Gladbachs Eigengewächs Conor Noß ist ins Blickfeld internationaler Klubs geraten

Mönchengladbach - Steht im Winter ein Wechsel an? Conor Noß (20) hat kürzlich erst sein Profi-Debüt bei Borussia Mönchengladbach gefeiert. Bald könnte er jedoch schon für einen anderen Klub auflaufen.

In der Saisonvorbereitung war Conor Noß (20, r.) die komplette Zeit bei den Profis dabei. Hier beim Testspiel gegen den FC Groningen.
In der Saisonvorbereitung war Conor Noß (20, r.) die komplette Zeit bei den Profis dabei. Hier beim Testspiel gegen den FC Groningen.  © imago/Weis/TEAM2sportphoto

Beim 4:0-Erfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth ging für den gebürtigen Düsseldorfer ein Traum in Erfüllung. Eingewechselt in der 88. Minute, schnupperte er erstmals Bundesliga-Luft.

Zwar war der Einsatz nur von kurzer Dauer, doch aus den Statistikbüchern ist dieser Auftritt nicht mehr zu streichen.

Aus seinem Kopf sowieso nicht. "Überglücklich mein Bundesliga-Debüt für diesen unglaublichen Verein gegeben zu haben", schrieb Noß anschließend auf seinem Instagram-Account.

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Weil es für den Deutsch-Iren aber schwer werden wird, weitere Spielpraxis auf höchstem Niveau zu bekommen, könnte bald ein Wechsel anstehen.

Potenzielle Abnehmer gibt es dafür auch schon. Laut Sky-Informationen handelt es sich dabei um den niederländischen Klub AZ Alkmaar und den FC Zürich aus der Schweiz. Sowohl eine Leihe als auch ein Verkauf scheinen möglich.

Ausgebildet im Fohlenstall: Das ist Borussia Mönchengladbachs Conor Noß

Nach seinem Bundesliga-Debüt gegen die SpVgg Greuther Fürth feierte Conor Noß (20, 6.v.l.) zusammen mit den Kollegen einen 4:0-Erfolg.
Nach seinem Bundesliga-Debüt gegen die SpVgg Greuther Fürth feierte Conor Noß (20, 6.v.l.) zusammen mit den Kollegen einen 4:0-Erfolg.  © picture alliance/dpa/Federico Gambarini

Seit geraumer Zeit gilt der achtmalige U21-Nationalstürmer Irlands als große Nachwuchshoffnung bei den Fohlen.

Seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor präsentierte er bereits im vergangenen Sommer, als er in den Testpartien gegen den SC Paderborn und den französischen FC Metz jeweils einen Treffer erzielte.

Zudem ist Noß flink und agil und zeigt sich schnell lernfähig. Als Gladbach-Trainer Adi Hütter (51) zu seiner Anfangszeit noch etwas am Positionsspiel des jungen Angreifers zu kritisieren hatte, setzte dieser das Gelernte innerhalb weniger Wochen um. Ganz zur Freude des Coaches.

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Was dem Youngster noch fehlt, ist eine körperliche Robustheit, um sich gegen richtige Abwehrkanten durchzusetzen. Und vor allem Spielpraxis braucht der Junge. Bisher sammelte er diese nur in der U23-Abteilung in der Regionalliga West.

Sein Vertrag bei der Borussia gilt noch bis 2024. Noß muss sich also entscheiden: Setzt er weiter alles auf eine Karte und hofft auf den großen Durchbruch am Niederrhein? Oder wählt er einen Umweg? Das kommende Transferfenster im Januar wird eine Antwort geben.

Titelfoto: imago/Weis/TEAM2sportphoto

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