Gladbach nach starkem Finish in der Königsklasse: "Werden keine Leistungsträger abgeben!"

Mönchengladbach - Starke Saison! Borussia Mönchengladbach feiert die Qualifikation für die Champions League. Das Stichwort hierfür: Konstanz.

Großer Erfolg für Borussia Mönchengladbach und Trainer Marco Rose (3.v.r.): Die "Fohlen" spielen in der kommenden Saison in der Champions League!
Großer Erfolg für Borussia Mönchengladbach und Trainer Marco Rose (3.v.r.): Die "Fohlen" spielen in der kommenden Saison in der Champions League!  © Marius Becker/dpa

Die "Fohlen" holten in der Hinrunde 35 und in der Rückrunde 30 Punkte und bewiesen, dass sie eine gefestigte Mannschaft waren und sind. 

Großen Anteil daran hat der Trainer Marco Rose. Zu ihm sagte Manager Max Eberl nach dem 2:1-Erfolg gegen Hertha BSC am "Sky"-Mikrofon: "Er ist die Schlüsselfigur des Erfolges."

Wie recht er damit hat! Denn der gebürtige Leipziger verpasste seiner Mannschaft nicht nur eine eigene Spielphilosophie, sondern schnitt diese auch noch auf die vielen Stärken seiner Truppe zu.

So konnte sich jeder Akteur entfalten, weshalb Gladbach in keinem einzigen Ligaspiel unterging. Nie musste man eine Niederlage mit mehr als zwei Toren Differenz hinnehmen.

Zumindest nicht in Deutschlands Fußball-Eliteklasse. In der Europa League waren die ersten Auftritte der Borussia hingegen schwach, negativer Höhepunkt war ein 0:4 gegen den Wolfsberger AC vor heimischer Kulisse. 

Das war jedoch der einzige echte Ausrutscher in der gesamten Spielzeit. Deshalb schlussfolgert Eberl zurecht: "Wir waren über die gesamte Spielzeit konstant gut und stehen deshalb meiner Meinung nach auch verdient auf dem vierten Platz. Wir haben diese Saison gezeigt, dass wir immer aufgestanden sind."

Für Borussia Mönchengladbach hat die Champions-League-Qualifikation Signalwirkung

Zwei Ex-Herthaner jubeln nach Gladbachs Sieg gegen die "Alte Dame" über die Champions-League-Qualifikation: Ibrahima Traoré (Nr. 16) und Raffael (2.v.r.) klatschen einander ab.
Zwei Ex-Herthaner jubeln nach Gladbachs Sieg gegen die "Alte Dame" über die Champions-League-Qualifikation: Ibrahima Traoré (Nr. 16) und Raffael (2.v.r.) klatschen einander ab.  © Marius Becker/dpa

Für ihn hat die Quali Signalwirkung: "Die Champions League ist jetzt ein Ausrufezeichen. Das ist genau das richtige für die Spieler."

Hinsichtlich der Personalplanung fügt Eberl hinzu: "Die Mannschaft ist jetzt ein Jahr lang gereift unter dem neuen Trainer. Wir wollen und wir werden keine Leistungsträger abgeben. Wir wollen und wir werden diese Mannschaft behalten. Wir wollen jetzt mit schlauen Wegen gucken, diese Mannschaft quantitativ und qualitativ weiter zu bestücken. Das ist jetzt die Aufgabe, die wir haben."

Rose selbst sagte zu seinem Wechsel vom FC Red Bull Salzburg zu Gladbach vor der Saison: "Der Schritt für mich war nicht so groß. Ich war gut vorbereitet und habe ein tolles Trainerteam. Max (Eberl) hat keine Luftschlösser aufgebaut. Er hat mir klar gesagt, was geht und was nicht geht bei der Borussia. Ich bin in einen gut funktionierenden Verein gekommen. Es ist schon viel bereitet. Das ist ein wahnsinnig tolles Gefühl. Es erfüllt einen mit großem Stolz."

Weltmeister Christoph Kramer war nach diesem großen Erfolg in Feierlaune: "Wer 65 Punkte holt, hat die Champions League verdient. Wir haben die ganze Situation gut angenommen. Das ist auf jeden Fall eine geile Sache. Wir freuen uns alle riesig."

Diese Euphorie ist auch angemessen. Denn wer eine so stark besetzte Mannschaft wie Leverkusen in die Schranken verweist, der hat viel Qualität. Wer dazu noch Leistungsträger wie Marcus Thuram und Alassane Plea ersetzen kann, der hat auch in der Breite einen Kader, der reif für die Königsklasse ist.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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