BVB-Leihgabe Jeremy Toljan mit starker Saison in Italien: Wohin führt sein Weg?

Sassuolo (Italien) - Er blühte bis zur Saison-Unterbrechung in Italien auf! BVB-Leihgabe Jeremy Toljan (25) hat sich bei der US Sassuolo zum Stammspieler entwickelt. 

Jeremy Toljan steht bei Borussia Dortmund noch bis zum 30. Juni 2022 unter Vertrag.
Jeremy Toljan steht bei Borussia Dortmund noch bis zum 30. Juni 2022 unter Vertrag.  © Federico Gambarini/dpa

Der gelernte Rechtsverteidiger absolvierte für den Tabellenelften der Serie A 23 Liga-Spiele (ein Tor, zwei Vorlagen) und kam dazu auch einmal im Pokal zum Einsatz.

Im Duell mit dem türkischen Nationalspieler Mert Müldür (21), der vor der Saison für fünf Millionen Euro Ablöse vom SK Rapid Wien kam, hat Toljan die Nase vorn.

Den "Ruhr Nachrichten" sagte er dazu: "Du musst beim Angriff unterstützen, du musst sicher verteidigen gegen die schnellen Flügelstürmer", was ihm entgegenkäme.

"Ich habe mich in meinem Defensivverhalten stark verbessert. Hier wird viel Wert auf Taktik gelegt, auf der Abwehrarbeit liegt ein Schwerpunkt im Training. Das hat mir geholfen", so Toljan über seine Entwicklung in Italien.

Dem Artikel zufolge sollen deshalb auch "bessere Adressen in Italien" und einige Bundesligisten Interesse am 18-fachen deutschen U21-Nationalspieler haben.

Dass Toljan viel Talent hat, ist unbestritten. Doch konstant gute Leistungen konnte er in der 1. Bundesliga bislang nicht zeigen. Weder in seiner Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim, noch bei Borussia Dortmund, das sich seine Dienste im August 2017 sieben Millionen Euro Ablöse kosten ließ.

Jeremy Toljan kommt bei der US Sassuolo regelmäßig zum Einsatz

Jeremy Toljan konnte sich bislang nicht beim BVB durchsetzen.
Jeremy Toljan konnte sich bislang nicht beim BVB durchsetzen.  © Friso Gentsch/dpa

Er konnte sich bei den Schwarz-Gelben auch wegen seiner Leistungsschwankungen nie durchsetzen. 

Gerade in der Verteidigung war der schnelle und dynamische Toljan noch nicht auf dem hohen Niveau, das beim BVB nun mal gefordert ist.

Dazu kam die wachsende Verunsicherung, weshalb er ohne Einsatz bei den Profis im ersten Halbjahr der Saison 2018/19 im Januar letzten Jahres an den schottischen Serienmeister Celtic Glasgow ausgeliehen wurde, aber auch dort nicht vollends überzeugen konnte.

Er kam 14 Mal zum Einsatz, kehrte im Sommer aber wieder nach Dortmund zurück, wo man erneut keine Verwendung für ihn hatte, weshalb es im Juli für 2,5 Millionen Euro Gebühr nach Italien ging.

Hier kommen ihm das Vertrauen seines Trainers Roberto De Zerbi und die regelmäßigen Einsätze erkennbar zugute. Eventuell darf er sogar bleiben, denn Sassuolo soll eine Kaufoption in Höhe von fünf Millionen Euro besitzen. 

Doch wegen der Corona-Krise ist noch völlig unklar, wie es weitergeht. Deshalb ist auch ein neuer Anlauf beim BVB durchaus vorstellbar - gerade, wenn Achraf Hakimi (21) zu Real Madrid zurückkehren sollte. 

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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