Ein Arbeitssieg! Hütters gutes Händchen bringt Gladbach die ersten drei Punkte der Saison

Mönchengladbach - Im vierten Anlauf ist es geglückt! Mit 3:1 hat Borussia Mönchengladbach am späten Sonntagabend Arminia Bielefeld geschlagen und somit den ersten Dreier der Saison eingefahren. Ein Sieg, der auch auf den Trainer zurückzuführen ist.

Borussia-Coach Adi Hütter (51, 2.v.r.) klatscht mit Joe Scally (18, 2.v.l.) ab. Zuvor war es das gute Händchen Hütters, das den Sieg beschert hat.
Borussia-Coach Adi Hütter (51, 2.v.r.) klatscht mit Joe Scally (18, 2.v.l.) ab. Zuvor war es das gute Händchen Hütters, das den Sieg beschert hat.  © picture alliance/dpa/Federico Gambarini

Erstmals als Coach der Borussia ließ Adi Hütter (51) seine Startelf mit einer Dreierkette in der Abwehr auflaufen. "Wir wollten den Gegner damit ein wenig überraschen. Außerdem hatten wir nicht so viel Personal mehr", gestand der Österreicher nach der Partie.

Gladbach hatte mehr vom Spiel, erarbeitete sich Chancen und erzielte so durch Lars Stindl (33) auch den 1:0 Führungstreffer (35. Minute). Jedoch stießen die Fohlen auch immer wieder auf harte Gegenwehr.

"Das war das erwartet schwierige Spiel. Bielefeld war brutal schwer zu schlagen. Das war 'ne richtige Hausnummer", gab der Kapitän bei DAZN zu verstehen.

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Eine Unkonzentriertheit kurz vor dem Seitenwechsel brachte durch Masaya Okugawa den 1:1-Ausgleich (45.+3). Ganz zum Ärger von Hütter: "Das Spiel wäre glaube noch eine halbe Minute gegangen, doch dann kassieren wir dieses Gegentor und die Köpfe hingen in der Halbzeitpause wieder nach unten."

Zudem musste Nationalspieler Jonas Hofmann (29) in der Kabine bleiben, weil er mit Muskelschmerzen im Oberschenkel nicht mehr weitermachen konnte.

Einwechselspieler Patrick Herrmann entschied die Partie zugunsten Borussia Mönchengladbachs

Gemeinsam bejubelten die Fohlen den Siegtreffer zum 3:1, das von Einwechselspieler Patrick Herrmann (r.) vorbereitet wurde.
Gemeinsam bejubelten die Fohlen den Siegtreffer zum 3:1, das von Einwechselspieler Patrick Herrmann (r.) vorbereitet wurde.  © picture alliance/dpa/Federico Gambarini

Als im zweiten Durchgang dann auch noch Außenverteidiger Luca Netz (18) mit Krämpfen ausgewechselt werden musste, kam Unterschiedspieler Patrick Herrmann (30) aufs Feld (58.).

Der rechte Flügelflitzer bereitete jeweils die Treffer von Stindl und Denis Zakaria (24) vor, die den Endstand von 3:1 herstellten (69./72.).

"In einer Phase, in der Bielefeld näher am Führungstor dran war, haben wir mit unseren Einwechslungen alles richtig gemacht", lobte Hütter die Arbeit seines Trainerteams, huldigte aber speziell Herrmann. "Bei 'Flaco' weiß man, wenn man ihn bringt, dass er neuen Schwung bringt. Die Einwechslung hat gutgetan."

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Gladbach ließ in der Schlussphase nicht mehr viel anbrennen und brachte den Sieg über die Zeit. "Über 90 Minuten gesehen haben wir es verdient, zu gewinnen. Das war ein Befreiungsschlag, ein Arbeitssieg", fasste der Borussia-Coach die Begegnung zusammen.

Die Elf vom Niederrhein feierte vor 24.500 Zuschauern im Borussia Park somit den ersten Dreier und kletterte auf Rang elf hoch. Als Nächstes steht das Auswärtsduell beim FC Augsburg (Samstag, ab 15.30 Uhr) an.

Titelfoto: picture alliance/dpa/Federico Gambarini

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