Sancho-Deal fix: Youngster verlässt den BVB für üppige Ablöse

Von Heinz Büse

Dortmund - Sportlich ein Verlust, finanziell ein Segen. Jadon Sancho (21) wechselt nach einem langem Transferpoker zu Manchester United und beschert dem BVB eine weitere üppige Einnahme. Doch wer soll den Ausnahmekönner ersetzen?

Jadon Sancho (21) verlässt den BVB in Richtung Manchester.
Jadon Sancho (21) verlässt den BVB in Richtung Manchester.  © Michael Sohn/AP-Pool/dpa

Borussia Dortmund verliert erneut einen eigentlich unverzichtbaren Schlüsselspieler, macht damit aber zum wiederholten Male kräftig Kasse.

Über die "grundsätzliche Einigung" des Wechsels von Jung-Star Jadon Sancho zum englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United informierten beide Clubs am Mittwoch.

Der englische Rekordmeister zahlt demnach "eine fixe Transferentschädigung in Höhe von 85 Millionen Euro", hieß es in der Pflichtmitteilung der Borussia an die Börse.

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Grundsätzlich bedauert Watzke den bevorstehenden Abschied Sanchos. "Wir freuen uns nicht über das Geld, sondern sind traurig, dass er weg ist", sagte Watzke: "Wir hätten ihn gerne behalten, trotz Corona."

Sancho habe aber den ausdrücklichen Wunsch auf einen Wechsel geäußert und sich "vorbildlich verhalten".

Auch der neue Trainer Marco Rose (44) bedauert den bevorstehenden Abgang des englischen Nationalspielers.

Auch Marco Rose bedauert Jadon Sanchos Abgang zu Manchester United, BVB muss ManCity einen Abschlag zahlen

Marco Rose (44) geht sein Abenteuer BVB ohne Jadon Sancho an.
Marco Rose (44) geht sein Abenteuer BVB ohne Jadon Sancho an.  © Marius Becker/dpa

"Jeder Trainer hat gerne einen Spieler wie Jadon im Team", sagte der 44-Jährige bei seiner Vorstellung: "Aber es war in den letzten Monaten schon klar, dass es darauf hinauslaufen kann, dass er nicht mehr da ist. Und wir haben uns natürlich damit beschäftigt, wie wir die Qualität ersetzen können. Wir werden keinen Jadon Sancho bekommen, aber wir werden versuchen, kreative Lösungen zu finden."

Manchester United war bereits im vergangenen Sommer einer Verpflichtung von Sancho nahe, wollte aber damals die vom BVB geforderten 120 Millionen Euro nicht zahlen. Dem Vernehmen nach muss der BVB jedoch 15 Prozent der Summe für Sancho an dessen ehemaligen Verein Manchester City abführen.

Um den sportlichen Verlust auszugleichen, wird der Champions-League-Teilnehmer einen Teil des Transferserlöses in einen Nachfolger investieren.

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Zudem hilft der Erlös für Sancho dem BVB, einen Verlust von 75 Millionen Euro auszugleichen, mit dem der Verein aufgrund der Corona-Pandemie rechnet.

Titelfoto: Michael Sohn/AP-Pool/dpa, Marius Becker/dpa

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