Rose nach Mainz-Pleite unter Beschuss: Eberl mit "konkreter Idee" zur Nachfolge

Mönchengladbach - Harte Wochen am Niederrhein! Borussia Mönchengladbach musste am Samstag beim Tabellenvorletzten 1. FSV Mainz 05 eine 1:2-Schlappe hinnehmen. Trainer Marco Rose (44) ist angezählt und Max Eberl (47) muss zahlreiche Brände gleichzeitig löschen.

Gegen den 1. FSV Mainz 05 gab es für Borussia Mönchengladbach eine 1:2-Niederlage.
Gegen den 1. FSV Mainz 05 gab es für Borussia Mönchengladbach eine 1:2-Niederlage.  © Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa

Es ist noch gar nicht so lange her, da kam ein gut gelaunter Max Eberl aus dem Urlaub. Den ganzen Januar nahm er sich raus, tankte Kraft.

Währenddessen lief alles wie am Schnürchen. Zwar gab es hier und da kleine Störfeuer zu beklagen, allerdings nichts, was das "Fohlen" so schnell umwerfen hätte können.

Nun ist er wieder da - und innerhalb weniger Wochen herrscht am Niederrhein raues Küstenklima.

Der Grund: (Noch-)Trainer Marco Rose, das Derby und die Ergebnisse.

Borussia Mönchengladbachs Trainer Marco Rose nimmt Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 auf seine Kappe

Auch in Mainz konnte die Mannschaft von Trainer Marco Rose (44) nicht überzeugen.
Auch in Mainz konnte die Mannschaft von Trainer Marco Rose (44) nicht überzeugen.  © Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa

Nun wäre es blauäugig, zu denken, diese drei Feuerstellen würden nicht zusammenhängen. Der kleinste gemeinsame Teiler dürfte Rose sein.

Er selbst nahm nach dem enttäuschenden 1:2 gegen freche Mainzer die Niederlage auf seine Kappe.

"Am Ende ist es meine Niederlage, die ich auf meine Kappe nehme, die ich verantworte. Denn alles, was diese Woche passiert ist, was auf die Jungs eingeprasselt ist, hat auch aufgrund meiner Person stattgefunden - eine Menge Unruhe", so der 44-Jährige, der alles versucht, um den etwas Druck vom Kessel zu lassen.

Auch, wenn nach seiner Aussage "die Mannschaft sehr gut darauf reagiert" habe, ist es offensichtlich, dass die Gladbacher Leichtigkeit inmitten der wohl wichtigsten Phase der Saison hinfort ist.

Vor dem Mainz-Spiel lag das Zentrum des Interesses mehr auf der Personalie Rose und dessen Nachfolge, als alles andere.

Max Eberl stürzt sich in die Arbeit, doch womit kann er überhaupt planen?

Sportdirektor Max Eberl (47) hat momentan viel um die Ohren. Bekommen die Gladbacher wieder die Kurve?
Sportdirektor Max Eberl (47) hat momentan viel um die Ohren. Bekommen die Gladbacher wieder die Kurve?  © Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa

Sportdirektor Max Eberl äußerte sich dazu am Sky-Mikro. Er wolle "den passenden Trainer" finden, was gleichzeitig bedeute, dass es "schon noch dauern" werde, bis es diesbezüglich etwas zu vermelden gäbe.

"Wir sind ein Verein, der unter meiner Regie zwölf Jahre erfolgreich gearbeitet hat. Den Weg wollen wir weiter gehen (...) So können wir das, was wir uns unter Marco und den letzten Trainern aufgebaut haben, fortführen", so Eberl weiter.

"Gott sei Dank habe ich schon eine konkrete Idee im Kopf", warf er dem Journalisten noch einen Köder zu.

Dennoch ist klar: Die Borussia kann zwar inzwischen planen, dass sie im Sommer einen neuen Coach braucht, jedoch ist derzeit völlig ungewiss, ob und wie man im kommenden Jahr im internationalen Geschäft vertreten ist.

Nach der Mainz-Niederlage dürfte die Qualifikation für die UEFA Champions League praktisch unerreichbar sein. Aber selbst die Europa League ist ein hartes Stück Arbeit. Entsprechend dürften Verhandlungen sowohl mit potenziellen neuen Trainern wie auch Spielern schwierig zu gestalten sein.

Ohne internationale Bühne ist die Borussia auch nicht mehr ganz so attraktiv, das weiß Eberl. Selbst Akteure des aktuellen Kaders könnten nur schwer an einem Abgang gehindert werden, wenn man am Ende nicht einmal die Euro League packt.

Eine Herkulesaufgabe für den 47-Jährigen.

Die Wochen der Wahrheit warten auf die "Fohlen"

Die kommenden Wochen haben es in sich. Sowohl in Liga als auch im DFB-Pokal und der Königsklasse. Dabei werden die Auftritte der Fohlen auch noch mit dem Brennglas beäugt werden.

Die Rose-Unruhen kommen zur Unzeit, bleibt für alle Gladbach-Anhänger zu hoffen, dass sie am Ende nicht sogar die ganze Saison kostet...

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa, Federico Gambarini/dpa-POOL/dpa

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