Vorbild statt gieriges Kohle-Gefeilsche? Dahoud verlängert beim BVB - und verzichtet auf Gehalt!

Bad Ragaz - Der Gegenentwurf zum großen Kohle-Gefeilsche! Mahmoud Dahoud (25) und Borussia Dortmund gehen auch in den kommenden Spielzeiten zusammen auf Punktejagd. Der 25-Jährige erhält einen neuen Kontrakt bei den Schwarz-Gelben - und verzichtet wohl sogar auf etwas Geld.

Mahmoud Dahoud (25) und Borussia Dortmund haben vorzeitig um ein Jahr verlängert. Unter Marco Rose (44) möchte er an seine Leistungen der Vorsaison anknüpfen.
Mahmoud Dahoud (25) und Borussia Dortmund haben vorzeitig um ein Jahr verlängert. Unter Marco Rose (44) möchte er an seine Leistungen der Vorsaison anknüpfen.  © Tom Weller/dpa

Lange Zeit sah es so aus, als würde Mo Dahoud beim BVB nie wirklich eine tragende Rolle einnehmen können. Und dann kam Edin Terzić (38).

Unter dem zunächst als Interimslösung gekommenen und später als DFB-Pokal-Trainer abgetretenen Ur-Dortmunder war Dahoud - auch begünstigt durch den ein oder anderen personellen Ausfall in der BVB-Schaltzentrale - plötzlich gesetzt.

Und er lieferte!

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Auch aufgrund dessen, dass er sich beim BVB nie in Gänze als Stammkraft etablieren konnte, wurden häufiger Spekulationen bezüglich eines Abganges des 25-Jährigen laut.

Dazu kam es seit seiner Verpflichtung im Jahre 2017 jedoch nie - und das wird es vorerst auch weiterhin nicht geben.

Wie der amtierende DFB-Pokal-Sieger nun bekannt gab, wird der Kontrakt mit Dahoud ein Jahr vor Ende um weitere zwölf Monate verlängert.

2017 wechselte der zweifache deutsche Nationalspieler für zwölf Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach nach Dortmund und erhielt dort einen gut dotierten Fünfjahresvertrag.

Mo Dahoud über den Verbleib bei Borussia Dortmund: "Wenn ich die Leistung bringe, kann es noch länger gehen"

Unter Edin Terzić (38) spielte sich Dahoud zuletzt beim BVB fest.
Unter Edin Terzić (38) spielte sich Dahoud zuletzt beim BVB fest.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Unter Edin Terzić war er erstmals gesetzt, war ein großer Faktor in der Aufholjagd um die Startplätze für die Champions League und auch für den Sieg im DFB-Pokal.

Man hätte meinen können, jetzt würde das große Gefeilsche um einen besseren Vertrag oder gar einen Abgang zu einem anderen Klub losgehen.

Doch bei Dahoud ist der Trend scheinbar ein anderer.

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Während beispielsweise beim FC Bayern München vonseiten der Spieler trotz Corona-Pandemie teils schwindelerregende Gehälter gefordert werden, konzentriert sich der Rechtsfuß weniger auf sein Konto, als auf seine sportliche Zukunft. Laut Sky verzichtet er auf Gehalt.

"Wenn ich die Leistung bringe, und ich werde alles dafür tun, kann es noch länger gehen", so Dahoud nun im Trainingslager im schweizerischen Bad Ragaz zu seinem neuen Arbeitspapier.

Ursprünglich hatte sogar eine Verlängerung um zwei Jahre im Raum gestanden.

Der im syrischen Amûdê geborene zentrale Mittelfeldakteur hat inzwischen 101 Pflichtspiele für den BVB absolviert. Dabei gelangen ihm drei Tore und neun Assists.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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