Vereinsloser Nuri Sahin träumt von BVB-Rückkehr!

Dortmund - Er wurde beim BVB groß und hofft, zu seinem Herzensverein zurückkehren zu können: Nuri Sahin (31) möchte spätestens nach der Karriere wieder für Borussia Dortmund arbeiten.

Duell der ehemaligen Dortmunder Mannschaftskollegen: Nuri Sahin (r.) im Trikot vom SV Werder Bremen im Zweikampf mit Bayerns Stürmer Robert Lewandowski.
Duell der ehemaligen Dortmunder Mannschaftskollegen: Nuri Sahin (r.) im Trikot vom SV Werder Bremen im Zweikampf mit Bayerns Stürmer Robert Lewandowski.  © Matthias Balk/dpa

Das erklärte der 52-fache türkische Nationalspieler in den "Ruhr Nachrichten": "Die Verbindung ist immer da und es ist natürlich ein Traum, irgendwann wieder bei Borussia zu sein", erklärte Sahin. Er fügte hinzu, dass er "auf jeden Fall" Coach werden will: "da habe ich schon Bock drauf."

Der zentrale Mittelfeldspieler ist aktuell Co-Trainer beim RSV Meinerzhagen, bei dem er in der Jugend von 1992 bis 2001 spielte. Anschließend wechselte er dann zum großen BVB, wo er es bekanntlich bis in die Profimannschaft schaffte.

Für die gab der gebürtige Lüdenscheider schon im Alter von 16 Jahren, elf Monaten und einem Tag sein Debüt. 

Am 6. August 2005 stellte ihn der damalige Dortmunder Coach Bert van Marwijk am 1. Spieltag der Saison beim 2:2 beim VfL Wolfsburg sogar direkt in die Startaufstellung.

Damit ist er bis heute der jüngste Bundesliga-Spieler aller Zeiten. Trotz seiner jungen Jahre avancierte er auf Anhieb zum Stammspieler und kam auf 24 Profieinsätze (ein Tor, sechs Vorlagen).

In der Folgesaison stand er unter Thomas Doll zwar ebenfalls regelmäßig auf dem Rasen, aber nur viermal über 90 Minuten. 

Nuri Sahin erlebt zweiten Frühling bei Borussia Dortmund unter Jürgen Klopp

Nuri Sahin (31) war beim BVB über Jahre hinweg Führungsspieler, Kapitän und Leistungsträger.
Nuri Sahin (31) war beim BVB über Jahre hinweg Führungsspieler, Kapitän und Leistungsträger.  © David Inderlied/dpa

Da van Marwijk mittlerweile bei Feyenoord Rotterdam Trainer war, schloss sich Sahin zur Saison 2007/08 per Leihe dem niederländischen Traditionsverein an und zeigte überragende Leistungen: in 29 Ligaspielen kam er auf sechs Tore und fünf Vorlagen, wurde Pokalsieger und machte in seiner Entwicklung einen großen Schritt nach vorne. 

Gereift kehrte er nach Dortmund zurück, wo er sich unter Jürgen Klopp durchsetzte, unter dem er über drei Jahre hinweg Stammspieler und Leistungsträger war, eine Meisterschaft (2011) feiern konnte.

Also wagte er den nächsten Schritt und wechselte zu Real Madrid, wo er aber von Verletzungen zurückgeworfen wurde und sich nie durchsetzen konnte. Lediglich zehn Einsätze (ein Tor, eine Vorlage) für die Königlichen stehen für Sahin zu Buche.

Im Sommer 2012 wurde er für ein halbes Jahr an den FC Liverpool ausgeliehen (zwölf Spiele, drei Treffer, drei Vorlagen), bevor er per erneuter Leihe für eineinhalb Jahre ein weiteres Mal nach Dortmund zurückkehrte und vom BVB im Sommer 2014 erneut fest verpflichtet wurde.

Nuri Sahin konnte seine Klasse beim SV Werder Bremen nur noch selten zeigen

Nuri Sahins (31) Vertrag wurde beim SV Werder Bremen nach zwei durchwachsenen Jahren nicht verlängert.
Nuri Sahins (31) Vertrag wurde beim SV Werder Bremen nach zwei durchwachsenen Jahren nicht verlängert.  © Carmen Jaspersen/dpa

Nun fehlte er seinem Klub aber immer öfter aufgrund von Verletzungen. In den folgenden drei Jahren kam er nur noch zu 30 Einsätzen. 

In seiner letzten Spielzeit (2017/18) waren es immerhin 25 Partien, in denen er für Dortmund auf dem Feld stand. Am 12. Mai 2018 beim 1:3 bei der TSG 1899 Hoffenheim zog er sich ein bislang letztes Mal das schwarz-gelbe Trikot an.

Im Sommer desselben Jahres zog es ihn zum SV Werder Bremen, bei dem er allerdings nur selten seine Klasse zeigen konnte, weshalb sein Vertrag bei den Grün-Weißen in diesem Sommer auch nicht verlängert wurde. 

Sahin selbst erklärt: "Durch Corona ist ja alles etwas auf Hold gewesen, jetzt kommt langsam Bewegung rein." Er hofft nun, dass "der Körper mitmacht" und er noch "zwei oder drei Jahre" spielen kann.

Als Spieler dürfte eine Rückkehr nach Dortmund ausgeschlossen sein. Als Trainer könnte er, der 274 Partien (26 Tore, 49 Vorlagen) für den BVB absolvierte, in ein paar Jahren eine weitere Identifikationsfigur des Vereins werden.

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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