Transferkracher? BVB-Star Erling Haaland zu PSG? Zorc spricht Klartext

Dortmund - Schnappt sich der FC Paris Saint-Germain den nächsten Superstar? PSG soll erneut an Erling Haaland (21) von Borussia Dortmund dran sein.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc (59) wird Erling Haaland (21) in diesem Sommer auch bei einem unmoralischen Angebot nicht abgeben.
BVB-Sportdirektor Michael Zorc (59) wird Erling Haaland (21) in diesem Sommer auch bei einem unmoralischen Angebot nicht abgeben.  © dpa/David Inderlied

Doch BVB-Sportdirektor Michael Zorc (59) sprach Klartext und schloss einen kurzfristigen Wechsel vom Torjäger erneut aus.

"An unserer Position hat sich nichts geändert und wird sich auch nichts ändern", sagte Zorc der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Beim "kicker" betonte das schwarz-gelbe Urgestein: "Ich gehe davon aus, dass wir jetzt noch zwei Tage lang mit wilden Gerüchten konfrontiert werden. Unser Standpunkt ist klar, ich muss nicht ständig den Papageien spielen."

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Mit Ende der Transferfrist in diesem Sommer soll erst einmal wieder Ruhe sein. Vorerst. Denn dass der 21 Jahre alte Norweger europaweit im Fokus steht, erlebte der BVB erst nach Haalands Last-Minute-Treffer zum 3:2 (0:0) am Freitag gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

Da gab es reflexartige Spekulationen aus Frankreich, England und Spanien. Kaum hatte Haaland den BVB gegen starke Kraichgauer in der Nachspielzeit zum Sieg geschossen, ging es los.

Jetzt, wo sich der Mega-Transfer von PSG-Star Kylian Mbappe (22) zu Real Madrid abzeichnet, könnte der französische Spitzenklub ein unmoralisches Angebot für den wuchtigen Borussen-Angreifer unterbreiten, um den französischen Weltmeister zu ersetzen, hieß es. Mag sein.

Verstärkung für die ausgedünnte Abwehr: BVB an Diogo Dalot von Manchester United dran

Der portugiesische EM-Teilnehmer Diogo Dalot (22, r.), hier mit Superstar Cristiano Ronaldo (36, 2.v.l.), soll von Manchester United geholt werden.
Der portugiesische EM-Teilnehmer Diogo Dalot (22, r.), hier mit Superstar Cristiano Ronaldo (36, 2.v.l.), soll von Manchester United geholt werden.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Bei allem Geld der Welt wären so kurzfristig sonst alle Saisonplanungen über den Haufen geworfen. Auch wenn sich bei Haaland nichts mehr tun soll, stehen den Dortmundern noch hektische Stunden bevor.

Als Reaktion auf die anhaltende Personalnot in der Defensive, die durch den Ausfall von Nationalspieler Emre Can (27) angewachsen ist, hält der BVB Ausschau nach einem Rechtsverteidiger.

Offenbar ist die Wahl auf Diogo Dalot (22) gefallen. Dem Vernehmen nach soll der portugiesische Nationalspieler von Manchester United für ein Jahr mit einer Kaufoption ausgeliehen werden.

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Ob der Transfer zustande kommt, ist aber offen. "Lasst euch überraschen, was wir noch machen werden", sagte Zorc dazu.

Zum Leidwesen des neuen Trainers Marco Rose erwies sich die Abwehr auch beim glücklichen Sieg am Freitag als anfällig.

Weil Mats Hummels (32, Patellasehne), Can (Oberschenkel) und der Langzeitverletzte Dan-Axel Zagadou (22) weiter fehlten, musste Mittelfeldspieler Axel Witsel (32) erneut als Innenverteidiger aushelfen und der gerade von einer Corona-Infektion genesene Thomas Meunier (29) durchspielen.

Erling Haaland erstickte eine aufkommende Trainerdiskussion mit seinem Tor gegen Hoffenheim im Keim

Erling Haaland (21, r.) beruhigte die Dortmunder Gemüter mit seinem Last-Minute-Treffer.
Erling Haaland (21, r.) beruhigte die Dortmunder Gemüter mit seinem Last-Minute-Treffer.  © dpa/Marius Becker

Ohne Verstärkungen in der Abwehr drohen weitere Zitterpartien wie gegen Hoffenheim.

Nur der brachiale Treffer von Haaland in der Nachspielzeit bewahrte den BVB vor einem weiteren Rückschlag.

"Erling ist eine Maschine. Ich kann kaum beschreiben, wie gut er ist. Es ist unglaublich, was er da macht", schwärmte Mitspieler Jude Bellingham (18) voller Freude über den wuchtigen Schuss des Torjägers ins Glück.

Auch für Rose war der dritte Saisontreffer des pfeilschnellen Angreifers am Freitag Gold wert.

Der Last-Minute-Siegtreffer ersparte dem früheren Gladbacher Coach weitere Diskussionen über fehlende Konstanz, die eine Woche zuvor beim 1:2 in Freiburg eingesetzt hatten.

"Ich freue mich sehr, dass die Jungs für ihre Leidenschaft belohnt wurden. Wenn man solch ein Spiel 3:2 gewinnt, gibt das einem Ruhe und Zeit. Das ist wichtig vor der Länderspielpause", kommentierte Rose erleichtert.

Titelfoto: dpa/Marius Becker

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