Tuchel spricht Klartext: Darum platzte der BVB-Deal um Hudson-Odoi!

London - Ein Abgang zum BVB war für den FC Chelsea nicht stemmbar! Borussia Dortmund war im Transfersommer 2021 drauf und dran, Callum Hudson-Odoi (20) in die Bundesliga zu locken. Doch genau wie der FC Bayern München bissen sich die Westfalen die Zähne an den "Blues" und "CHO" aus. Chelsea-Coach Thomas Tuchel (48) verrät nun, woran das lag.

Thomas Tuchel (48, l.) und Callum Hudson-Odoi (20): Unter dem deutschen Trainer findet der hoch veranlagte Außenbahnspieler nur schwer Stand.
Thomas Tuchel (48, l.) und Callum Hudson-Odoi (20): Unter dem deutschen Trainer findet der hoch veranlagte Außenbahnspieler nur schwer Stand.  © Mike Hewitt/Pool Getty/AP/dpa

Es wäre ein spektakulärer Wechsel kurz vor Torschluss am Deadline-Day gewesen. Callum Hudson-Odoi soll sich mit dem amtierenden DFB-Pokalsieger einig gewesen sein. Der angepeilte Leih-Wechsel kam jedoch nicht zustande.

Dies sei eine "sehr einfache Entscheidung" gewesen, gab der Ex-Borussen-Coach und aktuelle Chelsea-Trainer Tuchel nun in einem Interview zu.

"Es gab keine Chance, dass wir einem Wechsel von Hudson-Odoi zur Borussia am letzten Tag des Transferfensters zustimmen", so der 48-Jährige weiter.

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Wenngleich der gebürtige Krumbacher weiß: "Für ihn persönlich wäre das vielleicht eine gute Gelegenheit gewesen".

Hudson-Odoi wartet bislang weiter auf seinen Durchbruch. Gerade unter Tuchel spielt er nur eine untergeordnete Rolle im Team des amtierenden Champions-League-Siegers.

Thomas Tuchel spricht im Interview über Callum Hudson-Odoi

Am Wochenende die ersten Spielminuten für "CHO" in dieser Premier-League-Saison

BVB-Sportdirektor Michael Zorc (59) war mit dem Klub kurz davor Callum Hudson-Odoi nach Dortmund zu holen.
BVB-Sportdirektor Michael Zorc (59) war mit dem Klub kurz davor Callum Hudson-Odoi nach Dortmund zu holen.  © David Inderlied/dpa

Spieler wie beispielweise Hakim Ziyech (28), Christian Pulisic (22), oder Mason Mount (22) haben beim Deutschen einen bedeutend besseren Stand.

Beim 3:0-Erfolg am Samstag gegen Aston Villa durfte "CHO" im vierten Premier-League-Spiel dieser Saison überhaupt das erste Mal ran. Nach 82 Minuten verließ der junge Außenbahnspieler dann das Feld für Nationalstürmer Timo Werner (25).

"Für uns war es unmöglich ihn gehen zu lassen", so Tuchel weiter. Er sehe jedoch, "wie er im Training jeden Tag besser wird". Ein bittersüßes Lob.

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Besonders unglücklich: Hudson-Odoi könnte durch seinen geplatzten Abgang sogar noch der große Verlierer der Transferperiode sein. Grund dafür ist die Verpflichtung von Saúl Ñíguez (26) von Atlético Madrid. Dieser galt eigentlich als Ersatz für den dreimaligen Nationalspieler Englands.

Ein Leihgeschäft zum BVB hätte dem Vernehmen nach nur klappen können, wenn man den Spanier an die Stamford Bridge lotsen könne, hieß es.

Der FC Chelsea holte Saúl Ñíguez, Callum Hudson-Odoi durfte trotzdem nicht zu Borussia Dortmund

Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidžić (44) hätte "CHO" auch gerne gehabt.
Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidžić (44) hätte "CHO" auch gerne gehabt.  © Sven Hoppe/dpa

Der Saúl-Deal ging durch, der Hudson-Odoi-Deal bekanntermaßen dennoch nicht.

Auch wenn der 26-jährige Zentrumsspieler nur ausgeliehen wurde und rein positionstechnisch kein wirklicher Konkurrent für "CHO" ist, macht er das Gedränge im Mittelfeld Chelseas erneut größer.

Mit dem gebürtigen Londoner Hudson-Odoi hätten die Borussen nicht nur einen hoch veranlagten Außenstürmer in die Bundesliga gelockt, sondern dem Dauerrivalen aus dem Süden, dem FC Bayern, damit auch so richtig weh getan.

Auch der Rekordmeister um Sportvorstand Hasan Salihamidžić (44) wollte den Engländer bereits mehrfach an die Isar holen. Geklappt hatte es nie.

Titelfoto: Mike Hewitt/Pool Getty/AP/dpa

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