, als er ihn im Alter von 18 Jahren, einem Monat und sieben Tagen im DFB-Pokal-Kracher gegen den 1. FC Union Berlin (4:1 nach Elfmeterschießen) von Beginn an aufstellte.

Auch Peter Bosz (57) setzte früh auf ihn und verhalf Bruun Larsen am 20. September 2017 zu seinem Bundesliga-Debüt. Beim 3:0-Auswärtssieg beim Hamburger SV wurde er sieben Minuten vor Schluss für Dan-Axel Zagadou (21) eingewechselt.

Insgesamt kam der schnelle und dynamische Außenbahnspieler auf 41 Einsätze (drei Tore und fünf Assists) für den BVB, konnte sich aber nie einen Stammplatz erkämpfen, obwohl er seine Fähigkeiten immer wieder andeutete.

So brachte der dänische Nationalkicker die Borussia beim 7:0-Kantersieg gegen den 1. FC Nürnberg nicht nur in Führung und traf erstmals für die Profis, sondern bereitete auch noch das 4:0 von Kapitän Marco Reus (31) vor. Nur eine Woche später, am 3. Oktober 2018, glänzte er auch in der Champions League gegen die AS Monaco, als er beim 3:0-Heimerfolg das 1:0 selbst besorgte und das 3:0 von Reus vorbereitete.

Doch konstant konnte er diese Galaform bislang nicht bestätigen. So wurde er 2018 ein halbes Jahr an Stuttgart verliehen (vier Einsätze), wo er sich aber nicht zurechtfand. Da er in seiner Entwicklung stagnierte, gab ihn der BVB Ende Januar 2020 für die Ablösesumme von neun Millionen Euro an Hoffenheim ab, wo er seitdem aber ebenfalls Probleme hat. Ob ihm der Durchbruch nun in Belgien unter Trainer Vincent Kompany (34) gelingt?

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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