Fehlte ihm der Plan? BVB-Star tritt gegen Ex-Trainer nach!

Dortmund - Thomas Meunier (30) schießt scharf gegen seinen ehemaligen Coach Lucien Favre (64)! Offenbar war der Abwehrmann von Borussia Dortmund gar nicht von der Spielidee des Schweizer Strategen begeistert.

Thomas Meunier (30, l.) ist beim Tabellenzweiten unter Marco Rose (45) auf der Rechtsverteidiger-Position gesetzt.
Thomas Meunier (30, l.) ist beim Tabellenzweiten unter Marco Rose (45) auf der Rechtsverteidiger-Position gesetzt.  © Bernd Thissen/dpa

In einem Interview mit der WAZ beschwerte sich der belgische Defensiv-Akteur über seinen früheren Übungsleiter. Dieser habe keinen wirklichen Plan gehabt und sich nur auf "Instinktfußballer wie Sancho oder Reyna" verlassen.

"Bei Lucien Favre war es ein bisschen wie in Paris, wo wir Mbappé, Neymar und Di Maria hatten", erklärte der 30-Jährige. "Aber das ist nicht meine Vorstellung von Fußball."

Er bevorzuge eine Taktik, bei der "jeder weiß, was er wann zu tun hat". Das war unter dem langjährigen Bundesliga-Trainer anscheinend nicht der Fall.

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Favre stand von Juli 2018 bis Dezember 2020 beim BVB am Spielfeldrand. In seiner ersten Saison holte er die Vize-Meisterschaft, doch im Jahr darauf lief die Borussia lange Zeit ihrer Form hinterher.

Nach einer desaströsen 1:5-Klatsche gegen den VfB Stuttgart am elften Spieltag musste der 64-Jährige seinen Hut nehmen. Edin Terzic (39) sprang als Interimslösung bis Saisonende ein und führte das Team erneut auf den zweiten Tabellenrang.

Mit Marco Rose (45), der das Amt im Sommer von Terzic übernahm, ist Meunier überaus zufrieden. "Ich bin ein Spieler, der viel Wert auf klare Pläne, Vorgaben und Abläufe legt. Und die bekommen wir vom Trainer. Er hat eine klare Idee, arbeitet mit uns viel an taktischen Dingen", schwärmte er.

Thomas Meunier blüht bei Borussia Dortmund auf, Lucien Favre noch ohne neuen Job

Lucien Favre (64) ist nach seiner Entlassung bei den Schwarz-Gelben noch auf Vereinssuche.
Lucien Favre (64) ist nach seiner Entlassung bei den Schwarz-Gelben noch auf Vereinssuche.  © Martin Meissner/AP POOL/dpa

Der Rechtsverteidiger wechselte im Sommer 2020 ablösefrei von Paris Saint-Germain in den Signal Iduna Park und erlebte somit nur die weniger erfolgreiche Phase der Favre-Ära.

Trotzdem gehörte Meunier in den ersten neun Ligapartien zur Startformation, bevor ein Muskelfaserriss ihn ausbremste. Unter Nachfolger Terzic verlor der 54-fache Nationalspieler anschließend seinen Stammplatz und musste häufiger auf der Bank Platz nehmen.

In der laufenden Saison kämpfte er sich bei Rose allerdings eindrucksvoll zurück und absolvierte wettbewerbsübergreifend bereits 22 Partien in denen der fünf Assists verteilte.

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Sein Ex-Coach fand nach dem Aus in Dortmund hingegen noch keinen neuen Job. Favre, der vor seiner Anstellung beim BVB auch schon für Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach im deutschen Oberhaus verantwortlich war, wurde zwar seitdem unter anderem bei so namhaften Klubs wie Manchester United oder Girondins Bordeaux gehandelt, doch daraus wurde nichts.

Offenbar möchte der Trainer-Routinier sich eine längere Auszeit gönnen, wie die Daily Mail berichtete. Das wäre nichts Neues für den früheren Mittelfeldspieler. Nach seiner Entlassung 2009 bei der Hertha legte er eine Pause von rund anderthalb Jahren ein.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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