Wie läuft es eigentlich bei Ex-BVB-Star Julian Weigl in Portugal?

Lissabon - Julian Weigl (24) meldet sich zu Wort! Der langjährige Bundesliga-Spieler war in der Winterpause von Borussia Dortmund für 20 Millionen Euro Ablöse zu Benfica Lissabon gewechselt (TAG24 berichtete). Doch wie läuft es in Portugal für den Defensivspieler?

Julian Weigl
Julian Weigl  © Guido Kirchner/dpa

Weigl stand der dortigen bekannten Sportzeitung "A Bola" im Interview Rede und Antwort. 

Er gab an "sehr glücklich" zu sein. Denn schon sein erster Eindruck vom Verein und der Stadt sei "sehr, sehr gut" gewesen. 

Natürlich stellte sich vielen BVB-Fans die Frage, warum er aus der stärkeren Bundesliga in die etwas schwächer einzuordnende Liga NOS wechselte. 

Der vielseitig einsetzbare Mittelfeldspieler erklärte seine Entscheidung damit, dass er "eine neue Herausforderung" und ein "neues Abenteuer" gesucht habe und auch deshalb den Klub und das Land wechselte. 

Das würde ihm dabei helfen, "als Spieler und als Person zu wachsen". Er gab außerdem zu, "sehr aufgeregt" gewesen zu sein, als Benfica angefragt hatte. 

Denn er kenne den Verein schon lange und erinnere sich an "die gute Atmosphäre im Stadion."

Weigl erkundigte sich zur Sicherheit dennoch vorher bei seinem damaligen Dortmunder Teamkollegen Raphael Guerreiro, portugiesischer Nationalspieler, und vor allem Axel Witsel.

Axel Witsels Informationen waren für Julian Weigl wichtig

Julian Weigl.
Julian Weigl.  © Marius Becker/dpa

Der hatte schließlich von 2011 bis 2012 selbst in Lissabon gespielt und konnte Weigl daher wertvolle Informationen liefern: "Er erzählte mir, dass Benfica alle so behandelt, als wären sie eine große Familie."

Außerdem kämpfe der Spitzenklub "Jahr für Jahr" um Titel und habe "fantastische Fans". 

Weigl verdeutlichte, wie viel Gewicht Witsels Aussagen für ihn hatten: "Es waren wichtige Worte, die mir geholfen haben. Ich erkannte, dass er auch heute noch großen Respekt vor dem Verein hat."

Dass Weigls hohe Ablösesumme dabei natürlich mit großen Erwartungen verbunden ist, verunsichere ihn nicht. Denn: "Ich vertraue mir und meinen Fähigkeiten sehr."

Dennoch sei "alles neu" für ihn, ob Verein, Land, Sprache, Leute und Mitspieler. Er weiß, dass er sich erst einmal umgewöhnen muss. Das sei ein "Prozess".

Trotz seines jungen Alters verfügt der fünffache deutsche Nationalspieler schon über viel Erfahrung. Für Borussia Dortmund absolvierte er 171 Spiele, für den TSV 1860 München kam er auf 40 Einsätze. Bei Benfica kam er bislang auf elf Partien, ehe die Saison wegen der Coronavirus-Krise unterbrochen wurde.

In der Liga war es zu diesem Zeitpunkt sehr spannend. Lissabon lag mit nur einem Punkt Rückstand auf den FC Porto auf dem zweiten Tabellenplatz. Sollte die Saison in einigen Wochen weitergehen, erwartet Fußballfans, die auch mal nach Portugal schauen, ein spannender Endspurt.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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