Bürki-Frust beim BVB! Zorc mosert: "Haben uns Situation anders vorgestellt"

Dortmund - Das haben sich wohl alle Parteien anders vorgestellt! Borussia Dortmunds Keeper Roman Bürki (30) verlor zu Beginn des Kalenderjahres seinen Stammplatz im BVB-Tor. Eine weitere Torwart-Verpflichtung später ist er nun bloß noch die Nummer 3 bei den Schwarz-Gelben. Ein im Sommer geplanter Abgang des Schweizers platzte - was nun für Unmut im Klub sorgt.

Roman Bürki (30) durchlebt die wohl schwerste Zeit in seiner inzwischen über sechsjährigen Karriere bei Borussia Dortmund.
Roman Bürki (30) durchlebt die wohl schwerste Zeit in seiner inzwischen über sechsjährigen Karriere bei Borussia Dortmund.  © Bernd Thissen/dpa

Das Jahr 2021 ist sportlich bislang eines zum Vergessen für Roman Bürki.

Zwar startete sein Klub in der Rückrunde der Saison 2020/21 unter dem inzwischen Ex-Coach Edin Terzić (38) durch und krallte sich neben der Qualifikation für die UEFA Champions League auch den Titel im DFB-Pokal, doch für ihn persönlich lief es mehr als dürftig.

Der Schlussmann habe "für sich entschieden, dass er für sich eine neue Herausforderung sucht", so der Sportliche Leiter der Borussen Michael Zorc noch im August bezüglich der Torwart-Diskussion bei Sky.

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Hintergrund war die Verpflichtung von Gregor Kobel (23) vom VfB Stuttgart. Dieser ist als Nummer 1 in die Saison gestartet, vor seinem und Bürkis Landsmann Marwin Hitz (33).

Nun ist klar: Die Suche Bürkis nach einem neuen Arbeitgeber blieb erfolglos. So soll unter anderem Atletico Madrid um den 30-Jährigen gebuhlt haben. Doch auch dort hätte höchstwahrscheinlich nur die Bank gewartet. Jan Oblak (28) gilt beim amtierenden Meister aus LaLiga als unumstritten.

Bürki selbst soll dem Vernehmen nach jedoch den Anspruch haben zu spielen - auch international.

Michael Zorc erwartet von Roman Bürki Professionalität

Der Sportliche Leiter des BVB, Michael Zorc (59), äußerte sich erneut zur Personalie Roman Bürki.
Der Sportliche Leiter des BVB, Michael Zorc (59), äußerte sich erneut zur Personalie Roman Bürki.  © David Inderlied/dpa

In den Ruhr Nachrichten legte Michael Zorc nun zur Keeper-Causa nach und machte keinen Hehl daraus, dass weder der Klub noch der neunfache Schweizer Nationaltorwart mit der Konstellation besonders glücklich sind.

"Die aktuelle Situation haben wir uns und er sich sicher anders vorgestellt", so der 59-Jährige. "Aber wir haben Gespräche mit ihm (Roman Bürki, Anm. d. Red.) geführt, und es geht jetzt darum, sich professionell zu verhalten. Genau das macht Roman Bürki gerade."

Klingt bestenfalls nach Zweckehe und nicht sehr nach "echter Liebe".

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Marwin Hitz verdrängte Bürki im Februar 2021 nach dessen Schulterverletzung aus dem Tor. Nur durch die Verletzung Hitz' am 32. Spieltag der vorangegangenen Bundesliga-Saison gegen RB Leipzig (3:2) rückte er noch einmal für dreieinhalb Pflichtspielbegegnungen zurück ins Tor - darunter auch das DFB-Pokalfinale gegen Leipzig.

Es wird wohl sein vorerst letzter Auftritt im BVB-Trikot gewesen sein. Das Transferfenster öffnet erst im Januar wieder. Bis dahin heißt es, das Credo des Sportlichen Leiters zu achten: Professionalität.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa, David Inderlied/dpa

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