Hofmann nach Gladbach-Niederlage genervt: "Das geht mir auf den Sack!"

Berlin - Die Serie ist gerissen! Drei Spiele infolge hatte Borussia Mönchengladbach nicht verloren, der Trend zeigte nach oben. Doch mit der 0:1-Niederlage bei Hertha BSC wurden die Fohlen zurückgeworfen.

Nur zweiter Sieger: Im Zweikampf um den Ball kommt Gladbachs Jonas Hofmann (29, r.) gegen den Berliner Marvin Plattenhardt (29, 2.v.r.) zu spät.
Nur zweiter Sieger: Im Zweikampf um den Ball kommt Gladbachs Jonas Hofmann (29, r.) gegen den Berliner Marvin Plattenhardt (29, 2.v.r.) zu spät.  © picture alliance/dpa/Andreas Gora

"Es ist ärgerlich, wenn man gern unter die ersten Sechs in der Tabelle möchte. Dann geht es einfach nicht, dass du so ein Tor dir fängst und wieder einem Rückstand hinterherläufst. Auf gut Deutsch: Das geht mir auf den Sack", äußerte Jonas Hofmann (29) nach der Partie bei Sky seinen Unmut.

Zwar sei der Boden im Berliner Olympiastadion schwer zu bespielen gewesen, doch darauf wollte der Offensivspieler die Niederlage nicht schieben: "Wir sind Profis genug, um auch mal andere Optionen zu finden. Das Problem war, dass wir in der zweiten Halbzeit keine weiteren Lösungen mehr gefunden haben."

Dabei haben die Fohlen bis zum Gegentreffer durch Marco Richter (23) in der 40. Minute das Zepter klar in der Hand gehabt. "Bis zum Tor waren wir sehr dominant, haben ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht", ergänzte Hofmann. Dass dabei nicht mehr heraussprang, war "ärgerlich und teilweise echt schlecht".

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Im zweiten Durchgang ist zudem der Spielfluss dann verloren gegangen. "Es gab viel Rudelbildung, die Partie war oft unterbrochen. Alles ein bisschen zu viel heute", so der deutsche Nationalspieler.

Borussia Mönchengladbach kann Dominanz nicht nutzen

Der goldene Treffer des Abends: Im Fallen schaut Hertha-Angreifer Marco Richter (23, l.) dem Ball hinterher. Sein Seitfallzieher fand den Weg ins Gladbacher Tor.
Der goldene Treffer des Abends: Im Fallen schaut Hertha-Angreifer Marco Richter (23, l.) dem Ball hinterher. Sein Seitfallzieher fand den Weg ins Gladbacher Tor.  © picture alliance/dpa/Andreas Gora

Wie schon eine Woche zuvor, als die Elf vom Niederrhein nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart hinauskam, konnte der Raute-Klub seine Dominanz nicht in Tore ummünzen.

Laut DFL-Statistiken kam die Borussia gegen die Hertha auf 58 Prozent Ballbesitz und spielte gut anderthalbmal so viele Pässe (504:386) als der Gegner. Nur im Ergebnis machte sich die Mühe nicht bezahlt.

"Viel Aufwand, aber wenig Ertrag", fasste Gladbach-Trainer Adi Hütter (51) passend zusammen. "Wir haben ordentlich begonnen, aber was wir nicht geschafft haben, war mehr Tormöglichkeiten herauszuspielen. Mit dem Führungstreffer im Rücken hat Hertha das dann gut verteidigt."

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Schon am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr/ARD & Sky) sind die Fohlen wieder gefragt, dann steht im DFB-Pokal das Heimspiel gegen den Rekordmeister, den FC Bayern München, an. Für Hütter und sein Team heißt es dann: "Eine Schippe drauflegen, um bestehen zu können."

Titelfoto: picture alliance/dpa/Andreas Gora

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