Brandt darf BVB verlassen: Serie-A-Klub heiß auf Ex-Leverkusener! Geht's jetzt ganz schnell?

Dortmund - Echte Liebe war es (bisher) nicht. Julian Brandt (25) und Borussia Dortmund - so richtig gefunkt hat es in den zwei Jahren in Schwarz-Gelb nie. Steht jetzt ein Wechsel ins Ausland an? Ein Klub aus der Serie A bringt sich in Stellung.

So richtig gefunkt hat es mit Julian Brandt (25, r.) und dem BVB noch nicht. Bei seinem Ex-Klub Bayer 04 Leverkusen sah das noch ganz anders aus.
So richtig gefunkt hat es mit Julian Brandt (25, r.) und dem BVB noch nicht. Bei seinem Ex-Klub Bayer 04 Leverkusen sah das noch ganz anders aus.  © Martin Meissner/POOL AP/dpa

2019 kam der inzwischen Ex-Nationalspieler von Bayer 04 Leverkusen in den Signal Iduna Park.

25 Millionen Euro festgeschriebene Ablösesumme flossen ans Bayer-Kreuz - für damalige Verhältnisse sowie den damaligen Marktwert des gebürtigen Bremers ein Schnäppchen.

Doch aus dem Schnäppchen und verheißungsvollen Top-Transfer wurde zunehmend eine verunglückte Liebelei. Stimmen häufen sich, die gar von einem Flop sprechen.

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Nun soll, laut Sky Sport Italia, ein Serie-A-Klub heiß auf die Dienste des 25-Jährigen sein: Lazio Rom!

Julian Brandt könnte Schlüsselspieler von Maurizio Sarri bei Lazio Rom werden

Maurizio Sarri (62) leitet in der kommenden Saison die Geschicke an der Seitenlinie von Lazio Rom.
Maurizio Sarri (62) leitet in der kommenden Saison die Geschicke an der Seitenlinie von Lazio Rom.  © Fabio Ferrari/Lapresse/Lapresse via ZUMA Press/dpa

Die Laziali haben nämlich davon Wind bekommen, dass man in Dortmund bereit sei, den Offensivakteur bei einem passenden Angebot zu verkaufen.

Für Brandt hingegen könnte ein Wechsel ins Ausland durchaus fruchtbar sein. Das Team von Neu-Coach Maurizio Sarri (62), welcher ein Befürworter des Deutschen sein soll, könnte von dessen Esprit in der Offensive durchaus profitieren.

Jedoch scheint einmal mehr das Thema Geld ein großer Stein inmitten des Weges in die Ewige Stadt zu sein. 25 Millionen Euro soll der BVB für Brandt fordern, welcher in seinem bis 2024 laufenden Kontrakt zudem satte sieben Millionen Euro kassieren soll.

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Ein ganzer Happen und wohl noch zu viel für den Vorjahressechsten der italienischen Beletage.

Fakt ist: Brandt kann mit seinen bisherigen Leistungen und Einsatzzeiten in Dortmund nicht zufrieden sein. Ob unter Lucien Favre (63) oder unter dessen Nachfolger Edin Terzic (38) wusste er nicht restlos zu überzeugen, war zumeist nur Teilzeitkraft.

Im Trikot des amtierenden DFB-Pokalsiegers kommt er in 87 Pflichtspieleinsätzen auf lediglich elf Tore und 15 Assists. Die Kluft zwischen Leistungsfähigkeit und Erwartungen auf der einen und der Ausbeute auf der anderen ist zu hoch.

Julian Brandts Marktwert ist massiv eingebrochen, Gehaltsverzicht für neue Chance im Ausland

Joachim Löw (61, l.) hat Brandt (r.) nicht für die EM-Endrunde nominiert. Die Leistungen des Dortmunders haben dem Bundestrainer nicht genügt.
Joachim Löw (61, l.) hat Brandt (r.) nicht für die EM-Endrunde nominiert. Die Leistungen des Dortmunders haben dem Bundestrainer nicht genügt.  © Federico Gambarini/dpa

Entsprechend fiel er auch aus dem EM-Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw (61). Sein Marktwert beträgt laut transfermarkt.de nur noch 20 Millionen Euro.

Eine Luftveränderung könnte Brandt entsprechend guttun. Fernab des Brennglases in der Bundesliga könnte er sich rehabilitieren und wieder für Höheres empfehlen.

Ob es schließlich bei Lazio Rom sein wird, wird sich zeigen. Der Flirt scheint jedoch mehr als nur heiße Luft zu sein. Doch für einen Wechsel muss Brandt wohl auf einiges an Gehalt verzichten und der BVB mit seinen Ablöseforderungen etwas heruntergehen. Auch der FC Arsenal soll Interesse bekundet haben.

Gut möglich allerdings, dass sich der 35-fache deutsche Nationalspieler unter Neu-Coach Marco Rose (44) noch einmal beweisen möchte.

Damit im dritten BVB-Jahr endlich den Turbo gezündet und schließlich doch noch zur lang ersehnten "echten Liebe" gefunden wird.

Titelfoto: Martin Meissner/POOL AP/dpa

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