Doppelpack für Gladbach bestätigt: "Spätzünder" Jonas Hofmann in der Form seines Lebens

Mönchengladbach - Alles, was er anfasst, wird zu Gold! Die Rede ist nicht vom griechischen König Midas, sondern von Borussia Mönchengladbachs Jonas Hofmann (29).

Das 4:0 gegen Fürth: Selbst unter starker Bedrängnis von Hans Nunoo Sarpei (23, M.) war Gladbachs Jonas Hofmann (29, r.) nicht zu bremsen.
Das 4:0 gegen Fürth: Selbst unter starker Bedrängnis von Hans Nunoo Sarpei (23, M.) war Gladbachs Jonas Hofmann (29, r.) nicht zu bremsen.  © picture alliance/dpa/Federico Gambarini

Dass sich der geborene Heidelberger in der Form seines Lebens befindet, unterstrich er mal wieder im Duell gegen die SpVgg Greuther Fürth.

Einmal mit links und einmal mit rechts: Beim 4:0-Sieg gegen das Kleeblatt schnürte Hofmann einen Doppelpack. Es waren seine Saisontreffer fünf und sechs.

"Das ist das Beste, was er bis jetzt bei der Anzahl an Bundesliga-Spielen erreicht hat", wusste Trainer Adi Hütter (51) nach der Partie zu berichten. Der Österreicher ergänzte: "Ich hoffe, es bleibt nicht dabei, sondern dass er noch einige Tore für uns macht."

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Auch der Mittelfeld-Star selbst sieht seine Serie noch nicht als beendet: "Meinen eigenen Torrekord habe ich jetzt schon geknackt, dabei ist erst ein Drittel der Saison vorbei. Da bleibt noch genug Zeit, um weitere Treffer nachzulegen."

Aktuell führt er die Scorerliste bei der Borussia an. "Wenn ich am Ende interner Torschützenkönig werde, hätte ich nichts dagegen", sagte Hofmann schmunzelnd.

"Er hat einfach einen guten Lauf und strotzt nur so vor Selbstvertrauen", fasste Hütter die Form seines Schützlings zusammen. Gegen Fürth war er so "ein absoluter Schlüsselspieler".

Mit seinen 29 Jahren ist Borussia Mönchengladbachs Jonas Hofmann ein echter "Spätzünder"

Zusammen mit den Nationalmannschaftskollegen Lukas Nmecha (22, r.) und Kai Havertz (22, l.) bejubelt Jonas Hofmann (29) seinen Treffer gegen Armenien.
Zusammen mit den Nationalmannschaftskollegen Lukas Nmecha (22, r.) und Kai Havertz (22, l.) bejubelt Jonas Hofmann (29) seinen Treffer gegen Armenien.  © picture alliance/dpa/Christian Charisius

Doch nicht nur bei den Fohlen trumpft der Außenbahnspieler auf, auch unter Bundestrainer Hansi Flick (56) hat sich Hofmann in der deutschen Nationalmannschaft etabliert.

Bei der letzten WM-Qualifikationsrunde gegen Armenien (4:1) erzielte er ebenfalls einen Treffer und bereitete einen weiteren direkt vor.

Dass der Gladbacher Top-Akteur mit seinen 29 Jahren überhaupt noch einmal zu solchen Leistungen fähig ist, hat wohl kaum einer geahnt. Sportdirektor Max Eberl (48) dafür umso mehr!

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"Wir haben Jonas geholt, weil wir diese Qualitäten, die er jetzt abruft, schon damals in ihm gesehen haben", erklärte der Fohlen-Manager, der 2016 rund acht Millionen Euro für Hofmann an Borussia Dortmund überwies.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren habe sich der Kicker noch einmal richtig entwickelt. "Jonas ist ein gutes Beispiel dafür, dass man als Spieler nicht schon mit 22 oder 23 Jahren fertig ist. Es ist nie zu spät, diese Schritte zu gehen", zeigte sich Eberl erfreut.

Nur dass Hofmann eines Tages mal Rechtsverteidiger wird, welche Rolle er im DFB-Team innehat, hätte Gladbachs Sportchef ihm "nie zugetraut (lacht)".

Titelfoto: picture alliance/dpa/Federico Gambarini

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