Ex-Schalker Alexander Nübel vom FC Bayern zum BVB? Das rät ihm Jens Lehmann

Dortmund/München - Wohin zieht es Alexander Nübel (24)? Der Torwart des FC Bayern München ist mit seiner wenig überraschenden Rolle als Ersatzmann von Manuel Neuer (34) unzufrieden und will den Deutschen Rekordmeister offenbar verlassen, um Spielpraxis sammeln zu können.

Jens Lehmann (51) rät Alexander Nübel (24) von einem Wechsel zu Borussia Dortmund ab.
Jens Lehmann (51) rät Alexander Nübel (24) von einem Wechsel zu Borussia Dortmund ab.  © Sven Hoppe/dpa

lm Raum steht eine Ausleihe. Doch zu welchem Verein? Wechselt der Ex-Keeper des FC Schalke 04 etwa ausgerechnet zum Erzrivalen Borussia Dortmund?

Der BVB soll angeblich auf der Suche nach einem neuen Schlussmann sein, weil weder Roman Bürki (30) noch Marwin Hitz (33) auf höchstem Niveau dauerhaft überzeugen konnten.

Der Bild zufolge haben die Schwarz-Gelben Nübel bisher aber nicht in Betracht gezogen, obwohl er eine kostengünstige Lösung wäre und sportlich wohl auf Sicht auch weiterhelfen könnte.

Dennoch rät ihm Jens Lehmann (51), der sowohl für die Borussia, als auch für S04 im Kasten stand, von einem Wechsel nach Dortmund ab.

In der Bild begründet er das wie folgt: "Falls er wechseln darf, sollte er sich einen Klub suchen, wo er wirklich die Nummer eins ist. Wenn ein junger und ein erfahrener Torwart technisch gleich stark sind, ist immer der erfahrenere im Vorteil. Und mit seiner geringen Erfahrung kann Nübel keinen schlagen..."

Der frühere deutsche Nationalspieler ergänzt: "Erstens zeigt Marwin Hitz gute Leistungen. Und zweitens kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Für einen Ex-Schalker gibt es angenehmere Dinge, als zum BVB zu wechseln."

Borussia Dortmund würde eine Leihe von FC Bayerns Alexander Nübel mittelfristig nichts bringen

Alexander Nübel (24) ist wohl auf der Suche nach einem neuen Klub, bei dem er die klare Nummer eins ist.
Alexander Nübel (24) ist wohl auf der Suche nach einem neuen Klub, bei dem er die klare Nummer eins ist.  © Bernd Thissen/dpa-POOL/dpa

Die Schwarz-Gelben haben offenbar auch andere Keeper wie RB Leipzigs Peter Gulacsi (30), Manchester Uniteds Dean Henderson (23), Lazio Roms Thomas Strakosha (25) und Griechenlands Nationalschlussmann Odysseas Vlachodimos (26), der beim VfB Stuttgart ausgebildet wurde und nun bei Benfica Lissabon im Kasten steht, auf dem Zettel.

Davon abgesehen ist die Torhüter-Hierarchie der meisten Bundesligisten für die kommende Saison bereits klar, und fast jeder Verein hat eine Nummer eins. Die Bild bringt den SV Werder Bremen ins Spiel, falls Jiri Pavlenka (28) verkauft werden muss, und Hertha BSC, sofern Rune Jarstein (36) geht. Aber selbst dann hat die Alte Dame noch Alexander Schwolow (28)...

Eventuell muss sich Nübel ins Ausland orientieren, was ihm vermutlich auch dabei helfen würde, persönlich nochmal ein Stück zu wachsen. Sollte sich allerdings die Chance eröffnen, doch zum BVB zu gehen, ist auch das durchaus eine realistische Möglichkeit für alle Seiten.

Denn obwohl Lehmann nicht begeistert ist: Vom Potenzial her ist Nübel stärker einzuschätzen als Bürki und Hitz. Eine Leihe würde Dortmund mittelfristig allerdings nicht weiterhelfen, sondern nur eine feste Verpflichtung eines Keepers, von dem man vollends überzeugt ist und der jahrelang im Tor stehen kann.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa-POOL/dpa

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