Koné erstmals im Kader, doch Gladbach-Coach Hütter warnt: Nicht loslegen wie die Feuerwehr!

Mönchengladbach - Endlich ist es so weit! Sommerneuzugang Manu Koné (20) wird am Wochenende erstmals im Kader von Borussia Mönchengladbach stehen. Dabei wird die Reise an sich zum FC Augsburg wichtiger werden als jede Einsatzminute.

Bis ihn eine Verletzung stoppte: Zu Beginn der Saison-Vorbereitung trainierte Borussia-Neuzugang Manu Koné (20, r.) noch ohne Beschwerden mit. Hier neben Angreifer Alassane Plea (28).
Bis ihn eine Verletzung stoppte: Zu Beginn der Saison-Vorbereitung trainierte Borussia-Neuzugang Manu Koné (20, r.) noch ohne Beschwerden mit. Hier neben Angreifer Alassane Plea (28).  © imago/Weis/TEAM2sportphoto

Bereits im Januar dieses Jahres hatte Fohlen-Sportdirektor Max Eberl (47) die Verpflichtung Konès bekanntgegeben. Aufgrund einer sofortigen Ausleihe zurück an den FC Toulouse wechselte der junge Franzose aber erst im Sommer an den Niederrhein.

Doch dann der Schreckmoment! "Ich denke, dass er sich den Start bei Borussia ganz anders vorgestellt hatte", blickte Trainer Adi Hütter (51) auf den 6. Juli zurück, an dem sich Koné im Training schwer verletzte, sich eine Innenbandverletzung im rechten Knie zugezogen hatte.

Am Samstag (ab 15.30 Uhr), wenn Gladbach zum Auswärtsspiel in Augsburg antritt, wird der zentrale Mittelfeldspieler erstmals mit im Mannschaftsbus sitzen. "Manu wird im Kader stehen!", sicherte der österreichische Coach zu.

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Ein Einsatz auf dem Spielfeld kommt derweil wohl noch zu früh. "Er sollte nicht loslegen wie die Feuerwehr, sondern Geduld haben", mahnte Hütter zugleich.

Neuzugang Manu Koné gehört in Augsburg erstmals zum Spieltags-Kader bei Borussia Mönchengladbach

Fußball spielen verboten! Gehandicapt mit einer Gelenkstütze am Knie verfolgte Manu Koné (20, v.) die Einheiten im Gladbacher Trainingslager von der Tribüne aus.
Fußball spielen verboten! Gehandicapt mit einer Gelenkstütze am Knie verfolgte Manu Koné (20, v.) die Einheiten im Gladbacher Trainingslager von der Tribüne aus.  © Tom Jacob

In erster Linie wird es für Koné darum gehen, die Eindrücke im Kreise der Kollegen aufzusaugen und die Abläufe an einem Matchday kennenzulernen.

"Es wird das erste Mal überhaupt sein, dass er mit Mannschaft mitreist, das wird ihn zusätzlich motivieren", prophezeite Hütter. "Wir freuen uns, dass er wieder bei uns ist."

Dass die Reha-Phase nicht länger gedauert hat, liegt auch an Koné selbst. Bereits Ende Juli fuhr er ins Trainingslager nach Harsewinkel mit, obwohl dort für ihn noch gar nicht an Fußball zu denken war.

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Mit Gelenkstütze am Knie und teilweise mit Krücken meisterte er die Wege zwischen Hotelzimmer, Kraftraum und Trainingsplatz. Auch auf die richtige Ernährung soll der Franzose geachtet haben. "Manu selbst hat sehr viel dazu beigetragen, dass er so schnell wie möglich wieder fit wurde", bestätigte sein Trainer.

Schon jetzt freut sich Hütter auf den Moment, wenn er voll auf seinen Schützling zurückgreifen kann: "Er ist ein hochinteressanter Junge, der den Konkurrenzkampf ankurbelt, spielstark ist und auch eine tolle Persönlichkeit hat."

Spätestens nach der nächsten Länderspielpause im Oktober dürfte dann auch das Bundesliga-Debüt auf Koné warten.

Titelfoto: imago/Weis/TEAM2sportphoto

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