Gladbach und die vielen Gegentore: So sieht Hütter die Europacup-Plätze in Gefahr

Mönchengladbach - Im Hause Borussia Mönchengladbach lautete ein Ziel für die neue Saison: Weniger Gegentore bekommen! Doch bereits nach zwei Spieltagen ist klar: Das wird ein schwieriges Unterfangen!

Ein Eigentor zur Eröffnung des Torreigens: Borussia-Keeper Yann Sommer (32) löffelte sich den Ball gegen Bayer 04 selbst hinter die Torlinie.
Ein Eigentor zur Eröffnung des Torreigens: Borussia-Keeper Yann Sommer (32) löffelte sich den Ball gegen Bayer 04 selbst hinter die Torlinie.  © picture alliance/dpa/Marius Becker

Nicht nur, dass sich die Fohlen nach Punkten im Tabellenkeller der Bundesliga wiederfinden, auch bei den Gegentoren weist die Elf vom Niederrhein den zweitschlechtesten Wert auf.

Fünf Treffer kassierten neben Gladbach nur noch die Klubs VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt und Hertha BSC. Bei der SpVgg Greuther Fürth klingelte es sogar einmal mehr im Kasten.

Schuld für die miserable Quote von 2,5 Gegentreffer pro Begegnung ist vor allem die 0:4-Abreibung bei Bayer 04 Leverkusen. Aber auch der Fakt, dass beim 1:1-Unentschieden gegen den FC Bayern München nicht zu null gespielt werden konnte. Doch damit nicht genug: In beiden Duellen hätte es gut und gern noch öfter scheppern können.

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Gegen den Rekordmeister verhinderte Torwart Yann Sommer (32) dank mehrerer Glanztaten Schlimmeres, gegen die Werkself war es die Zielgenauigkeit der Angreifer, die den Raute-Klub vor einer noch größeren Blamage bewahrte.

Borussia Mönchengladbachs Cheftrainer Adi Hütter fordert besserer Defensivarbeit

Gladbach-Trainer Adi Hütter (51) konnte es nicht mehr mitansehen: Vier Gegentreffer kassierte sein Team in Leverkusen.
Gladbach-Trainer Adi Hütter (51) konnte es nicht mehr mitansehen: Vier Gegentreffer kassierte sein Team in Leverkusen.  © picture alliance/dpa | Marius Becker

Dieser wunde Punkt ist nicht neu. Borussia-Trainer Adi Hütter (51) sprach bei seinem Amtsantritt vor gut acht Wochen: "In der Defensive müssen wir uns in der neuen Saison grundsätzlich verbessern."

Zu viele Gegentore habe es in der Spielzeit 2020/21 gehagelt - ganze 56 Stück! Das machte einen Schnitt von 1,65 gegnerische Treffer pro Partie.

Ein Konflikt, mit dem sich der Österreicher schon bei der SGE rumärgerte. 53-mal musste Hütter mitansehen, wie die Frankfurter im Vorjahr den Ball aus dem Netz holten. Mit großer Sicherheit kostete das am Ende den Einzug in die Champions League.

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Die Ironie an der Sache war, dass der Gladbach-Coach unmittelbar vor dem jüngsten Leverkusen-Duell bei Sky sagte: "Wenn du vorne mitspielen willst, dann brauchst du viele Spiele, in denen du ohne Gegentor bleibst. Sonst hast du da normalerweise nichts verloren." Ausgerechnet danach gab es vier Packungen!

In den kommenden Wochen gilt es also, unbedingt die Schlagzahl zu verringern. Dazu müssen gegen den 1. FC Union Berlin (Sonntag, ab 15.30 Uhr) in erster Linie die beiden Angreifer Max Kruse (33) und Taiwo Awoniyi (24) in Schach gehalten werden.

Titelfoto: Montage: Federico Gambarini/dpa, Marius Becker/dpa

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